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Donnerstag, 28. Mai 2015

Komische Fragen

Eo Scheinder - Komische Fragen


Ost- Ennerich (VSE)
- Mi - 27. 5. 2015 -



Wenn ich doch nur wüßte,
warum  dem Neue-Spryche-Blogg aus Usa und ebenso aus Rossija und dann - wenn auch etwas geringer - von den Chinusen  soviel Zuspruch entgegenschlägt ?!  

Können die denn so gut
deutsch, daß sie der eolischen Gedankenführung folgen können oder werden die einfach nur von den Bildchen angezogen ? 

Oder sind das bloß

irgendwelche Bots und Robobots, die immer nur pausenlos Daten fressen wie ein Regenwurm, der sich durchs Erdreich wühlt ? 

Halt, drei Burschen
waren ja auch darunter, die voll abgeräumt haben, jeweils Stücker 90 Seiten. Aber Buchbestellung - Fehlanzeige !

Tja, komische Fragen,
die wie viele andere letztendlich unbeantwortet bleiben werden.

Aber mit Compu, Inet und
der Chipsierung ist die Welt zu eim immerfort summenden und brummenden Bienenkorb von wahrlich gigantischen Ausmaßen geworden.

Kein Wunder,
daß bei eim solch stressigen Übermaß an Schwingungen und Überlagerungen immer mehr Menschen in den hypermodernen Zonen der Erde sich selbst und ihren ureigenen Regungen und Instinkten zunehmend abhanden kommen und mehr und mehr in die Irre gehen, also regelrecht verrückt werden.

Ja, genau - ver-rückt werden ! 
Wie zutreffend und stimmig die Sprache doch nun einmal ist ! 

Sie machen es weniger
selbst, sondern es ist etwas, was mit ihnen geschieht.

Und die Beeinflussungen und
Manipulationen durch Werbung, Medien und Ssinktänk-Spin(nen)doktoren sind schließlich ziemlich allumfassend und flächendeckend, daß es eines starken Magens wie auch eines wachen Verstandes bedarf, um nicht von diesen geschickt plazierten Memen infiziert bzw. überrumpelt zu werden.

Denn das Ver-Rücken,
also das zielstrebige Verrückt-machen geschieht zweifelsohne durch andere und zwar mit Absicht und unschönen Hintergedanken.

Oder um mit Shakespeare
anzustoßen, dh. zu sprechen - Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.

 
Dergleichen gab es also 

auch schon in früheren Zeiten.

Das soll aber nicht 

der letzte Spruch gewesen sein; einen hab ich noch. Und zwar stammt dieser aus der Serie: Geschichten in einem Satz


 .

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:.:  20?. :°:


 Die riesige Filmkuh hatte 
die ganze Straße eingenommen
und ließ keine Passanten mehr durch.




 … Musikspur: Rolling Stones - Moonlight Mile / Sticky Fingers …



Freitag, 16. Dezember 2011

... Ordnung und Chaos ...




Ost-Ennerich (VSE)
15. 12. 2011 - Do

Wenn die Ordnung
und die Verläßlichkeit und damit auch die Sicherheit schwindet, wird es über kurz oder lang unbehaglich und man beginnt sich damit zu beschäftigen.

Wie kommt das ?  Und was läßt sich dagegen tun ?  Wie muß ich mich darauf einstellen und wie am besten reagieren ?  Das ist die Frage und die Quelle des Unbehagens zugleich.

Wenn gewohnte Sicherheiten
brüchig werden, hat man mindestens ein Problem, und das bedeutet für eine gewisse Zeit jedenfalls gehörig Streß.

Eine Konstellation,
die nicht sonderlich beliebt ist, aber nun einmal dazugehört und immer wieder vorkommt, im kleinen wie im großen, dh. im individuellen wie im gesellschaftlichen Leben.

Ein solcher Streßtest
steht uns im großen ja erst noch bevor. Es reicht aber schon, wenn ma dieses Szenario nur begrenzt auf elektronische Gerätschaften, mit denen man seine Gedanken organisiert und ordnet und mit der Außenwelt (der Affenwelt)  in Verbindung tritt.

Kennt wohl jeder,
der schon mal ernsthafte Computerprobleme hatte. Es ist nicht sehr lustig wenn der Compu verrückt spielt und andauernd Zicken macht, weil sich ein vermaledeites Virus eingeschlichen hat.

Dann geht zeitweise gar nichts mehr,
an ein geregeltes Arbeiten ist nicht zu denken, wenn ma nicht mehr oder nur zu erschwerten Bedingungen an seine Dateien herankommt.

Und dann noch feststellen muß,
daß sich von den aktuellsten Dateien sich einige in ziemlichen Datenmüll verwandelt haben, sofern sie überhaupt noch zu öffnen sind und sich nicht ganz bis auf den Namen ins digitale Nirvana verflüchtigt haben. Da wird einem von eim Moment zum anderen die Virtualität der virtuellen Welt wieder um so deutlicher bewußt.

