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Freitag, 16. Dezember 2011

... Ordnung und Chaos ...




Ost-Ennerich (VSE)
15. 12. 2011 - Do

Wenn die Ordnung
und die Verläßlichkeit und damit auch die Sicherheit schwindet, wird es über kurz oder lang unbehaglich und man beginnt sich damit zu beschäftigen.

Wie kommt das ?  Und was läßt sich dagegen tun ?  Wie muß ich mich darauf einstellen und wie am besten reagieren ?  Das ist die Frage und die Quelle des Unbehagens zugleich.

Wenn gewohnte Sicherheiten
brüchig werden, hat man mindestens ein Problem, und das bedeutet für eine gewisse Zeit jedenfalls gehörig Streß.

Eine Konstellation,
die nicht sonderlich beliebt ist, aber nun einmal dazugehört und immer wieder vorkommt, im kleinen wie im großen, dh. im individuellen wie im gesellschaftlichen Leben.

Ein solcher Streßtest
steht uns im großen ja erst noch bevor. Es reicht aber schon, wenn ma dieses Szenario nur begrenzt auf elektronische Gerätschaften, mit denen man seine Gedanken organisiert und ordnet und mit der Außenwelt (der Affenwelt)  in Verbindung tritt.

Kennt wohl jeder,
der schon mal ernsthafte Computerprobleme hatte. Es ist nicht sehr lustig wenn der Compu verrückt spielt und andauernd Zicken macht, weil sich ein vermaledeites Virus eingeschlichen hat.

Dann geht zeitweise gar nichts mehr,
an ein geregeltes Arbeiten ist nicht zu denken, wenn ma nicht mehr oder nur zu erschwerten Bedingungen an seine Dateien herankommt.

Und dann noch feststellen muß,
daß sich von den aktuellsten Dateien sich einige in ziemlichen Datenmüll verwandelt haben, sofern sie überhaupt noch zu öffnen sind und sich nicht ganz bis auf den Namen ins digitale Nirvana verflüchtigt haben. Da wird einem von eim Moment zum anderen die Virtualität der virtuellen Welt wieder um so deutlicher bewußt.

Aber so viel anders
stellt sich die Problematik auf der realen, dh. gesellschaftlichen Ebene auch nicht dar; wenn dort die gesellschaftlichen Programme nicht mehr laufen oder greifen oder eben so richtig aus dem Ruder laufen, dann ist es für unbestimmte Zeit mit der Ruhe und den gewohnten Abläufen vorbei

Einen Schluß-Spruch
hat es heute nicht, denn dieser steht ja schon  fett und breit ja  ganz oben. Ist der für April in den KALENDER-SPRÜCHEN 2012 von Eo. Den Kalender gibt’s im LI-LA Literatur-Laden, aber man kann diesen ja auch bestellen …



Auch so Fragen ….


Hier noch ein Bild von meim neuen Aufkleber in den Farben schwarz-rot-gold







... Musikspur: Al Di Meola - Spanish Eyes / Splendido Hotel ...



Dienstag, 17. Mai 2011

Von der Formlosigkeit …

Ost-Ennerich (VSE)
16. 5. 2011, Mo

Dekadenz ist auch,
wenn die Verläßlichkeit nachläßt und die Zuverlässigkeit mehr und mehr der Lässigkeit und Indifferenz weicht.

Wenn die Leute
heute etwas zusagen und morgen aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen dann doch absagen, ist ma schon mal geneigt zu denken, na, den da oder die eben kannste auch in der Pfeife rauchen - den Mund spitzen und dann doch nicht pfeifen.

Wie lächerlich,
eben Worte ohne Wert wie ein ungedeckter Scheck, auf die ma fürderhin keinen Pfifferling mehr gibt. Aber dergleichen unverbindlichen Äußerungen liegen im Trend und werden stilbildend, obwohl in diesem Zusammenhang von Stil nicht die Rede sein kann, wenigstens nicht von gutem.

Ein Nämliches gilt
von den Umgangsformen, denn auch da hat sich über die Jahrzehnte einiges zurückentwickelt und wo früher feste Konventionen vorherrschten, ist heute vielfach eine unverschämte Direktheit an die Stelle getreten, die einem gleich mächtig auf die Pelle rückt.

Man könnte auch sagen
Manieren Glücksache. Aber so ist nun einmal der Weg der Dekadenz: Von der Formlosigkeit zur Barbarei. Und die Direktheit des Räubers
hält so nach und nach dann im Alltag Einzug und feiert fröhliche Urständ.

Tja, das eine zieht eben
das andere nach sich. Aber gerade diesen Nexus muß man erst mal begreifen. Doch für solche eher einfachen Einsichten fehlt es all den Technokraten, Politikern, Funktionären und Staatsbediensteten schlichtweck an Horizont.



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%° 113. °%

Manche Menschen
haben einen Horizont

mit dem Radius null.
Und den nennen sie
ihren Standpunkt.



In Sachen räuberische Direktheit geht's hier in eim Apho-Blogg-Beitrag noch a weng weiter.

... Musikspur: Al Di Meola - Alian Chase on arabian Desert / Splendido Hotel ...