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Mittwoch, 19. November 2014

Die Krise als Prüfung



Hier der letzte Spruch als Kalenderblatt

Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 18. 11. 2014 - 



Und genauso
könnte man auch sagen, Krise ist da, wo etwas in Bewegung geraten ist; was zuvor noch einigermaßen verankert, bzw. austariert war.

Und Krise ist natürlich auch,
wenn die Glaubwürdigkeit massiv erschüttert wird; dann nämlich wenn lange hochgehaltene Prinzipien und Wahrheiten sich als dreiste Lügen entpuppen, bzw. als solche entlarvt werden.

Dann ist, wie es
so degoutant heißt, wahrlich die Kacke am Dampfen, ganz egal ob nun in einer Ehe oder Beziehung oder in eim größeren oder im ganz großen Zusammenhang wie etwa auf Staatsebene.

Dann ist guter Rat teuer
und der gängige, nicht unwahre, nur leider etwas abgelaatschte Spruch, daß Krise auch gleichzeitig Chance bedeute oder besser Chancen eröffne - aber bloß weil die Not einen dann wendig macht, also aus Notwendigkeit - verfängt aufs erste auch nicht.

Doch nur dadurch kommt
der Schub, dh. der neue Schwung zustande, denn Krise heißt vor allem eins, nämlich Ende der Bequemlichkeit; und damit der Gemütlichkeit.

Und als zweites
vor allem Prioritäten setzen, also sich neu ausrichten und sich angesichts dieser Situation klarmachen, worauf es wirklich ankommt, was wichtig ist und was weniger wichtig -  und von daher zurücktreten kann.

Dies scheint mir auch
Der wesentlichste Aspekt bei der ganzen Sache zu sein; nämlich die Krise als Prüfung. Verbunden mit  Chancen, klar !  Aber die tun sich erst hinterher auf, genau wie im richtigen Leben. Da ergeben sich die Chancen in der Regel dann, wenn die vorgeschaltete Prüfung erfolgreich bestanden wurde.

Aber so ist das Leben -
eine Art Schule des Seins, aus der man praktisch nicht wieder rauskommt, solange ma lebt. 

Und auch wenn es über
längere Strecken weitgehend unverändert und ruhig bleibt, geschieht schließlich  doch immer etwas, was einem auf die Knie zwingt und richtig auf die Probe stellt.



Hier noch nachgeschoben
eine recht spontane Reaktion auf gewisse Ereignisse, die sich nun langsam anbahnen. Naja, so Gedanken in Sachen Demokratie, die ich loswerden wollte und in eim viel besuchten, einschlägigem Blogg postierte.

 

 Demokratie
ist, wie es heute den
Anschein hat, wenn nur die
Linken demonstrieren dürfen, dh. eine
gewisse Strecke Weges in einer zentralen, also.
belebten Zone städtischer Prägung gemeinsam als Gruppe  
 oder im Demonstrationszug abschreiten können. Anderen wird dieses
Grundrecht nur zu leicht verwehrt, da man ihnen per definitionem 
 ein undemokratisches Anliegen unterstellt und sie schon im
Vorfeld der latenten Gewaltbereitschaft  bezichtigt und
am liebsten diesen daher jede Möglichkeit einer
öffentlichen Darlegung ihrer Belange per
Gerichtsbeschluß verbieten will. Und
wenn das nicht greift, dann kommt
eben Plan B zur Anwendung -
die unliebsamen Kritiker
auf eim abgegrenzten
und tristen Gelände
schön schmoren
zu lassen, also
einzukesseln.
Oder  irre
ich mich
 da

?!







Demnächst dann auch 
den ein und anderen Spruch der neuen KALENDER-SPRÜCHE 2015 von Eo, die übrigens heuer nun schon im 9. Jahr erscheinen. Und soviel sei schon mal verraten, zum Thema Demokratie gibt es einen echt knalligen Spruch ...

… Musikspur: J. S. Bach - Konzert für 4 Cembalo / Amsterdam Barock Orchestra ...

Samstag, 15. November 2014

Krise ist dann ...



Freestyle-Philosoph



Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 14. 11. 2014 -

10. 11. 14 - Mo
Kaum ist der Festakt,
der unter dem Motto ‘Mut zur Freiheit’ stand (und oberbescheuert graphisch umgesetzt worden ist) , verklungen, schießt man sich von staatlicher Seite schon mal ein bzw.warm.

Und zwar schießt man gegen
unerwünschte, ja insgeheim gefürchtete Protestaktionen, die auszubrechen drohen, weil viele Leute heute mit der grenzenlosen Politik - im Gegensatz zu damals !- also der Politik der totalen, dh. globalen Öffnung (und den tribalen Folgen) längst nicht mehr einverstanden sind.

Was ma gestern noch groß
gefeiert hat, nämlich - das Volk als einen gravierenden Machtfaktor, das geeint sogar in Beton gegossene, als schier unüberwindlich geltende Mauern eindrücken kann, erscheint den Mächtigen in Politik und Medien mit dem Blick auf das Heute schon wieder sehr bedenklich wenn nicht gar höchst gefährlich ...

Denn eine Bewegung,
die sich auf der Straße formiert, um dem wachsenden Unmut wegen dieser zukunftgefährdenden Politik nun endlich auch Ausdruck und hörbar Luft zu verschaffen, und dann auf große Teile des Volkes womöglich überspringt, kann einer Regierung nicht gefallen, die anderes mit dem Volk vorhat und stur an ihrer Agenda festhält.

Zu diesem Zeitpunkt jedenfalls
doch wohl eine recht pikante Situation, oder ?!  Denn so wie sie sich derzeit darbietet; mutet sie den Lobrednern von gestern einen schmerzhaften Spagat zu.

