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Mittwoch, 26. November 2014

Medien ... suspekt



Lincoln-Spruch


Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 25. 11. 2014 - 



Wie schnell doch eine Woche
wieder rum ist !  Hatte so einige Texte parat liegen und kam nicht dazu, diese zu immanentisieren.

Aber, huch, wie komm ich denn

zu diesem befremdlichen Wort ?  Ach so, das war wohl ein Lieblingsbegriff meines Dändy-Professors, der die verwirrte Moderne gern unter den philosophischen Feldzeichen von Nihilismus und Negativität zum Thema seiner wöchentlichen Vorlesung machte.

Denn er packte zumeist
noch Eschaton dazu, daß es einem schon ein wenig unheimlich werden konnte. Aber in dieser Zeit habe ich auch Bücher gelesen mit dem Titel: Der Mensch - Irrläufer der Evolution.

Auch so hingehauen der Titel -
ganz ohne Fragezeichen. Das Buch stammt vom geschätzten Arthur Koestler und ist nach wie vor zu empfehlen; unbedingt selber mal wieder reinschauen.

Nun, daß die Moderne irgendwann

ziemlich abrupt enden kann und dann in eine archaische, weitgehend barbarische Phase übergeht, besser zurückfällt, ist in der Geschichte nichts neues. Und im Zeitraffer zB. bei Hermann Hesse nachzulesen in der Geschichte ‘Die Stadt’

Aber jetzt  der Artikel
vom letzten Miretwoch, der am ‘vollen Programm’ anknüpft, aber nicht die Macher sondern die Bekanntmacher ins Visier nimmt. (Ist vom 19. 11.)


(*.*)


Heute in der Klugen-Kopf-Zeitung
gelesen, daß den Journalisten immer mehr die kalte Schulter gezeigt wird. Also, daß man ihnen die Antwort verweigert und erst recht keine Interviews gibt.

Konnte eine gewisse Schadenfreude
nicht unterdrücken. Aber das kann man doch verstehen, wenn diese - wie bei diesem schicksalsträchtigen Thema - seit Jahren schon immerfort unfair berichten und alles immerzu schlecht schreiben, dann haben sie es auch nicht anders verdient.

Wie sagt doch der Berliner -
verarschen kann ick mir selber. Und ist zudem eine prima Strategie - eben auflaufen lassen und zu verstehen geben, daß man sie einfach ignoriert.

Und dies auf die gleiche Art,
wie sie es selbst so meisterlich beherrschen, nämlich alles, was nicht in ihr Weltbild paßt, auszublenden und zu ignorieren.

Tja, wie man rufet 
in den Wald, so es einem entgegenschallt. 

Die zum großen Teil 
links tickende Journaille ist also gerade dabei eine neue Erfahrung zu machen, und zwar daß man ihre Verdrehungen und Belehrungen längst satt hat.

Wie auch, daß man die Verteufelung
all derer, die Deutschland nicht abgeschafft haben wollen, nicht mehr länger akzeptieren will und sie daher nicht länger als glaubwürdige Berichterstatter ansehen mag. sondern nurmehr als Propagandisten der globalen Agenda.

Weiß gar nicht,
ob die Journalisten auf der Ansehensskala der Berufe noch über den Politikern rangieren oder darunter, jedenfalls ziemlich weit unten.

Und wenn ich an meine Zeit
als freier Mitarbeiter bei einer nassauischen Lokalzeitung zurückdenke, weiß ich auch warum.

Aber nun ist ja auch der Vorwurf
dazu gekommen, daß sie vorsätzlich falsch bzw. verschleiernd und verkleisternd berichten und bei Gewaltdelikten im öffentlichen Raum praktisch nur noch Altersangaben machen und immerzu Jugendliche schreiben.

Zum einen wohl,
weil sie von vornherein schon so links verdrahtet sind, zum anderen aber, weil es bei sogenannten sensiblen Themen idiologische Vorgaben und Sprachregelungen von staatlicher Seite gibt. à la ‘kultursensible Sprache' verwenden, und wie der ganze Quatsch so hochtrabend benamt ist . '

Nun, mit der zumeist offen
zur Schau getragenen Arroganz der Journalisten scheint es wohl in absehbarer Zeit dahin zu sein. 

Wenn den Zeitungen 
in steigender Tendenz die Leser weckrennen, weil diese informiert und halt nicht desinformiert werden wollen und von den verbliebenen ein gewisser Teil aus Altersgründen regelmäßig wecksterben, dann kriegen es letztlich auch die bestallten Schreiberlinge zu spüren, daß ihre Dienstleistung immer weniger gefragt ist, da ganze Redaktionen zusammengestrichen werden.

