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Samstag, 3. Januar 2015

Na endlich, der Ruck !





Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 2. 1. 2015 -


Prost Neujahr.
Nach dem Marathon der Festivitäten und Feiertage nun das neue Jahr im Blick. Soviel scheint klar, es dürfte recht spannend werden, wie auch daß es nun wieder aufwärts geht.

Zwar ganz langsam
doch beharrlich dem Frühling entgegengeh; immerhin sind die Tage schon 20 Minuten länger als am Wendepunkt am 21. 12.

Und dazu gibt es ja noch
weitere Silberstreifen am Horizont; wobei natürlich nicht verschwiegen werden sollte, daß die Gesamtlage unverändert duster ist.

Aber es hat immer mehr
den Anschein, als sei nun endlich mit jahrzehntelanger Verspätung nun endlich der Ruck durch Deutschland gegangen, den vor vielen Jahren mal ein Bundespräsident, der noch über große Wertschätzung im Volk verfügte, vergeblich angemahnt hatte.

Ein Ruck von der Art,
der Deutschland rockt und dem Land und den Deutschen Identität und Selbstbewußtsein zurückgibt.

 Nun, es hat lange gedauert
oder anders gesagt, der Ruck blieb lange aus, so daß der Spruch schon mehr zu Häme und Spott mutierte.

Aber wie heißt es so schön -
Gut Ding will Weile haben. Und Leute, die etwas gründlich angehen, wie zB. die Deutschen brauchen dann eben etwas länger.

Und dann wird
quasi über Nacht aus gehässigem Spott schließlich ungläubiges Staunen.








-_-°-_-°-


Soviel ausnahmsweise
mal frisch vom Tage, damit die Jasper-Kasper und die Fetscher-Frettchen  nicht Oberwasser kriegen.

Aber weil es zum Datum
und zum neuen Umlauf paßt,hier noch ein zweiter Text, der den Jahreswechsel direkt zum Thema hat und mit eim alten Vorurteil aufräumt.







..........|!|.........


Das neue Jahr
wird auf verschiedene Weise begrüßt, mit Knallerei, Schwefeldunst und Rauchschwaden, mit eim albernen Countdown der Fernsehfuzzys wie auch mit eim hochstieligen Glas und perligem Sekt oder Schampus und eben mit den Worten - Prost Neujahr !

Daran hat sich
seit meiner Jugend weiter gar nichts geändert, höchstens daß der damalige Zusatz, wie er in Ennerich oft zu hören war, nämlich Prost Neujahr - des alt woar’n Säujahr, mit wachsender Entfernung nicht mehr zu vernehmen war.

Das Datum ist
auch kein schlechter Anlaß, um darauf hinzuweisen - zum einen weil der sogenannte Neujahrstag sowieso ein merkwürdiger Tag ist, weil er weniger dem Feiern als der Nachbereitung des Feierns dient und von daher  nicht gerade zu den aktiven Tagen zu zählen ist.

Und zum anderen 
weil ma die Provinz, insbesondere das Dorf nur zu gern als spießig und witzlos hinzustellen gewohnt ist. Dabei zeichnet sich das Dorf durch einen ausgeprägten alltäglichen Humor aus, der mit Bedacht gepflegt wird und den Kontakt untereinander geschmeidig hält.

Ein guter oder witziger
Spruch zur rechten Zeit , hilft gegen Verdruß und Bitterkeit
.


Wie auch davor,
daß man abhebt und den Blick für die wirklichen Relationen des Lebens aus den Augen verliert.

Nein, das ist ein dummes Klischee,
die Leute vom Dorf sind um einen Witz oder guten Spruch nicht verlegen und wissen dergleichen auch sehr zu schätzen, und ebenso einzusetzen. 

Isso, keine Frage;
hätte ich mich denn sonst auf dieses Metier verlegt ?   Denn das sollte ma nicht vergessen - Sprüche sind die Lyrik des Volkes.





... Musikspur:  ELO - The Diary of Horace Wimp / Discovery ...

Freitag, 12. April 2013

Eine schützende Haut








Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 11. 4. 2013 -


Nun endlich auch mal was
zu IDENTITÄT gesagt; ist zweifelsohne eins der kommenden Themen und Leitbegriffe, die in absehbarer Zeit den ausgelutschten Schlüsselwörtern des Zeitgeists wie TOLERANZ, SOLIDARITÄT, GLEICHHEIT usw.