Und so dürfte es interessant sein,
nein besser werden, was aus dieser Spannung, zum einen nämlich die Wende von damals als beispielhaft und als eine Glücksstunde der Geschichte hochzuhalten und gleichzeitig zum anderen den Wunsch nach Wende und Kurskorrektur heutzutage - der nicht gering anzusetzen ist, wie die hohen Zustimmungswerte von weit über 80 % zu Sarrazin vor 3 Jahren erahnen lassen - als ungerechtfertigt und demokratie- und fortschrittsfeindlich weckzuwischen, noch so alles entsteht, bzw. was daraus womöglich erwachesen könnte.

Jede ernsthafte Kritik am Kurs
gilt per se als sei dies quasi des Teufels, also als ‘rechts’ und damit allein schon höchst verdächtig. Nicht anders hat es ja auch Thilo Sarrazin erfahren müssen, da man ihn, weil er auf große -  nein, gewaltige und gewalttätige -  Mißstände und fatale Entwicklungen aufmerksam machte, kurzerhand selbst zu eim üblen Haßprediger erklärte, der mit seinen ‘kruden‘ Thesen ‘Integration‘zunichte machen und die Sicherheit gefährden würde.

Aber ist das nicht ein billiges Schema,
den (und die) als bösen Störenfried herabzuwürdigen und nach Möglichkeit zu kriminalisieren, der von Sorge erfüllt den Mut aufbringt und endlich beginnt hie und da ein wenig Klartext zu reden; und damit beim Volk lebhaften Anklang findet ?

Als würden nicht ganz andere
die öffentliche Sicherheit gefährden wie zB. jugendliche Intensivtäter vorzugsweise mit Mihigru, die man zum Leidwesen der potenzieller Opfer mit großer Geduld gewähren läßt

Bei dem geringen Ansehen,
das die Politiker mittlerweile genießen, könnte es gut geschehen, daß dieses noch weiter in den Keller fährt. Doch halt - kommt einem dieser Verlust an Ansehen und Glaubwürdigkeit nicht irgendwie bekannt vor ?

Denn ganz so in der Art
fängt es zumeist an; die Akzeptanz schwindet und dafür macht sich Arroganz breit.Aber das  ist natürlich keine Lösung, sondern schafft beim Publikum den Eindruck, daß die Verantwortlichen nicht Teil der Lösung sein können, sondern zum eigentlichen Problem gerechnet werden müssen.

Nun, das ist der Lauf der Welt.
Schließlich vermag jedes System immer nur so lange bestehen, bis die Widersprüche, die es in sich trägt, offen zutage treten und durch keine Tricks oder staatliche Propganda mehr übertüncht werden können.

Dies kam im Falle
der untergegangenen DDR dadurch zum Ausdruck, daß die protestierenden Bürgern den Oberen schließlich mit Macht die Geschäftsgrundlage kündigten, indem sie die Losung WIR SIND DAS VOLK !  unablässig skandierten und damit deutlich machten, daß sie vom Führungsanspruch der ‘Einheits’-Partei einfach genug hätten und dieser das Vertrauen hiermit endgültig entzogen sei.

Tja, so war das damals
vor 25 Jahren; aber was wird passieren, wenn die so gepriesene Demokratie nachhaltig in schweres Fahrwasser gerät, weil immer mehr Bürger immer weniger von der Demokratie überzeugt sind ?

Und sie stattdessen
diese späte Demokratie unserer Zeit als einen großen Etikettenschwindel zu begreifen beginnen; und zwar weil sie anhand gemachter Erfahrungen in Verbindung mit einer höchst zweifelhaften gesellschaftlichen Entwicklung zum Schluß kommen, daß die Demokratie sich vor allem dadurch auszeichnet, daß sie ihren angelobten Prinzipien nur wenig entspricht.

Oder wie soll man es sonst
verstehen, daß fast ausnahmslos all die deutschen demokratischen Politiker über die Anliegen und ureigenen Interessen der Deutschen größtenteils schnöde hinweckgehen und die Bürger immerzu vor vollendete Tatsachen stellen und somit vor den Kopf stoßen ?

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    -     199.   -  

Krise ist dann, 
wenn die Zukunft 
zum Problem wird.

Dies hier ein alter Kalenderspruch, 

weil er eben gut paßt, aber demnächst an dieser Stelle dann auch den ein und anderen der KALENDER-SPRÜCHE 2015 von Eo, die nun vorliegen und bestellt werden können (für 4 € + 1 € VK beim LI-LA Literatur-Laden.)



... Musikspur:  Ralph Vaughan-Williams - Serenade to Music …



Samstag, 2. August 2014

Die Sprache als Spiegel





Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 1. 8. 2014 -

Verraten und verkauft.
Auch so eine treffende sprachliche Wendung, die sich angesichts realer Vorgänge irgendwann in vergangenen Zeiten mal herausgebildet hat.

Eben in äußerster Knappheit
auf den Punkt gebracht. Und ist so etwas wie eine Lagebeschreibung im Moment des Erkennens; dann wenn der Gegenspieler endgültig die Maske fallen läßt und unmißverständlich deutlich macht, was wirklich gespielt wird und alle Säuselakkorde von da an beiseite läßt.

Also der Moment,
wenn man endgültig begriffen hat, daß man eim üblen Betrüger augesessen ist; und der seinen Triumph auch noch zynisch auskostet.

Eine Metapher eben, 

die die Augen öffnet.

Komischerweise
kommt mir diese Formel immer öfter in den Sinn, wenn ich über die Politik und damit fest verbunden eben über die Lage in diesem, unserem Lande nachdenke ...




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 |||   194.   |||

 


Die Schuldbürger
sind die Schildbürger
 unserer Zeit


Dasselbe nun noch mal
durchgegendert, mit anderen Worten  - wie Politiker dies sagen würden, um ja keinen Ärger zu bekommen.



Die Schuldbürgerinnen und Schuldbürger 
sind die Schildbürgerinnen 
und Schildbürger 
unserer Zeit




Hört sich reichlich bekloppt an,

aber mittlerweile für den universitären Bereich weitgehend schon Standard geworden, den Herren Professorinnen sei Dank.

