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Freitag, 25. April 2014

Verblendungszusammenhang


Eine schöne Frühlingsbotin


Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 14. 4. 2014 -


Alles blüht,
die Stimmung steigt - der Frühling ist nun da.

Und Ostern,
dieses Jahr ungewöhnlich spät, und das auch noch am 20. 4., zeigte sich in wahrer Bestimmung als das freudig begangene Fest des mit Macht hereinbrechenden Frühlings.

Und damit als das Fest
der wieder auferstehenden Natur, die alles ringsum wundersam belebt und herrlich aufschäumen läßt.

Nun also endgültig
in der lichten Jahreshälfte angelangt. Endlich, oder um es mit Mörike zu sagen -  Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte … 

 
Und so kann man auch wieder  
draußen sitzen und sich unterwegs gemütlich im Café die Zigarette schmecken lassen. Denn draußen haben die Verbotskommissare gottlob noch nichts zu sagen.

Zwar beherrscht derzeit
die große Politik Nachrichten und Medien, verbunden mit der bangen Frage - was kommt da aus dem Osten auf uns zu ?   Oder kommt es gar mehr vom Westen ?

Doch sollte den großen 
Übergangspunkten im Jahreskreis, wie jetzt, wo die Erinnerung an den Winter nun endgültig in der Versenkung verschwindet, die diesen gebührende Beachtung geschenkt werden, da die Natur noch immer der reellste Impulsgeber ist .

Und wie gern schau ich auch
den jungen Amseln zu, die wohl hier im Garten heimisch sind und sich zum Abend hin regelmäßig auf dem Rasen einfinden.

Nein, über Politik,
irgendwelche Auspizien und was da eigentlich passiert - ein ander Mal gern. Möchte mir ja nicht gleich wieder die Stimmung vermiesen, wo ich es vor Ostern mit dem ein oder anderen Eierkopp, nein,  besser Holzkopf zu tun hatte.

War natürlich doof,
aber auch schon wieder lustig, weil bezeichnend und ich mir’s auch nicht anders vorgestellt hatte.

Doch dieses Paket
pack ich jetzt nicht aus, das hat mit dem Steinthaler Blättchen zu tun und überdies mit den anderen Metapolikern. Und das ist zweifelsohne einen eigenen Artikel wert, wenn nicht eine ganze Serie.

Nur soviel noch,
es sind eben Leute, die zum großen Teil dem Vorurteil gerecht werden, das ma gemeinhin von ihnen hat.

Wenn jetzt einer von denen
das liest und grad über die Stelle gestolpert ist, wo ich statt dem üblichen man die Kurzform ma verwende, da wird er sicher endgültig Ohrensausen kriegen und vollends unduldsam werden.

Hatte denen letztens ja
den Kalenderspruch vom letzten Mal geschickt; nur leider stieß der auf wenig Gegenliebe, also auf keine Resonanz.


Wer meint,
ich mache nur zeitkritische, zivilisationsskeptische und antiidiologische Sprüche, dem sei hiermit gezeigt, daß ich mir auch gerne mal lustige Sprüche und komische Wortspiele einfallen lasse, dh. wenn sie mir zufallen, eben diese aufschnappe und schnell notiere und wenn nötig noch ein wenung in Form bringe.




 

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XL 184. Lx

Katzen kratzen,
 
Hähne krähen,
 
Krähen krächzen,
 
und nur Kräne ächzen.


 

Falls nun jemand mal
einen flotten Spruch zu Werbezwecken, um etwa seinen Laden bei möglichen Kunden auf originelle Art einprägsam zu machen oder für einen anderen Anlaß etwas Gereimtes braucht oder sonstwie an eingängigen, originellen Texten Bedarf hat, soll er schreiben oder eben im LI-LA Literatur-Laden persönlich vorbeischauen. 

Den obigen Spruch Katzen kratzen
gibt es natürlich auch als Schild im Laden neben vielen anderen käuflich zu erwerben ...

Und noch was
- Ende Mai wird es dann hier eine neue Gesprächsreihe diesmal zum Thema Verblendungszusammenhang geben.