Und nicht zu vergessen
die ominösen MENSCHENRECHTE, die ständig immer nur von uns, aber niemals auch für uns eingefordert werden, auf breiter Bahn den Rang ablaufen werden.

Denn Identität ist wichtig
und so etwas wie die Basis, trägt sie doch enorm zum eigenen Wohlbefinden bei. Weil man - sofern vorhanden -  mit sich so weit im reinen ist und nicht permanent von allen möglichen Zweifeln angefressen oder geschüttelt wird.

Daher sind  Identitätskrisen  
alles andere ale ein Zuckerschlecken und kommen - wie sollte es anders sein - gerade in kritischen Phasen zum Ausbruch, eben dann wenn man sich in einer eminent wichtigen Sache entscheiden muß und gleichsam ahnt, welch gravierende Folgen das nach sich ziehen kann; je nach dem wie ma sich halt entscheidet.

Identitätskrisen können, 
wenn sie nicht bewältigt oder falsch entschieden werden, Menschen regelrecht aus der Bahn werfen. Aber das betrifft nicht bloß einzelne Menschen, sondern solcherart Identitätskrisen, die nicht selten von außen induziert sind,  vermögen ja auch ganze Völker zu befallen.
,
Identität gibt Halt und Sicherheit;
fehlt sie aber oder wird sie in Zweifel gezogen, dann wird der Gang schwankend - in etwa so, wie wenn einem urplötzlich der Tepppich unter den Füßen weckgezogen wird.

Und so schützt Identität 
vor falschen Identifikationen; während  die verlorene Identität gerade bei fragwürdigen Angeboten in Sachen Identifikation Zuflucht nimmt.




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+´ 162 `+


Als ich
 Karl Lagerfeld neben 
Lady Gaga erblickte, 
mußte ich 
unwillkürlich denken, 
ach, der ist ja auch 
gaga ...



 ... Musikspur: Paco de Lucia - Entre dos aguas ...

Freitag, 5. April 2013

Der Frühling als Spätling




Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 4. 4. 2013 -


Der Frühling dürfte heuer wohl
als Spätling in die Wetterannalen eingehen - der überaus kalte und schneereiche März hat da schon gut was vorgelegt und daneben für einige Kälterekorde gesorgt ...

Und heute dann auch wieder ein Wetter
mit eiskaltem Wind, daß einem der Hut weckfliegt. Seit fast vier Wochen die Temperaturen unverändert im Keller; man hofft inzwischen nurmehr von Woche zu Woche und wird immer nur enttäuscht, daß der Zustand einem schon aufs Gemüt schlagen kann..

Aber das ist mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen
ja auch nicht viel anders; allerdings mit dem großen Unterschied, daß der Fröhling irgendwann dann doch Einzug hält und wenn es noch weitere vier Wochen dauern sollte bis dahin.

Während es im gesellschaftlichen Bereich
bei dem wenig erquicklichen Zustand bleibt wie gehabt, der zudem eher noch schlechter als besser wird; da man von falschen Rezepten nicht lassen mag, solange ma noch Doktor spielen darf.

Soviel  zum Thema Wetter
und dem eingeschränkten Wohlbefinden. Um aber den Schwung zu nutzen und einen Schwenk zu machen, hier ein Griff in die Januar-Kiste und ein paar Sätze in Sachen Identität
~~v^v~~

Identität ist ein starker Faktor,
der - sofern vorhanden - Sicherheit gibt und Stärke verleiht und ebenso vor all zu großen Torheiten bewahrt.

Denn Identität schützt vor allem
vor falschen Identifikationen. Oder um mit Jowo Goethe zu sprechen - Eines schickt sich nicht für alle. Sehe jeder, wie er's treibe, sehe jeder, wo er bleibe, und, wer steht, daß er nicht falle.

Vive la différence also
und nicht One Size fits all. Identität ist jedenfalls keine Massenware und auch nicht über eine alberne Medienkampagne wie vor einiger Zeit namens Du-bist-Deutschland zu vermitteln oder zu verabreichen.

Noch dazu, wo die ganze Kampagne
doch mehr verlogen und destowegen auch nicht ernst zu nehmen war, da es nicht um wirkliche Identitäten ging, sondern um Patchwork- und Plastik-Identitäten, die linke Idiologen und Sozialingenieure  jungen Leuten heute auf die Schnelle als (eine tragfähige, belastbare) Identität verkaufen wollen.