Der Spruch hat übrigens

das Zeug zum Kalenderspruch und ist damit für die KALENDER-SPRÜCHE 2015 vorgemerkt; und zwar in der ungegenderten Version und somit gänzlich frei von jeglichem Emanzenschwulst.





Mittwoch, 6. November 2013

„So geht Super-Sex !“


Dezember-Spruch




Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 5. 11. 2013 -



oder  

-
Das BILD-Prinzip

Aus aktuellem Anlaß
- auch wenn erst November ist - hier der Dezemberspruch der KALENDER-SPRÜCHE 2013. 

Naja, die ganze,
viel zu penetrante und lang schon nervige, ja hochgradig verlogene Polit-Lyrik à la ‚unsere amerikanischen Freunde‘ hat derzeit, also seit den Enthüllungen des Cyberrebellen Snowden, einen schweren Stand.

Und dies auch nur
weil sie zwischenzeitlich von den Realitäten für alle sichtbar nun als inhaltsleeres Gelaaber oder autosuggestive Beschwörung krachend eingeholt wurde.

Die lieben guten Freunde
vom westlichen Bündnis haben also gespitzelt, was das Zeug hält und natürlich die oberste Spitze nicht verschont, dh. ausgelassen.

Und warum ?! 
Nun, um halt immer topinformiert zu sein; was bei direkten Verhandlungen mit den Freunden und Bündnispartnern von großem Vorteil sein kann, da man damit deutlich näher an der wirklichen oder besser insgeheimen Position des Verhandlungspartners  heranrückt und gleichsam weiß, wie weit er im äußersten Falle von seinen Zielen abrücken würde.

Wenn das eine ehrliche,
vertrauensfördernde Politik sein soll, dann komme ich mir doch mehr in eine Pokerrunde im Hinterzimmer einer üblen Spelunke versetzt vor, bei der dem einen Spieler durch einen Verbindungsmann, der hinter den anderen Mitspielern steht, mittels geheimer Zeichen das jeweilige Blatt der anderen signalisiert wird. 

So oder so ähnlich
muß es ja auch die bespitzelte Kanzlerin aufgefaßt haben, als sie sich  auf eine für ihre Verhältnisse schon temperamentvolle Art in den Medien entrüstet vernehmen ließ -

Bespitzeln unter Freunden ?!
Das geht gar nicht !  Während aus Amerika ein schnödes und unwirsches ‚Na und‘ kam 

Müßt ihr doch gar nicht so
persönlich nehmen, dient doch alles der Terrorabwehr. Und jetzt habt euch doch nicht so. Viel eher müßtet ihr der NSA dankbar sein für die vielen Tips in der Vergangenheit, die euch vor manchem Terrorakt bewahrt haben.

Also, was wollt ihr eigentlich ?!  
In dieser Form, wenn auch nicht so salopp, sondern in sechssieben Thesen aufgelistet versuchte die BILD gestern so etwas wie eine Apologie dieses skandalösen Vorgangs,.

Da eben im ganz großen
Zusammenhang gesehen, also global betrachtet ja doch beste Absicht vorhanden gewesen und die Spitzelei den  NSA-Agenten ganz sicher nur aus einer Übermotiviertheit heraus unterlaufen sei.

Aufmacher war allerdings
ganz groß Nazi-Raubkunst oder im Wortlaut: Kunst für 1 Milliarde Euro Nazi-Schatz in Müll-Wohnung entdeckt! und die Anti-Ikone Hitler - wieder mal - daneben gesetzt und drüber noch als große Tages-Verheißung: So geht Super-Sex  -

Aha, das war nicht so gemeint;
und dann können sie ja auch unsere Freunde bleiben, wenn sie hoch und heilig versprechen, so was nicht mehr zu machen.

Denn wir brauchen sie ja,
schon allein wegen der Terrorgefahr usw. blabla.

Bleibt nur die Frage,
ob wir ohne die Amerikaner und dh. ohne den großen amerikanischen Einfluß auch wirklich so viele menschliche Zeitbomben samt einer großen, diese stützenden und deckenden Sympathisantenszene im Land hätten wie auch soviel Verkehr und Transit aus terroraffinen Staaten und Regionen ? 




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:*.   179.   .*:



Wer die Realitäten aus dem Blickfeld verliert,
darf sich sicher sein,
von ihnen ganz gewiß wiedergefunden,
 also eingeholt zu werden.







Die neuen KALENDER-SPRÜCHE 2014 werden demnächst hier vorgestellt.




... Musikspur: Gute Nacht, Freunde -  Inga + Wolf ...


Samstag, 9. März 2013

... Weltfrauenbeauftragtentag



Eo Scheinder - Tafelbild 4

Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 8. 3. 2013 -


War da nicht heute auch der
Weltfrauenbeauftragtentag ?  Richtig, die Zeitung hat es einem am Morgen  auch schon tüchtig um die Ohren geschlagen von wegen der Feiern zum Anlaß, der Notwendigkeit, der Relevanz desselben und so.

Dabei ist das eine reine
Funktionärrinnen-Geschichte, denn am sogenannten Weltfrauentag versammeln sich doch nur die Frauenbeauftragten  bei irgendwelchen langweiligen Laaberkongressen, weshalb der ominöse Tag auch besser Weltfrauenbeauftragtentag heißen sollte.

Wer einmal einen Frauenkongreß
zum Weltfrauentag besucht hat, weiß was ich meine. Passend dazu gab es auch schon mal was hier in diesem Theater - vor drei Jahren …


Ach, und dieser Artikel hier,
ist auch wieder gut abgehangen, daß er valleicht ein wenig komisch klingt, weil der Frühling inzwischen schon mal freundlich angeklopft hat, aber trotzdem schön zu lesen und das eigentliche Thema kommt auch mehr zum Schluß - wie zumeist im Leben.


Das Schöne am Neuen Jahr
ist nicht nur, daß die Tage täglich  länger werden und bald schon die Amseln wieder aus den Bäumen flöten und der Frühling allmählich näherrückt, sondern daß ma sich auch noch gut was für das laufende Jahr vornehmen  kann - mit der Aussicht es umsetzen zu können, also real werden zu lassen, schließlich bleiben noch immer fast 300 Tage.