Aber so viel anders
stellt sich die Problematik auf der realen, dh. gesellschaftlichen Ebene auch nicht dar; wenn dort die gesellschaftlichen Programme nicht mehr laufen oder greifen oder eben so richtig aus dem Ruder laufen, dann ist es für unbestimmte Zeit mit der Ruhe und den gewohnten Abläufen vorbei

Einen Schluß-Spruch
hat es heute nicht, denn dieser steht ja schon  fett und breit ja  ganz oben. Ist der für April in den KALENDER-SPRÜCHEN 2012 von Eo. Den Kalender gibt’s im LI-LA Literatur-Laden, aber man kann diesen ja auch bestellen …



Auch so Fragen ….


Hier noch ein Bild von meim neuen Aufkleber in den Farben schwarz-rot-gold







... Musikspur: Al Di Meola - Spanish Eyes / Splendido Hotel ...



Freitag, 15. Juli 2011

Auflösungserscheinungen

Ost-Ennerich (VSE)
15. 7. 2011 - Fr

Nach einer längeren Pause,
die Frauen-WM so ziemlich abgehakt und eben kein Sommermärchen geworden, will ich doch nun endlich einen Text vom Juni nachschieben. Teils ist auch der Compu schuld, denn der hat gelegentlich ja auch seine Zicken und spurt halt nicht immer wie ein Lämmchen.

Auflösungserscheinungen.
Überall Auflösungserscheinungen, egal wohin ma nur schaut. Ob Euro, Parteien, Homogenität, Ordnung, Moral, Bildungssystem usw. usf.

Alles irgendwie am Zerbröseln,
als wären die unermüdlichen loriotschen Steinläuse unterwegs.

Jetzt will man schon
den Erstkläßlern im Schulunterricht die Normalität des Abweichenden eintrichtern und sie übers Schwulsein und über die vielfältigen sexuellen Praktiken aufklären. Wahrscheinlich um ihnen schon von klein auf unbegrenzte Tolleranz nach allen Seiten einzubleuen.

Hat man denn nicht
im großen Stil die Jugend den Geschäftemachern, Verführern und Verderbern ausgeliefert und nicht wenige nachhaltig auf Abwege und ins Verderben geführt, ohne daß sich groß Protest geregt oder gar ein Umdenken eingesetzt hätte ?

Nein, das geht weiter ungebremst
seinen verhängnisvollen Gang. Derzeit sind es Castingsshows, die die Jugend zu zehntausenden verrückt macht.

Das kommt mir vor
wie eine Lotterie, bei der anstatt mit Zahlen mit Menschen gespielt wird. Und nun will man schon bei kleinen Kindern ansetzen, um sie gleich bei Schulbeginn für die multikulturelle und multisexuelle Gesellschaft umzupolen.

Mein lieber Scholly,
die schrecken anscheindend vor nichts mehr zurück und Liebermann kommt mir in den Sinn, … kann gar nicht soviel fressen, wie ich …

Denke mal,
eine solche Haltung ist gegenüber den Internazis ebenso angebracht.

---bitte die Schriftgröße entschuldigen, aber auch nach dem 10. Versuch krieg ich hier weder die gewünschte Schrift noch die passende Schriftgröße hin--- I give it up.




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°| 120. |°

Was du ererbt
von deinen Vätern,
erwirb es,
um es zu besitzen.

Und wo da schon
ein grundsolider, leider derzeit wenig geachteter Spruch von Jowo Goethe hier steht, dürfte ein Verweis auf den Zauberlehrling nicht allzu weit hergeholt sein.


... Musikspur: Miles Davis - Time after Time ...


Donnerstag, 23. September 2010

Gumschen-Deutsch

Ost-Ennerich (VSE)
22. 9. 10, Mi

Neulich mal in der Grantl-,
äh Prantl-Zeitung, also in der Süddeutschen, (die ich schon gar nicht mehr les, geschweige denn kaufe, ebenso wie Die Zeit - ist rausgeschmissenes Geld) einen Satz aus eim Kommentar herausgepickt (via DLF-Presseschau), der wohl so etwas wie eine Pointe sein sollte oder als der zielführende Ratschlag an die stümperhaften Politiker verstanden werden wollte.


Vor allem aber müssten Schulen,
in denen es besonders viele leistungsschwache Schüler gibt, endlich die Mittel und die Hilfe bekommen, die diese brauchen, um besser zu werden.


Hört sich doch ziemlich mausig an,
oder etwa nicht ? Eine Darlegung und Argumentation, wie für die Sendung mit der Maus gemacht, wenn ma den Kindern nur die Sache mit den Mitteln noch mal extra erklären würde. Doch davon später; erst einmal zurück zu diesem ominösen Satz.


Wer soll denn jetzt besser werden -
die Schulen oder die Schöler ? Und vor allem wie, mit welchen Mitteln außer daß der Staat, dh. der Steuerzahler in Millionenhöhe Mittel abdrücken soll Jaja, wenn einer (sagen wir von der öffentlichen Hand) sagt, er habe keine Mittel, so meint er fast immer, es hapert an der Kohle, also am Kies, am Schotter, am Zaster, an den Penunzen, der Knete, den Kröten, dem Pulver, dem Moos, der Asche, eben am Geld oder im schönsten Bürokratendeutsch ausgedrückt - an den Zahlungsmitteln.