Identität heißt,
daß man mit sich soweit im reinen ist und zu dem auch stehen kann, was man sagt, tut oder ist.

Und so meint Identität 
in erster Line eines - Werde der du bist !


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|/| 161. |\|
 



Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,
der froh von ihren Taten, ihrer Größe
den Hörer unterhält und, still sich freuend,
ans Ende dieser schönen Reihe sich
geschlossen sieht! Denn es erzeugt nicht gleich
ein Haus den Halbgott, noch das Ungeheuer:
Erst eine Reihe Böser oder Guter
bringt endlich das Entsetzen, 
bringt die Freude der Welt hervor.

Johann Wohlklang von Goethe
-  Iphigenie I, 3. (Iphigenie)




... Musikspur: Marcus Miller, Miles Davis - Conchita Lament / Music for Siesta ...





Donnerstag, 21. März 2013

... Slumisierung und andere Themen der Zeit


°~/~^v^~\~°

Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 20. 3. 2013 -


°~/~^v^~\~°



Weiß gar nicht, was heute
für ein Tag war .- vielleicht Weltwaldtag ?  Quatsch, nix von der Uno dekretiertes oder deklariertes mit progressivem Verheißungs- oder Symbolcharakter.

Eher was ganz althergebrachtes,
schon irgendwie reaktionäres, also ein Datum, das bei den Altvorderen hoch im Kurs stand, weil es ja einen ganz besonderen Tag markiert, den es nur zweimal im Jahr gibt, nämlich den Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche, der zumindest kalendarisch als Frühlingsbeginn gilt.

Davon wird aber heutzutage
abgesehen von einer kleinen Zeitungsnotiz weiter nicht groß Aufhebens gemacht, also keine Feier, keine Zeremonien, keine Rituale, somit nichts, was Leute in nennenswerte Zahl zusammenbringt, wenn man von den paar Neuheiden mal absieht, die sich an den Externsteinen versammeln, um dieses Datum als magischen Durchgang im Jahreslauf festlich zu begehen.

Was eigentlich schade ist,
weil der moderne Mensch sich heute mehr und mehr von den natürlichen Rhythmen entfernt und ja auch freizumachen versucht, aber angesichts des nicht endenwollenden Winters in diesem Jahr wohl zu verschmerzen ist.

~~v^v~~

Wollte eigentlich paar treffende
Gedanken in Sachen Identität nachschieben, wo dies hierzulande doch langsam Thema wird und Thema werden muß, da die Hamlet-Frage immer öfter wie ein Menetekel vorm Zukunftshorizont aufscheint.

Aber diese muß ich erst mal zurückstellen,
da mir zwischenzeitlich einzwei bornierte Holzköpfe in die Quere gekommen sind, die wie ein Störsender den Denkapparat in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. 

Stattdessen nun ein kleiner Ausblick
in Sachen Themen, was in nächster Zeit hier im Neue-Spryche-Blogg zur Sprache kommen könnte. 

~~v^v~~

Über Themenkreise -
Platzhirsch-Syndrom, den schmutzigen Faktor, die allwaltende Dekadenz wie auch die immer mehr um sich greifende Slumisierung und nicht zu vergessen die Pappnasen aus dem medialen Dorf, also der ein oder andere Prommmi aus Kultur und Polletik, die sich zum modernen Adel, dem großen oder kleinen Jetset zählen dürfen.




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][ 159. ][



Bevor die Leute
nicht aus ihren albernen, 
abgeschaßten Jeans 
herauskommen, 
wird sich in Deutschland 
wie auch in Europa 
nichts 
 grundlegend ändern.





 

... Musikspur: Passacaglia Andante - Frank Bungarten ...

Freitag, 28. Dezember 2012

... und am Arsch die Räuber


Aus der großen Gugel-Galerie: eo und so





Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 27. 12. 2012 -

Wenn das Jahr
schon spürbar am Ausklingen ist und die Rauhnächte über dem Land liegen, darf es auch ruhig etwas derber zugehen. Zumal alle Beschönigungen angesichts der Lage unangebracht sind und - sofern verwendet - ja auch gleich auf Propaganda schließen lassen.