Aber richtige Projekte meine ich,
keine blöden, affigen oder affektierten Vorsätze wie sie kurz vor Silvester im Schwange sind. Da wäre natürlich einiges, was nun endlich auf den Weg gebracht werden müßte und längst in eine Umlaufbahn geschossen gehört.

Vor allem könnte der Neue-Spryche-Blogg
wieder etwas mehr Zuwendung gebrauchen, schon allein deswegen, damit diese beknackte Zeit nicht denkt, sie könnte mit ihren verlogenen und zynischen Verdrehungen  und ihrem nervtötenden, verdummenden Geschwalle einfach so durchkommen - ganz ohne Widerspruch.

Und nicht zu vergessen ohne Widersprüche.
Oder anders gesagt mit Wider-Sprüchen - mit Sprüchen, die dagegen gehalten werden - die Widersprüche der Zeit offenlegen und diese dabei möglichst bildlich werden lassen.



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qp 158. qp

Dekadenz ist, 
 wenn über einen längeren Zeitraum 
stets aufs neue das Niveau 
unterboten wird .- 
und dies in praktisch allen 
 Lebensbereichen




Dergleichen Widersprüche
und Einsprüche und Sinn- wie auch Unsinnssprüche finden Sie im LI-LA Literatur-Laden. Halt, habe in diesem Zusammenhang nun die KALENDER-SPRÜCHE vergessen.


Mit einer gewissen Befriedigung
nun festgestellt, daß die Kalender Sprüche 2013 bei Google.de/Bilder ganz oben rangieren. Egal ob unter dem Suchbegriff ‚Sprüche‘ oder  ‚Kalendersprüche‘. Ob‘s an dem Hosen-Spruch liegt ?  

Wer gute Sprüche mag
und an weiteren interessiert ist, dem sei gesagt, daß die KALENDER-SPRÜCHE von Eo heuer im 7. Jahr, also seit 2007 erscheinen. Es gibt übrigens noch gewisse Restbestände - alle 7 Kalender zusammen (naja, die Sprüche veralten nicht) erhält man für 20 € + 2 € VK.

Was auch mal gesagt werden muß. 
Man kann und darf die Bildchen und Graphiken von Eo gern für die eigene private Webseit  unentgeltlich verwenden, sollte dann aber durch eine Email davon Kenntnis geben. Bei kommerziellen Seiten ist die Nutzung honorarpflichtig. Die Emailadresse findet sich auf der verlinkten Seit.


... Musikspur: Conchita - Miles Davis, Marcus Miller / Music for Siesta ...


Freitag, 16. Dezember 2011

... Ordnung und Chaos ...




Ost-Ennerich (VSE)
15. 12. 2011 - Do

Wenn die Ordnung
und die Verläßlichkeit und damit auch die Sicherheit schwindet, wird es über kurz oder lang unbehaglich und man beginnt sich damit zu beschäftigen.

Wie kommt das ?  Und was läßt sich dagegen tun ?  Wie muß ich mich darauf einstellen und wie am besten reagieren ?  Das ist die Frage und die Quelle des Unbehagens zugleich.

Wenn gewohnte Sicherheiten
brüchig werden, hat man mindestens ein Problem, und das bedeutet für eine gewisse Zeit jedenfalls gehörig Streß.

Eine Konstellation,
die nicht sonderlich beliebt ist, aber nun einmal dazugehört und immer wieder vorkommt, im kleinen wie im großen, dh. im individuellen wie im gesellschaftlichen Leben.

Ein solcher Streßtest
steht uns im großen ja erst noch bevor. Es reicht aber schon, wenn ma dieses Szenario nur begrenzt auf elektronische Gerätschaften, mit denen man seine Gedanken organisiert und ordnet und mit der Außenwelt (der Affenwelt)  in Verbindung tritt.

Kennt wohl jeder,
der schon mal ernsthafte Computerprobleme hatte. Es ist nicht sehr lustig wenn der Compu verrückt spielt und andauernd Zicken macht, weil sich ein vermaledeites Virus eingeschlichen hat.

Dann geht zeitweise gar nichts mehr,
an ein geregeltes Arbeiten ist nicht zu denken, wenn ma nicht mehr oder nur zu erschwerten Bedingungen an seine Dateien herankommt.

Und dann noch feststellen muß,
daß sich von den aktuellsten Dateien sich einige in ziemlichen Datenmüll verwandelt haben, sofern sie überhaupt noch zu öffnen sind und sich nicht ganz bis auf den Namen ins digitale Nirvana verflüchtigt haben. Da wird einem von eim Moment zum anderen die Virtualität der virtuellen Welt wieder um so deutlicher bewußt.

Aber so viel anders
stellt sich die Problematik auf der realen, dh. gesellschaftlichen Ebene auch nicht dar; wenn dort die gesellschaftlichen Programme nicht mehr laufen oder greifen oder eben so richtig aus dem Ruder laufen, dann ist es für unbestimmte Zeit mit der Ruhe und den gewohnten Abläufen vorbei

Einen Schluß-Spruch
hat es heute nicht, denn dieser steht ja schon  fett und breit ja  ganz oben. Ist der für April in den KALENDER-SPRÜCHEN 2012 von Eo. Den Kalender gibt’s im LI-LA Literatur-Laden, aber man kann diesen ja auch bestellen …



Auch so Fragen ….


Hier noch ein Bild von meim neuen Aufkleber in den Farben schwarz-rot-gold







... Musikspur: Al Di Meola - Spanish Eyes / Splendido Hotel ...



Dienstag, 28. Dezember 2010

Was aber ist primitiv ?