Außerdem startet Mitte Mai 
Und zwar vierzehntäglich dienstags ein Kurs KREATIVES SCHREIBEN, zwei Plätze wären da noch frei.

... Musikspur: Marlene Dietrich - Im Frühling sagt man, werd ich frei sein …



Montag, 12. September 2011

Fortsetzungsroman



Ost-Ennerich (VSE)
11. 9. 2011, So


Der große Fortsetzungsroman
mit dem simplen Titel (Das) Leben will jeden Tag weitergeschrieben werden; gleichwohl nicht mit jeden Tag auch ein neues Kapitel beginnt. Aber trotzdem geschehen kann.

Denn wer weiß schon im voraus,
was der anbrechende Tag nun bringen mag ? Das wissen abgesehen von einigen Hochsensitiven allenfalls die Götter.

Sicher, wer einen festen Arbeitsplan
oder engen Terminkalender vorliegen hat, kann es sich einigermaßen ausrechnen; und das trifft dann sicher in der Regel dann zu. Valleicht gedenkt das Leben jedoch einmal eine Ausnahme von der Regel zu machen.

Darüber läßt sich also beim Morgenkaffee eher wenig sagen. Am besten man sieht die Sache sportlich und bleibt Optimist. Überraschungen können schließlich auch recht angenehm ausfallen, mögen sie einem zunächst mehr als Störungen reinrauschen.

Neues Spiel, neues Glück -
ganz so wie es die Schlagersänger klangvoll herausposaunen. Denn immer wieder geht die Sonne auf …Und der neue Tag nimmt seinen Lauf.

Das tut er zwar auch,
wenn die Sonne hinter dichten Wolkenbänken verborgen bleibt, doch geschieht dies dann wesentlich schleppender, da der Impulsgeber fehlt. Wie anders, wenn die Sonne in strahlender Pracht die Szene betritt und die letzten Schleier der Dämmerung verblassen läßt.

Die Sonne ist salopp gesprochen
von eim ähnlichen Kaliber, im gleichen Maße rätselhaft wie das Leben selber und beide sind ziemlich eng aneinander gekoppelt. Ohne Sonne kein Leben; keine stabile Bahn und keine Energie.

Von der Sonne wachgeküßt -
so könnte dereinst das Leben auf Erden entstanden sein. Und genauso erwacht es mit jedem Morgen neu, die notorischen Nachteulen einmal außer Acht gelassen. Ist es denn nicht ungemein beglückend, so es einem selbst widerfährt, wenn die Sonne am Morgen durchs Fenster blinzelt und den Raum in helles Licht taucht ?

Kein Zweifel,
schön ist’s von der Sonne geweckt und wachgeküßt zu werden ! Das ist Intensität und Aufforderung in einem. Man fühlt sich beflügelt, während man sich wohlig die Augen reibt und langsam ein Gefühl für den Ort, an dem ma sich befindet, bekommt.

Joseph Freiherr von Eichendorff
hat einen solchen Moment schön in Worte gefaßt und damit seinen Taugenichts in Szene gesetzt …

Das Rad an meines Vaters Mühle
brauste und rauschte schon wieder recht lustig, der Schnee tröpfelte emsig vom Dache, die Sperlinge zwitscherten und tummelten sich dazwischen; ich saß auf der Türschwelle und wischte mir den Schlaf aus den Augen; mir war so recht wohl in dem warmen Sonnenscheine.

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*| 127. |*


Sein oder Nichtsein ?
Eher beides.
Unsere Scheinwelt
wird von der Rückseite eines Spiegels beobachtet.
Dieser Spiegel ist die Zeitmauer.

Ernst Jünger (Siebzig verweht. V)

Hier noch ein kleines Schmankerl,
da kann ma sich obigen Text in Englisch anhören. Klingt gar nicht schlecht, war recht angetan.

Und wer einmal kucken will, was im Apho-Blogg so steht …


... Musikspur: Shakira - Día especial / Tijación oral …