Und wie gerade geschehen
zu infamen Verdrehungen der realen Situation führen können. Wenn das kein Indiz ist ... zb. dafür, daß von oben nichts zu erwarten ist. Was wirklich geschieht, rührt sie nicht, denn sie haben ihre Agenda.

Aber weiter möchte ich
meinen Gedanken nun nicht freien Lauf lassen, doch dafür einen Halde-Text von November reinrücken, der auch gleich mit eim passenden Stichwort einsetzt - 


Kalt am Arsch vorbei.
Eine ziemlich treffende Umschreibung in Sachen Ignoranz. Ja, so ist das heute nun einmal - in Zeiten der kommunikativen Überfülle und des medialen Overkills. Den Leuten geht praktisch alles kalt am Arsch vorbei, sofern es sie nicht gerade selbst betrifft. Oder ihren Geldbeutel.

Die allgemeine Wurschtigkeit eben; 
man kann ja doch nichts ändern, was soll ma sich da ins Zeug legen. Und die da oben machen sowieso, was sie wollen und mit ihrem Amtseid haben sie auch nichts weiter am Hut, reden sie doch seit einigen Jahren immer nur von den Menschen in Deutschland, damit sich bloß keiner, auch wenn er sich erst seit wenigen Tagen im Lande befindet, ausgegrenzt und somit diskriminiert fühlt.

Weltoffenheit also um jeden Preis
und als neue Heilslehre sozusagen anstelle von Identität oder besser als Ersatz für eine ehemals deutsch begründete Identität, somit eine neue 'Identität', die sich auf die ganze Welt ausdehnt und prinzipiell niemanden ausschließt, woher er auch sein mag.

Bei dieser Entwicklung
darf man nun wirklich gespannt sein, wie lange das den Leuten wirklich noch kalt am Arsch vorbeigeht ?  Denn mehr und mehr dürften sie nun realisieren, daß die Situation schon eine ganz andere ist als gedacht, und schwerlich auf Dauer zu ignorieren.

Die - um im Jargon zu bleiben -
mit drastischen Worten sich am besten noch so bezeichnen läßt - am Arsch die Räuber.



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° : .  157.  . : °



Ich kann im Hirn des Menschen 
über Indoktrination und dauernde Belehrung 
Strukturen aufbauen, 
die diese Menschen
gegen ihre Eigeninteressen 
und gegen die Interessen ihrer Gemeinschaft 
handeln lassen.

Irenäus Eibl-Eibesfeld,
Verhaltensforscher



... Musikspur: Shakira - Donde están los Ladrones ? ...

Donnerstag, 14. Juni 2012

Fahnen und Fußball ...





Ost-Ennerich (VSE)
 - Mi - 13. 6 2012 -

Flagge zeigen
ist in diesen Tagen mal wieder in; nun, alles andere als verwunderlich, denn König Fußball hat für einige Wochen das Szepter übernommen und lädt zu emotional aufpeitschenden Gemeinschaftserlebnissen, die auch schon gleich zu Beginn enorm nachgefragt sind, - über eine halbe Million auf der sogenannten Fänmeile in Berlin waren`s ja schon beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal. 

Pablick Vjuing allerorten,
wie das heute bei den Modernisten so heißt, also Volksgucken einmal bewußt unelegant dem eigentlichen Sachverhalt nach übersetzt.

Schon allein daß so viele sich versammeln
und eim Ereignis entgegenfiebern, für das sie sich einen positiven Ausgang herbeisehnen, dh. auf Sieg und Triumph der eigenen Mannschaft hoffen, schafft Gemeinschaft und ergibt damit die Voraussetzung zur Bündelung von Emotionen. Was ja immer ein starkes Erlebnis ist, vor allem in zerrissenen Zeiten.

Aber diese Emotionen brauchen natürlich
neben Gesten und Begeisterung auch Symbole, die den damit verbundenen Gefühlen überdeutlich Ausdruck verleihen, wie wehende Fahnen zB. und eben auch, daß man selbst solche Abzeichen trägt oder Körper und Gesicht mit den eigenen Nationalfarben schmückt und so seine Zugehörigtkeit zur eigenen Mannschaft wie auch der Nation, für die diese antritt und im Wettbewerb steht, für alle sichtbar mit großer Leidenschaft bekundet. 