Denn aus dieser gravitätischen Verbindung
haben sich dann irgendwann die Mittel abgelöst bzw verselbständigt. Nun, die Sprache hat mitunter recht eigentümliche Kapriolen auf Lager, etwa daß aus eim Spezialwort irgendwann ein recht umfassender Begriff entsteht und der dann ein Eigenleben entwickelt, wie es mit der berühmten ‘Maschine’ geschehen ist.

Die Maschine also als ein ziemlich stationäres,
zumeist kompaktes und schweres Konstrukt zur Erledigung komplexer Abläufe in Rekordzeit ist im letzten Jahrhundert irgendwann regelrecht abgehoben aller technikbedingten Schwere zum Trotz und fliegt seitdem munter durch die Lüfte von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent. Oder wie heißt es so lässig im Fliegerjargon - Mit welcher Maschine fliegen Sie ? Mit der um 17 Uhr oder der um 19.15 Uhr ?

Mutet einem irgendwann drollig an,
wenn ma mal eine längere Weile darüber nachdenkt. Aber auch in diesem Fall ist genau das gleiche eingetreten wie im vorherigen. Zuerst war da eine Verbindung und dann wurde im Laufe der Zeit der bestimmende Wortteil einfach weckgelassen und schwuppdiwupp - aus der Flugmaschine wurde die ominöse Maschine, die man bei Bedarf dann einfach nimmt, um an sein Ziel zu kommen.

Es gibt natürlich noch andere Maschinen,
die vor allem unter schwer oder toll firmieren; das sind die besagten heißen Öfen, die auf nur zwei Rädern ihre gesamte Kraft entfalten. Ja, ma kann zuweilen sogar Menschen dahinter verorten, solche die sich einer Sache total verschrieben haben wie dem Kampf oder dem Sex. Da war doch mal so ein einschlägiger Songtitel von eim schwarzen Macho-Mann. I’m a Sex Machine, ef ég hef ekki rangt fyrir mér ...

Und daß die Maschine so wichtig
und vor allem so selbstverständlich geworden ist, sagt vor allem eins - Wir leben eben im Maschinen-Zeitalter. Wo früher Menschen waren und Gefolge und Bedienstete, sind heute mehr und mehr Maschinen getreten, die vieles genauso gut wenn nicht besser können und die im Normalfall auf Knopfdruck oder per Steuerungssignal funktionieren. Eingerichtet und eingestellt auf die Wünsche des Besitzers.

Der Herr gebietet den dienstbaren Geistern -
dominus vocat. servus advolat et intrat. Aha, der Herr ruft und der Sklave eilt herbei. Ist auch mit ein Grund, warum die Technik gerade heute in unseren demokratischen Zeiten so geschätzt und verehrt wird. Sie vermittelt eben diese besondere Haltung namens Verfügbarkeit. Es ist dieses nonverbale ‘Stets zu Diensten’, das die Geräte und Maschinen ausstrahlen; man wendet sich ihnen zu, geht zum Auto, dreht den Schlüssel herum und alsbald kann ma losdüsen.

Und damit alles wie am Schnürchen,
per Knopfdruck oder über eine anderen Form der Willensbekundung funktioniert, braucht es inzwischen fast bei allen Geräten und Maschinen der Unterstützung des Computers oder zumindest intelligenter Elektronik. Der Herr befiehlt und die Elektronen beginnen zu tanzen. So ungefähr müssen es auch die nerdigen Computerbastler und Software-Entwickler empfunden haben, die zumindest in den Pioniertagen noch so etwas wie eine letzte, wenn auch etwas verquere und linkische Männerdomäne darstellten; denn sie konnten es sich nicht verkneifen, ihre heimlich schlummernden Herrschaftsgelüste für ihren ureigenen Bereich, die Begriffswelt rund um den Compu, zum sprachlichen Standard zu erheben.

Ganz ungeniert griff man auf ziemlich brachiale Bezeichnungen zurück, um zB. die Hierarchie zweier Festplatten zweifelsfrei festzulegen - nämlich als Master änd Slave. Ein kleines Detail nur, aber ein sprechendes, bringt es doch das eigentliche Selbstverständnis jener Entwickler von damals zum Vorschein, die vor allem zwei Ziele verfolgten, eben die Wundermaschine zu schaffen und ihr zu gebieten. Und siehe da ! Das archaische Master-Slave-Verhältnis auf technologischem Wege aktiviert fasziniert die Gemüter. Und besteht nicht jede Computersprache in erster Linie aus Befehlen ?!



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<| 72. |>

Wenn man irgendwann feststellt,
daß ma über weite Strecken verarscht wurde,
sollte man sich klarmachen,
daß ma es da mit eim
großen Verarscher

zu tun hat.



Ein interessanter Artikel in Sachen Reinlegen hier.



… Musikspur: Al Stewart - On the Border / Year of the Cat …