Ost-Ennerich (VSE)
27. 12. 2010 - Mo

Wo ich doch zuletzt beim Schreiben war,
und, man möge es mir verzeihen, ein wenig Reklame gemacht habe für Schreibkurse im LI-LA Literatur-Laden - denn auch ein Autor lebt nicht bloß von Wörtern und schönen Worten allein - hätte ich da noch einen Text aus schneelosen, späten und ungewöhnlich milden Novembertagen anzubieten, der einen bestimmten Aspekt bei dieser gedanklichen Montage-Arbeit aufgreift, der bekanntlich viele abschreckt und daher leicht die Lust daran verlieren läßt, weil man erst mal nicht vom Fleck kommt.

Aber das trifft selbstverständlich
auch auf andere Bereiche des Lebens zu - ohne Geduld, eine gewisse Hartnäckigkeit und Ausdauer geht es nicht. Und erst recht nicht voran.


Schreiben ist eine schöne Sache,
keine Frage, würde ich’s sonst tun ? Aber das gilt vor allem dann, wenn es läuft oder wenn ma den Text gerade mit eim gewissen Hochgefühl abgeschlossen hat.

Aber solange der Prozeß
noch nicht so recht in Fahrt gekommen ist, fühlt ma sich mehr wie ein Nachtschwärmer an der Bushaltestelle, der ungeduldig auf den Bus wartet. Soviel er auch schaut und sich den Hals verrenkt, der Bus will einfach nicht kommen.

Unergiebige Momente,
in denen einem die Zeit lang werden kann. Ma denkt an dies und dann an das, aber alles dünkt einem gleich belanglos, nichts will wirklich zünden und die Worte und Gedanken muten an wie faulige, modrige Pilze.

Zweifel nisten sich ein,
womöglich steh ich hier auf verlorenem Posten und kann warten bis ich schwarz werde. Doch dann zeigt sich im Dunkel ein vielversprechendes Licht und tatsächlich, es kommt näher heran, hält direkt vor den eigenen Füßen und fordert einen auf einzusteigen. Aha, der Bus ist nun endlich da, es kann also losgehen.

Soviel anders
ist es auch nicht beim Schreiben, wenn endlich nach einer Zeit des Harrens ein brillanter Satz Kontur annimmt oder ein mitreißender Gedanke konkreter wird, der beflügelt und wie ein Ballon uns in die Lüfte erhebt.



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Nach den geballten Kalendersprüchen
jetzt mal wieder ein Apho von Eo, denn alle möchte ich hier nicht so schnell preisgeben; sonst fehlt ja der Anreiz die KALENDER-SPRÜCHE 2011 zu bestellen …


(/ 91. \)


Die Sprache der Fäuste.

Was aber ist primitiv ?
(Da höre ich schon die Schlauberger
ursprünglich sagen)

Primitiv ist
(einen) Menschen mit Gewalt

- vorzugsweise mit roher -
unter großen Ängsten
gefügig zu machen.

Apho Nr. 772
aus: Anleitung zum Selber-Denken
Band 1
(Salonis, 1999)


Und noch was.

Daß längst nicht alle Barbarenkönige der Völkerwanderungszeit so primitiv waren, wie man ihnen nachrühmt, zeigt dieser Brief.


... Musikspur: Santana - Somewhere in Heaven / Milagro ...

Mittwoch, 22. Dezember 2010

... aus den Fugen

Ost-Ennerich (VSE)
22. 12. 2010 - Mi

Schreiben als eine besondere Form
des Innehaltens vermag in guten Momenten Sprache zu verdichten und ungemein aufzuladen. Aber bis daß die Sätze stehen und locker fließen, braucht es oft einen gewissen Vorlauf, bei dem das allermeiste nach kurzer Prüfung gleich im virtuellen Papierkorb landet.

Kurz erwogen und für zu banal befunden.
Alberne Gemeinplätze und blödes Geschwafel sind zu vermeiden, denn das ist genau das, was so ungemein nervt, und sei daher getrost den Zeitungen und den dortigen Schreibknechten, den Zeitungsfritzen also, überlassen. Die müssen immer ihre Spalten voll bekommen, auch wenn’s dann doch kaum einer liest.

Das meiste findet keine Gnade
vor dem Herrn und wird sowieso überblättert, vielleicht steht ja auf der nächsten Seite etwas interessantes, so die Hoffnung der Leser. Der größte Teil der Meldungen und Berichte wird nun einmal nicht goutiert und zur Kenntnis genommen; und wird sowieso mit der ganzen Zeitung alsbald dann achtlos weckgeschmissen.

Dieses Schicksal hat der Journalismus
bezüglich seines Produkts übrigens mit den Senfproduzenten gemein, denn die leben salopp gesagt imgrunde davon, daß der größte Teil ihrer Produktion gar nicht im Mund des Verbrauchers ankommt sondern ungenutzt im Mülleimer landet.


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Der Dezember-Spruch aus den

KALENDER-SPRÜCHEN 2008
² 90. ²

Die KALENDER-SPRÜCHE 2011
von Eo Scheinder
gibt es hier in einer Auswahl als PDF
und sie können für 4 € + 1 € VK
bestellt werden.

Ein originelles kleines Geschenk
für unkonventionelle Geister.

Von den Kalendern der Vorjahre
sind jeweils noch kleine Restbestände vorhanden.
Wer also an den Sprüchen interessiert ist -
einfach mal nachfragen.


Ach so, bei der Gelegenheit
sollte ich valleicht auch mal kurz auf die Schreibkurse im LI-LA Literatur-Laden zu sprechen kommen, sintemal vorgestern ein Kurs zum Abschluß kam, der aber nach einer Kurspause von vier Wochen in derselben Besetzung weiterläuft. Sind ja auch paar starke Schreiberinnen dabei.

Im neuen Jahr plane ich daher
einen Art Geschichten-Blogg, mit allerlei Texten, Gedichten und Geschichten aus der Schreibwerkstatt. Falls denn jemand neugierig geworden ist und Anregungen bezüglich des Schreibens sucht und sich dazu mit anderen in einer kreativen Werkstattatmosphäre austauschen möchte, wäre ein Schreibkurs womöglich eine Option, sofern man in oder um Berlin wohnt. Geht aber auch als Fernkurs.