Warum auch nicht.
Ein Fähnchen am Auto kündet von Mitfiebern und Zugehörigkeit. Und wo in anderen Zusammenhängen ein solch öffentliches Bekenntnis bei Meinungsmachern und Volkspädagogen eher Befremden auslöst, weicht der Michel halt eben auf Fußball aus, um sich in schwierigen Zeiten wenigstens eines Anscheins von Identität zu versichern.

Und bis auf wenige notorische Miesepeter
und deren schnell handgreiflich werdende Zöglinge will ihm auch keiner den Spaß verderben, denn all die anderen in anderen Ländern, die sich zu den Spielen ihrer Mannschaft versammeln, halten‘s nicht anders. Natürlich feiern sie auf diese Weise nicht allein ihre Mannschaft sondern vor allem ihr Land, für das diese antritt und dem sie sich zugehörig fühlen.

Und die BILD
hat auch schon längst das Okay gegeben, titelt sie doch in diesen Wochen bevorzugt mit schwarz-rot-geil. Was wohl suggerieren soll, daß schwarz-rot-gold schon etwas Geiles an sich hat. Mag sein, zumindest redet man heute so, um den (jungen) Leuten eine Sache schmackhaft zu machen. 

Womit wir wieder am Anfang,
also bei schwarz-rot-gold gelandet wären. Wie schon hier und woanders ausgeführt neige ich eher dazu den Akzent auf die vulkanische Symbolik zu legen.

Der Stromboli zu nächtlicher Stunde
hat mir da vor Jahren mal eindrucksvoll die Augen geöffnet. Aber da ich nicht wußte, ob das nur so eine komische ID von mir salbisch war oder doch womöglich gar nicht so wenig mit Deutschland und dem deutschen Charakter zu tun hat, konnte ich mir es nicht verkneifen einmal in Richtung schwarz-rot-gold + vulkanisch zu gugeln.  

Bin dann auch gleich auf Anhieb
fündig geworden und unter anderem auf folgende interessante Stelle gestoßen - den ersten Bundeskanzler, also Konrad Adenauer betreffend; und das in eim lesenwertem Porträt, das in einer alten Ausgabe des SPIEGEL zu finden war.

Wär es in der FAZ gestanden,
hätte ich es wohl nicht aufgetan, denn die verlangt für einen einzigen ihrer alten, abgehangenen Artikel ja mehr wie für eine ganze Zeitung, wenn sie am Morgen frisch beim Zeitschriftenhändler ausliegt, also 2 wenn nicht gar 3 Euro.

Wenn das nicht unverschämt ist,
dann verzichte ich lieber auf den Artikel. Sollen die Fazkes von FAZ ihre Artikel doch selber lesen. Lenkt zwar von Thema ab, konnte ich mir aber nicht verkneifen. Nun aber das Zitat:

Der kölsche Singsang wirkt -
auch das kam Adenauer zugute - gemütlich und nie tödlich verletzend. Und da der "Alte" seinen pfiffigen Humor schlagfertig einzusetzen verstand, hatte er die Lacher oft auf seiner Seite.

Gelassenheit, Schlagfertigkeit und Humor
schätzten die Zeitgenossen an ihm - und seinen Charme. "Er kann (wenn er will) jeden gewinnen, Frau oder Mann, Greis oder Kind, wie er (wenn er will) auch jeden abstoßen kann: eisig, starr, fremd, hochmütig, rücksichtslos", schrieb der Journalist Josef Müller-Marein.

Denn neben dem charmanten,
dem humorvollen, dem staatsmännisch gelassenen Adenauer existierte ein ganz anderer, den Hans-Peter Schwarz, einer der besten Kenner des "Gründungskanzlers", in einem sehr lesenswerten Essay so beschrieben hat*:

"Der vulkanische,
manchmal zu unkontrolliert impulsiven, ungeduldigen, von irrealem Wunschdenken oder von dumpfen Befürchtungen bewegte, egozentrische, der Boshaftigkeit und Rachsucht fähige Adenauer."


http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-45964816.html

Keine Frage,
es gibt bei Adenauer einen vulkanischen Aspekt, was aber nicht so sehr verwundern muß, da der Name eben in Richtung Eifel verweist … 



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.:| 151. |:.


morgen

ist

heute   gestern




Zu diesem Thema
hat es dann noch einen interessanten Beitrag im Raucherclub. 