Aber so ist das nun mal,
wer seinen Beruf nicht ordentlich macht, setzt diesen aufs Spiel und bringt dazu die ganze Branche in Verruf.




Donnerstag, 7. April 2011

Schmale Lippen

Ost-Ennerich (VSE)
6. 4. 2011, Mi

Oder es allen zeigen wollen.

Die Oberehrgeizlinge
und all die eitlen Windmacher, die ungestüm nach vorne drängen, die Karriereleiter immer fest im Blick, mögen für eine geraume Zeit einen guten Lauf haben und wunschgemäß in jungen Jahren schon die oberen Sprossen der politischen oder gesellschaftlichen Hierarchie erklimmen und sich auch für eine Weile im Glanze ihres Aufstiegs und Erfolgs sonnen - solange sie das höchste Ziel noch nicht erreicht haben, aber wirklich heimisch werden sie in diesen Gefilden nie - von glücklich ganz zu schweigen.

Dies vor allem deswegen,
weil sie außer Ehrgeiz und Arroganz nur wenig mitbringen, was sie für eine wichtige Aufgabe oder ein exponiertes Amt befähigt.

In dem Moment,
wo sie endlich oben ankommen, ist auch ihr Triumphzug ziemlich abrupt beendet. Denn was dann folgt, ist ein mehr oder minder steiniger Weg, der stetig bergab führt, bis am Ende alles wieder verloren ist

Und eine solche Entwicklung
läßt sich unmittelbar und unverkennbar am Gesicht desjenigen ablesen. Das Siegerlächeln aus dem Moment des Triumphs hält nicht lange vor, geht es doch dann in die Mühen der Ebene; und die fordern bekanntlich den ganzen Mann und zeigen schon bald, ob dieser die Aufgabe auch stemmen kann und nicht unbedacht in eins der zahllosen Fettnäpfchen tritt, die reichlich rumstehen oder flugs aufgestellt werden.

Ein müdes Sätzchen
oder ein unglücklicher Vergleich, der gegen die Glashausregel verstößt, genügen schon, um einen Politiker als Hohlkopf oder als karrieregeilen Wichtigtuer, der kein anderes Programm verfolgt, als sich selbst in die höchsten Höhen der Wichtigkeit zu hieven, bei eim Großteil des intressierten Publikums erscheinen zu lassen.

Wer dann noch
solcherart Böcke in Serie schießt, ist schnell gänzlich untendurch und erntet auch schon die ersten mitleidigen Blicke.

Sobald also der Lack ab ist,
hat sich synchron auch das Siegerlächeln in nichts aufgelöst und der Mund sich zu eim schmalen Strich verengt. Geht schnell, aber damit ist auch gleich das ganze Gesicht in Mitleidenschaft gezogen.

Statt Freundlichkeit oder Kompetenz
strahlt es von da an fast durchgängig nur noch Streß und Gereiztheit aus und statt locker und souverän wirkt es nurmehr angepannt und damit unsympathisch.

Übrigens, ein Drama,
das man den ungestümen und ehrpusseligen Charakteren, schon kurz nach In-Erscheinung-treten vorhersagen kann.

Zu früh starten,
heißt zu früh und lebenstechnisch unausgereift im Zenit oder Zentrum seiner Karriere ankommen und daher schmerzhaft scheitern. Und damit wieder draußen sein und von der Mediensonne deutlich weniger beschienen werden.

Aber das war schon immer so,
wenn der Anspruch und die reale Performance sehr weit auseinander liegen, wird ma schnell zur komischen Nummer.

Zweifelsohne eine bittere Erfahrung,
doch wenn man sich zu sehr von der Realität entfernt, rückt diese irgendwann mit großem Kaliber an. Und zu den in den letzten Wochen vom Wählerwille abgeschossenen Quatschbudenfiguren gesellt sich eine neue dazu.


--------------ж--------------


=: 107. :=


Die Vögel,
die am Morgen so laut pfeifen,
holt abends die Katz



Es hat auch wieder
was neues im Raucherclub; ist nostalgisch angehaucht und mit eim Zeitsprung verbunden.


Und was den LI-LA Literatur-Laden angeht,
so ist hier einen Schnupperkurs KREATIVES SCHREIBEN anzuzeigen, der Anfang Mai beginnt.

Wer also einmal
ausprobieren will, ob er Talent zum Schreiben hat, soll eben mal klicken.



... Musikspur: Baden-Powell - Adagio ...