Derzeit stehen drei Kurse
je nach Schwerpunkt zur Wahl - Kreatives, Autobiographisches und Philosophisches Schreiben. Zu letzterem hier noch ein kurzer Text, zum Programm.

Philosophisches Schreiben:

Schreiben verändert. Erst das Denken, dann das Sehen
und schließlich das Leben. Gerade der Alltag bietet reichlich
Gelegenheit für die subtile Jagd. Das eigenständige Denken
wird geschärft und damit auch der philosophische Blick.

Einführungskurs.
6 Doppelstunden à 90 min, Kursgebühr 85 Euro


Und hier noch der letzte Verweis für heute. Der führt übrigens zu eim anderen Kalenderspruch.

...Musikspur: Monteverdi / Magnificat ...

Samstag, 18. Dezember 2010

Schönheit wirkt ...



Ost-Ennerich (VSE)
17. 12. 2010, Fr

Wenn man mit seiner Zeit
etwas anzufangen weiß, kann das Alleinsein über weite Strecken eine tolle Sache sein. Vor allem am späteren Abend, wenn alles schläft und kaum noch mit eim Anruf zu rechnen ist und es auf der Straße längst still geworden ist.

Das ist dann oft der Einstieg
in die magische Phase, wenn ma sich wirklich ungestört fühlt und für die nächsten Stunden ganz und gar bei sich ist. Die schnöde Wirklichkeit mit ihren vielzuvielen häßlichen Fratzen und der heraufziehenden Primitivität in Verbindung mit Brutalität schwindet zusehends aus dem Bewußtsein und schafft Raum für andere Wirklichkeiten und Seinsvarianten.

Denn ob der Zustände heute
kann man schon wirklich Zustände kriegen und dahero ernsthaft über so etwas wie innere Emigration nachdenken. Dann lieber doch über erfreuliche Dinge nachdenken, wie über Schönheit zum Beispiel.

Schönheit wirkt wie
eine beschwörende Musik. Man fühlt sich mit eim Mal verzaubert und vergißt die aktuellen Wirkungszusammenhänge wie auch die gerade träge dahin plätschernden Gedanken in diesem Moment.

Auf einen Schlag oder quasi unmittelbar wird der Interesse-Schalter gleich um mehrere Stufen hochgefahren und die Augen richten sich aufs strahlende Objekt. Ein wirksamer Mechanismus, der alsbald Witterung aufnimmt, sobald ein starkes Signal aufgefangen wird.

Dieser Effekt ist der Schönheit
seit Anbeginn zu eigen und offenbart sich einem Manne, was Wunder, am eindrucksvollsten in Gestalt einer echten Schönheit, die sich auf zwei Beinen seim Gesichtsfeld nähert … Ja, so ist’s und so soll’s auch sein.

Denn die Schönheit
erfüllt über das große Behagen, sich an ihr zu erfreuen, hinaus noch einen ganz anderen Zweck. Zeigt sie doch eindrucksvoll auf und gibt überzeugend Kunde davon, daß diese Welt (und dieser Kosmos) nicht bloß materielle Gschaftelhuberei und letzthinnig sinnlose Zufälligkeit darstellt - ganz ohne Ziel und Zweck, sondern von Geist initiiert und befruchtet ist und von da her auf Ästhetik und komplexe ästhetische Strukturen aus.

Die Natur jedenfalls scheint
nach genau diesem Konzept zu verfahren. Die Schönheit der Form ist, so will es wenigsten scheinen, fast durchgängig das angestrebte Ideal.

Tja, und was ist eigentlich Schönheit ?
Scheinbar eine schwierige Frage, doch so leicht zu beantworten. Nun, Schönheit ist kurz und knapp der Widerschein oder der Abglanz des Gelungenen.

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<| 89. |<

Hier der Februar-Spruch
aus den Kalender-Sprüchen 2011






Und damit es nicht einfach so abrupt aufhört, hier noch ein schöner Verweis.

... Musikspur:Johannes Brahms - Ungarische Tänze Nr. 1 (allegro molto) /
Wiener Philharmoniker / Claudio Abbado ...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Gute Sprüche ...

Ost-Ennerich (VSE)
13. 12. 2010 Mo



Gute Sprüche sind oftmals erhellender
als ein ausführlicher Lexikonartikel und kommen dabei ganz leichtfüßig daher - wie auch mit eim Bruchteil der Worte aus. Und lassen sich überdies noch mühelos im Kopf verstauen, dh. merken.

Es müssen nicht zwingend
hochgelahrte Sentenzen von berühmten Philosophen sein; ein lockerer, vor allem witzig gemeinter Ausspruch erzielt nicht selten denselben Effekt und erreicht zudem die Leute, ganz egal ob gebildet oder ungebildet, ob alt oder jung. Auch wenn die allermeisten die Tiefenstruktur nicht erfassen.

Hätte da gerade ein schönes Beispiel
zur Hand. Wenn die Richtigen beisammen sind, dann ist gehörig was los ! Kein Zweifel, daß es sich so verhält, Stimmung gut und hoch die Tassen, das dürfte fast ein jeder schon erlebt erlebt haben. Da waren die Richtigen beisammen, heißt es dann … Oder, da haben sich die Richtigen gefunden.

Aber ist das nur ein Schmunzelspruch,
den man gern auf einen exaltierten, trunkenen Menschen münzt oder kommt da nicht gleichsam eine tiefe Naturweisheit zum Vorschein ? Was ist das, was denn das Leben ausmacht ? Sind es nicht bestimmte Momente, ausgelöst von Konstellationen, von günstigen Umständen und glücklichem Zusammentreffen, die sich durch ihre aufflammende Intensität so angenehm abheben von dem, was sonst normal ist ?

Denn nur wenn die Richtigen zusammenfinden, wird es richtig gut. Wenn das kein Hinweis ist ! Ein Wink mit dem Faulzahn sozusagen. Die Richtigen gibt es also; und die gilt es zu suchen. Die Welt und erst recht die Natur von ihrem innersten Wesen her - ein grandioses Suchspiel.