… Musikspur. Witthüser und Westrupp - Zu den Jahreszeiten …

Mittwoch, 27. April 2011

... für ein Linsengericht

Ost-Ennerich (VSE)
26. 4. 2011, Di

Muß dem kleinen Exkurs
in Sachen Dummheit dann noch ein Kapitelchen anfügen. Ist vom 10. 4.

Wenn die Leute heute
nicht so dumm oder besser so verblödet wären, würden sie eher etwas begreifen, etwa, daß ma seine Identität bewahrt und diese nicht für ein Linsengericht aufgibt und anknabbern läßt, um anschließend mit einer massiven Identitätskrise gestraft zu werden.

Und ebenso daß man sich
nicht so leicht aus der Tradition kegeln läßt, wie auch daß ma wieder begreift, daß mit dem Individuum nicht die oberste Stufe erreicht ist und es noch ein paar Stufen darüber gibt.

Mögen es herausragende Männer sein,
und das sind sie auch gewesen, die historische Prozesse beschleunigen und ihnen ansatzweise eine Richtung geben und ihrer Zeit ihren Stempel aufzudrücken vermögen; sie haben unbestritten ihren Anteil und Verdienst daran, wie Geschichte läuft und welche Richtung sie für eine Weile einschlägt.

Aber dennoch mit ihrer Präsenz
und Prägung allein läßt sich die Geschichte nicht begreifen bzw. deuten - die eigentlichen Akteure nämlich sind auf höheren Ebenen angesiedelt, denn Geschichte in ihrem zuweilen aberwitzigen Verlauf ereignet sich zwischen Völkern, die im Laufe von Jahrhunderten ihr Verhältnis zu einander bestimmen und verändern; und weniger zwischen politischen Protagonisten mit eim begrenzten Wirkungszeitraum von bestenfalls wenigen Jahrzehnten.


Das Problem der Dummen
ist salopp gesagt, sie glauben den dummen Sprüchen, die man extra ersonnen hat, um sie einzulullen, anstatt etwas tiefer zu schauen und bei den vorgeblichen Freunden aber effektiven Widersachern Strategie und Methode abzukupfern
.


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:|110.|:

Das Leben ist nicht gerade
besonders gnädig zu denen,

die immer schön brav
oder zumindest viel zu lange
brav geblieben sind.


Wo man auch hinschaut,
überall sind Idiologen am Werk und dazu noch die unvermeidlichen Netzwerke.


... Musikspur: Georges Moustaki - Le Voyage ...

Dienstag, 16. November 2010

- nichts neues unter der Sonne

Ost-Ennerich (VSE)
15. 11. 2010 - Mo

So was wie Hyksos
hat es schon vor 4000 Jahren gegeben und in Conans Tagen, den geschichtlich nicht überlieferten Zeiten, war es sicher ebenfalls kein unbekanntes Phänomen, eher in gewissen Abständen immer mal an der Tagesordnung.

Daß wir heute wieder
damit konfrontiert werden, hat also mit dem Lauf der Geschichte zu tun, dh. mit Dummheit, Dekadenz usw. wie auch mit Strategien und Erobererlust. Von daher muß ma wohl mit dem schlimmsten rechnen.

Es ist, als wollte die Natur
wegen großen Ungehorsams Rache nehmen. Und um es uns so richtig zu zeigen, schickt sie uns ihre primitivsten Schergen, damit wir wieder lernen, was Zusammenhalt ist und Fruchtbarkeit und Durchsetzungskraft. Als eine gar heftige und schmerzhafte Lektion, die sich auf längere, womöglich für lange Zeit hinziehen kann.

Vielleicht ist das Planungszentrum
aber auch einige Stufen niedriger anzusiedeln ? Wer wejß ? In dieser Richtung gibt es schließlich auch einige schillernde Theorien. Nun, wo die Wahrheit nicht zweifelsfrei geschaut werden kann … und die Klarheit dem Nebel weicht, beginnt das Feld der Spekulation.

Oder ist es eine Art von natürlicher Erschöpfung,
weil auch Kulturen altern und vergehen wie Oswald Spengler wortgewaltig in seim geschichtsphilosophischen Epos ‘Der Untergang des Abendlandes’ diagnostizierte. Überstehen wirklich keine Kulturen und damit auch keine Völker jenen ominösen von ihm gesetzten Zeitrahmen von 800 bis 1000 Jahren, ohne ihre Identität einzubüßen und ihre Überlieferung größtenteils über Bord zu werfen, wäre hier die Frage.

