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Samstag, 3. Januar 2015

Na endlich, der Ruck !





Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 2. 1. 2015 -


Prost Neujahr.
Nach dem Marathon der Festivitäten und Feiertage nun das neue Jahr im Blick. Soviel scheint klar, es dürfte recht spannend werden, wie auch daß es nun wieder aufwärts geht.

Zwar ganz langsam
doch beharrlich dem Frühling entgegengeh; immerhin sind die Tage schon 20 Minuten länger als am Wendepunkt am 21. 12.

Und dazu gibt es ja noch
weitere Silberstreifen am Horizont; wobei natürlich nicht verschwiegen werden sollte, daß die Gesamtlage unverändert duster ist.

Aber es hat immer mehr
den Anschein, als sei nun endlich mit jahrzehntelanger Verspätung nun endlich der Ruck durch Deutschland gegangen, den vor vielen Jahren mal ein Bundespräsident, der noch über große Wertschätzung im Volk verfügte, vergeblich angemahnt hatte.

Ein Ruck von der Art,
der Deutschland rockt und dem Land und den Deutschen Identität und Selbstbewußtsein zurückgibt.

 Nun, es hat lange gedauert
oder anders gesagt, der Ruck blieb lange aus, so daß der Spruch schon mehr zu Häme und Spott mutierte.

Aber wie heißt es so schön -
Gut Ding will Weile haben. Und Leute, die etwas gründlich angehen, wie zB. die Deutschen brauchen dann eben etwas länger.

Und dann wird
quasi über Nacht aus gehässigem Spott schließlich ungläubiges Staunen.








-_-°-_-°-


Soviel ausnahmsweise
mal frisch vom Tage, damit die Jasper-Kasper und die Fetscher-Frettchen  nicht Oberwasser kriegen.

Aber weil es zum Datum
und zum neuen Umlauf paßt,hier noch ein zweiter Text, der den Jahreswechsel direkt zum Thema hat und mit eim alten Vorurteil aufräumt.







..........|!|.........


Das neue Jahr
wird auf verschiedene Weise begrüßt, mit Knallerei, Schwefeldunst und Rauchschwaden, mit eim albernen Countdown der Fernsehfuzzys wie auch mit eim hochstieligen Glas und perligem Sekt oder Schampus und eben mit den Worten - Prost Neujahr !

Daran hat sich
seit meiner Jugend weiter gar nichts geändert, höchstens daß der damalige Zusatz, wie er in Ennerich oft zu hören war, nämlich Prost Neujahr - des alt woar’n Säujahr, mit wachsender Entfernung nicht mehr zu vernehmen war.

Das Datum ist
auch kein schlechter Anlaß, um darauf hinzuweisen - zum einen weil der sogenannte Neujahrstag sowieso ein merkwürdiger Tag ist, weil er weniger dem Feiern als der Nachbereitung des Feierns dient und von daher  nicht gerade zu den aktiven Tagen zu zählen ist.

Und zum anderen 
weil ma die Provinz, insbesondere das Dorf nur zu gern als spießig und witzlos hinzustellen gewohnt ist. Dabei zeichnet sich das Dorf durch einen ausgeprägten alltäglichen Humor aus, der mit Bedacht gepflegt wird und den Kontakt untereinander geschmeidig hält.

Ein guter oder witziger
Spruch zur rechten Zeit , hilft gegen Verdruß und Bitterkeit
.


Wie auch davor,
daß man abhebt und den Blick für die wirklichen Relationen des Lebens aus den Augen verliert.

Nein, das ist ein dummes Klischee,
die Leute vom Dorf sind um einen Witz oder guten Spruch nicht verlegen und wissen dergleichen auch sehr zu schätzen, und ebenso einzusetzen. 

Isso, keine Frage;
hätte ich mich denn sonst auf dieses Metier verlegt ?   Denn das sollte ma nicht vergessen - Sprüche sind die Lyrik des Volkes.





... Musikspur:  ELO - The Diary of Horace Wimp / Discovery ...

Dienstag, 2. Juni 2009

Großstadtnomade


Ost-Ennerich (VSE)
1. 6. 09 MoPf
Es müßte auch mal kürzer gehen. Ich versuche es immer wieder, aber es gelingt nicht. Nur einen Spruch hinknallen und gleich wieder weck, fällt mir schwer. Dabei wäre es wirklich viel leichter. Ein wenig im Sprüche-Depot gestöbert, entschlossen zugegriffen und fertig. Geht nicht. Mag auch kein Fast Food. Auf der Straße essen und aus eim Deckelbecher Kaffee trinken - was soll das ?! Sind wir denn beim Marathon ? Oder so von den Trieben gesteuert, daß uns Ambiente und Atmosphäre ganz egal sind ? Scheint zuweilen so. Und auch das Dönerfuttern habe ich mir schon lange abgewöhnt, zehn Jahre sind’s bestimmt, wenn nicht mehr. Nicht einfach so, sondern mehr bewuß; Gründe gab’s dafür ja reichlich. Neben dem ästhetischen (zwischen den Passanten auf archaische Art mit weitgeöffnetem Mund sein Freßpaket zu vertilgen), gab und gibt es noch eine ganz Latte weiterer, ob es nun die Hände waren, die lange noch unangenehm nachdünsteten, oder die Qualität des Fleisches, was oft genug schon in den Schlagzeilen war, oder die Gefahr von unschönen Flecken durch herabtropfende weiße Soße oder weil man von eim Tag auf den anderen Dönerspieß und langes Dönermesser nicht mehr sehen mochte... Aber der moderne Großstadtnomade liebt es mehr ohne Umschweife, ohne groß Aufhebens zu machen, so nebenbei und unterwegs, gleich in medias res und das Fressen im direkten Zugriff, weil in der Hand. Unästhetisch, ja unschön die Entwicklung.


--------------ж--------------

Ξ 13. Ξ

Das Leben besteht
aus Verträglichkeiten und Unverträglichkeiten;
darauf muß man sich einstellen
und von Fall zu Fall reagieren.

….Musikspur. Lionard Cohen - Passing through / Livesongs...