Daraus die ganze Dynamik,
die nicht endenwollende Bewegung, jedes Teil, jedes Element, jedes Wesen, gleichviel ob Tier, ob Mensch, ob Pflanze sucht nach dem Passenden, dh. nach der passenden Ergänzung. Denn nur wenn es sich mit dem Richtigen zusammentut, verliert sich das Gefühl des Mangels, das ungestillt, keine wahre Ruhe und echte Erfüllung, aufkommen läßt.

Die beglückende Erfahrung,
das aufgetragene Suchspiel - wenigstens für den Moment - erfolgreich abgeschlossen zu haben, verleiht Sicherheit und damit eine ungeahnte Lebenslust.

Eine größere Stabilität ist erreicht,
durchaus vergleichbar eim Sprung auf eine andere Ebene. Wer sich des tieferen Sinns der Natur nicht verschließt, wird belohnt …


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Hier ein weiterer Kalender-Spruch
nach wie vor aktuell -
nämlich der Februar-Spruch
aus den KALENDER-SPRÜCHEN 2010


! 88. !

Wer an den Sprüchen für 2010 interessiert ist ...
es sind noch einige Exemplare vorhanden.

Neu erschienen sind die
Kalender-Sprüche 2011
von Eo Scheinder

im Format 9,8 x 21 cm
kann man auch bestellen

und kosten 4 € + 1 € VK.
Ein originelles, kleines Geschenk
für unkonventionelle Geister.

... Musikspur: Santana - Flor de Luna ...

Dienstag, 7. Dezember 2010

Zuviele Fehlbesetzungen

Ost-Ennerich (VSE)
6. 12. 2010 - Mo



--- Kalenderspruch für Juli 2011 - siehe unten ---


Vielleicht wird man dieses Jahr 2010
dereinst in nächster Zukunft als das Jahr der mentalen Wende bezeichnen, weil dank eines mutigen Mannes im Fokus der Öffentlichkeit endlich unerhörte Gedanken angestoßen wurden, die zu äußern langehin inopportun war; und die nun im nächsten und in den folgenden Jahren nicht bloß weiterhin präsent bleiben, sondern virulent und schließlich wirksam werden.

So kann es nicht mehr weitergehen !
Das Volk hat allmählich den Kanal voll, und das Vertrauen in Politik und Medien ist bei sehr vielen, vor allem bei den verständigen Leuten, längst auf einen rekordverdächtigen Tiefstand gesunken. Naja, nun wirklich kein Wunder bei diesen Politikern.

Und so gibt es derzeit wenigstens
einiges zu lachen über lächerliche Figuren, die im internen diplomatischen Verkehr offen und freimütig als ebensoliche, nämlich als lächerliche Figuren bezeichnet, nein besser charakterisiert wurden.

Finde ich irgendwie beruhigend
wie auch erheiternd, daß hochrangige Diplomaten anscheinend zu einer ganz ähnlichen Einschätzung über gewisse Politiker gelangen wie man selber, sintemal sie viel näher dran sind und immer mal die Gelegenheit haben diese des öfteren aus nächster Nähe agieren zu sehen, sowie sie auch im direkten Gespräch zu erleben.

Und da hat jetzt der ein und die andere
tüchtig sein bzw. ihr Fett abbekommen und wurde frank und frei und frisch von der Leber weck als ein aufgeblasener Wichtigtuer bloßgestellt. Zu recht, wie viele finden. Nun, manche werden ihr naseweises Bürschchen-Immitsch einfach nicht los und disqualifizieren sich damit von vornherein für allerhöchste Ämter.

Der Diplomatenklatsch enthüllt also
eklatante Fehlbesetzungen und hat gegenüber dem tagtäglichen Politikerquatsch wenigstens etwas ungemein erheiterndes. Aber wo man auch hinschaut in diesen Tagen, gewinnt ma nur allzu oft den Eindruck, daß die Fehlbesetzungen mittlerweile schon fast die Regel sind - und damit für unsere Zeit charakteristisch geworden - egal, ob ich nun an die Fernsehtorkshows denke, die ich mir schon längst nicht mehr antue, oder an diverse Polizeipräsidenten, Fußballfunktionäre, Schmieranten, nervtötende Flimmerfritzen, die mit ihrer sexuellen Präferenz penetrant hausieren gehen oder auch nur an den Maserati-Mann, der schon wieder von sich reden macht, etwa in der Art, daß Chefärzte ebenfalls nicht mit eim popeligen Golf dahergebraust kämen (claro, damit fahren die ja nicht, das spielen sie), stets komme ich zum gleichen Befund, der alsbald gewisse Fragen nach sich zieht.

Beispielsweise diese da:
Ob dies denn tatsächlich die richtigen an diesem Platze sind und ob ma da eventuell vielleicht doch nicht bessere finden könnte ? Zuviele Fehlbesetzungen, so schlicht ist die Diagnose. Als nächstes schließt sich die Frage an, ob ein Land, eine Gesellschaft, und nicht zu vergessen ein Volk, sich auf Dauer wirklich leisten kann, wichtige Posten und Ämter mit steigender Tendenz vorzugsweise offenkundiger Inkompetenz und idiologischer Verblendung zu überlassen ?

Eigentlich nein.
Denn deren Versagen wird unsere Zukunft sein, ja ist schon längst in vielen gesellschaftlichen Bereiche betrübliche Gegenwart geworden. Und wohin diese gärtnernden Böcke uns geführt haben, wird angesichts einer fatalen Entwicklung immer deutlicher, denn das Land sieht inzwischen auch ziemlich alt aus, oder ? Und in Form ist es schon gar nicht.

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Als Spruch Nr. 86 hier
der Juli-Spruch aus den
Kalender-Sprüchen 2011



Die Kalender-Sprüche 2011
von Eo Scheinder
können bei obiger Adresse
für 4 € + 1 € VK bestellt werden.
Ein originelles kleines Geschenk
für unkonventionelle Geister.