Oder doch eine gezielt
ins Werk gesetzte Maßnahme, eine Infizierung mit schädlichen Keimen bei gleichzeitiger Lähmung des Immunsystems ?

Auch wenn die Frage
heute nicht beantwortet werden kann, zukünftige Jahrhunderte werden es wissen. Wenn sie denn dann noch derlei Fragen nachgehen.

Und ansonsten gilt - nichts neues unter der Sonne also.

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:: 81. ::

Je moderner die Welt wird,
umso mehr wird sie auch wieder
zur Wildnis.


In den Raucherclub lohnt es sich auch mal wieder zu klicken.

Denn da gibt es einen ziemlich geharnischten Text mit dem Titel:
Raubrittermethoden.



... Musikspur: Saturn - Holst / Die Planeten (London Phil.) ...

Dienstag, 31. August 2010

Alles-ist-eine-Soße

Ost-Ennerich (VSE)
30. 8. 10 Mo


Wenn in einer ungemein verlogenen Zeit
die obwaltende und alles durchdringende Lüge und kunstvoll gepflegte Heuchelei selbst in den Fokus gerät und zum Thema wird, dürfte es spannend werden. Dann werden auch die Verarschten sich endlich zu Wort melden und zu Protokoll geben, daß ma sie immer nur verarscht und vorgeführt hat und daß sie es nun, nein schon längst überaus leid sind, den Kopf weiter hinzuhalten und die falschen Entscheidungen der ausländerbesoffenen Politiker auszubaden.

Die stromlinienförmigen Lackaffen
und systematischen Verkleisterer werden dann erst einmal dumm dastehen, so ist zu vermuten, da ihr schwalliger, volkserzieherischer Sermon nicht mehr sonderlich gefragt ist und sie sich nun selber fragen müssen, ob sie mit eim kühnen Sprung in die Wirklichkeit den idiologischen Sumpf hinter sich lassen sollen oder ob sie weiter die Fahne der Verlogenheit und der Verkleisterung hochhalten wollen.

Irgendwann, valleicht sogar schon demnächst,
wird ein solcher Tag heranziehen. Denn die Lüge - und sei sie im Verbund mit der Repression - vermag nichts Dauerhaftes zu bauen außer riesigen Kartenhäusern, die, wenn sie mal einen ernsten Schlag von eim guten Rammbock erfahren, zumeist in toto in sich zusammenstürzen.


Vor genau einer Woche geschrieben,
da aber noch unschlüssig gewesen, ob nicht zu sehr voranpreschend und dahero auf Halde belassen. Inzwischen überschlagen sich ja die Meldungen. Viel Wirbel um einen Namen. Sarrazin, Sarrazin, Sarrazin. Die einen verspüren Hoffnung, (ja, Sarrazin - find ich gut !) während die anderen regelrecht kochen und vor Wut schnauben.

Jetzt soll er medial erledigt werden -
die Brandzeichen wurden schon ins Feuer gelegt, mit denen er nun gebrandmarkt werden soll. Die Alles-eine-Soße-Fraktion macht gegen einen Identitären mobil, der die Identität für einen wesentlichen Faktor und für eine Konstituente hält, die neben eim vitalen Selbstbewußtsein auch eine größere Stabilität und damit Zukunft gewährleistet.

Eigentlich nur eine Binsenwahrheit,
die man überall dem Leben ablauschen kann, aber in diesen Tagen ein rotes Tuch und großes Tabu für die indoktrinierten Nivellierer darstellt, die Beförderer heranziehenden Unheils. Das unvermeidliche Chaos wird am Ende Klarheit bringen, denn während all der zu erwartenden Turbulenzen wird ein jeder gezwungen werden, Farbe zu bekennen.



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|-69.-|

You can fool
all the people
some of the time,
and some people all the time,
but never all the people
all of the time.

Abraham Lincoln.

Man kann alle Leute
einige Zeit zum Narren halten,
manche auch für immer,
niemals aber alle Menschen für
alle Zeit.



Hätte da noch einen schönen Verweis mit dem ansprechenden Titel: Schöne Raucherin.

...Musikspur: Patti Smith - Elegie / Horses...