Wer sich für Mulis und andere Kreuzungen interessiert ...


... Musikspur: Paco de Lucia - Entre dos Aguas ...

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Lüge und Wahrheit

Ost-Ennerich (VSE)
1. 12. 2010 - Mi

Lüge und Wahrheit können
nebeneinander nicht bestehen, dafür sind sie zu gegensätzlich; wobei sich die eine gerne als die andere aufspielt und die andere es oft an Gewandtheit und Schläue vermissen läßt. Kein Wunder, denn die Lüge ist mit allen Wassern gewaschen und stets auf der Höhe der Zeit, während die Wahrheit oft ziemlich rechthaberisch daherkommt und und es dazu an der nötigen Geschmeidigkeit fehlen läßt.

So einfach und sauber
sind die Grenzen nun einmal nicht zu ziehen. Natürlich ist die Wahrheit generell der Lüge vorzuziehen, denn wer wird schon gerne belogen und systematisch hinters Licht geführt ?! Aber ist die Wahrheit in Totalität wirklich wünschenswert und letzthinnig auch zielführend ?

Da sind doch einige Zweifel erlaubt,
wenn ma mal vom wirklichen Leben ausgeht. Gewisse Wahrheiten können nämlich sehr verletzend sein wie auch zerstörerisch in der Folge. Wahrheiten müssen daher verpackt und in eim passenden Moment rübergebracht werden, um zu zünden und wirklich zu erhellen. Andernfalls verstören sie nur und vermögen bereits im Vorfeld den ungefestigten Sucher zu verschrecken.

Wollte zunächst ja ein paar Zeilen
über den knackekalten Einstand schreiben, den der Winter ruckzuck hingelegt hat; aber dazu gibt’s schon einen treffenden Spruch, der vor genau elf Monaten schon aktuell war - nämlich der Januar-Spruch aus den Kalender-Sprüchen 2010 von Eo.

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... 85 ...



Übrigens sind die Kalender-Sprüche 2011 seit letztem Monat nun zu haben - zum Preis von 4 € + 1 € VK. Anzuschauen hier. Der Spruch für Januar 2011 findet sich außerdem im Raucher-Club.

... Musikspur: JS Bach - Toccata + Fuge / Ton Koopman …

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Nur ein Wicht …

Ost-Ennerich (VSE)
26. 10. 2010, Di

Hell in der Nacht
das leuchtende Kreuz des Südens …

Wer einmal richtig die Sterne geschaut hat, sieht die Welt hinfort mit anderen Augen an. Diese leuchtende Pracht, so unergründlich und so unerreichbar weit entfernt.

Faszination Sternenhimmel.
Mit einem Mal dem Alltag entrückt und in eine metaphysische Stimmung versetzt. Und plötzlich wird einem ein Gefühl zu teil, das im Alltag der gestreßten Großstadtmenschen, ja im modernen Leben überhaupt, kaum noch angetippt wird - das Gefühl des Erhabenen.

Die Schau der wahren Größe und der tatsächlichen Großartigkeit der Welt und ihre quasi unendliche Ausdehnung. Und der eigentlichen Größenverhältnisse. Das kann einem wahrlich schon den ein oder anderen metaphysischer Schauer über den Rücken jagen.

Angesichts dieser Dimensionen
wird mir die eigene Kleinheit und relative Unbedeutendheit überdeutlich bewußt. Aber ich fühle mich dennoch nicht klein, sondern hochgehoben, ja schon ansatzweise entrückt. Jedenfalls ein Teil des großen kosmischen Welttheaters, ein fragendes und staunendes sicherlich, wenn auch nur ein ganz winziges …


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)*!*( 80. )*!*(

Nur ein Wicht
nimmt sich selber
überaus wichtig


Der Aprilspruch aus den Kalender-Sprüchen 2008 von Eo.

Alles eine Frage der Betrachtungsweise; wie auch der Fantasie.


... Musikspur: Hans Albers - La Paloma ...

Montag, 31. Mai 2010

... nicht der Hannjer

Ost-Ennerich (VSE)
30. 5. 2010 So

Manchmal frag ich mich, warum ich nicht öfter was hier reinsetze. Doch dann sag ich mir meistens - wozu ? Den Lesern geht es halt am Arsch vorbei, außerdem sind die sowieso alle überfüttert, also keine Perlen vor die Säue. Schätze mal, daß die meisten eh nicht mitkommen und weitere einfach nicht mitgehen wollen. Nun gut, dann geh ich eben allein; und zwar nur dann, wenn es mir gefällt. Kann ich schließlich halten wie ein Dachdecker und ist mir auch egal wie 88 oder wie es so schön heißt, ein Handkees stinkt von allen Seiten, wird aber trotzdem von den Frankfurtern gerne gegessen. Und wenn er dann vertilgt ist, sagen sie, jetz is de Kees gesse. Aber ma muß ja nicht, wie Oscar Wilde sagt, einen Käse zur Gänze aufessen, um zu wissen wie er schmeckt. Sintemal der Geschmackssinn von elementarer Bedeutung ist und ein Grundraster vorgibt, das sich alle anderen Sinne zunutze machen, wenn nicht in so vielen Bewertungsfragen regelrecht darauf aufbauen. Hoch interessantes Thema, keine Frage, hätte diesbezüglich sogar noch etwas Detailliertes anzubieten; müßte ich aber erst suchen. Dann beim nächsten Mal. Oder wie es früher so schön hieß: Demnächst in diesem Theater. Valleicht. Schaunmerma. Es treiben sich ja doch nur Stummfische hier herum. Und was ich von denen so denke, steht auf eim annern Blatt. Wo ?! Bitte selber suchen. Ich bin schließlich nicht der Hannjer.


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<| 56. |>


Nicht bloß
ein lustiger Spruch
-

Auch schlechte Zeiten
haben ihre guten Seiten.

(Septemberspruch aus:
KALENDER-SPRÜCHE 07)

.. .Musikspur: Marin Marais - Pièce de Viole / Jordi Savall ...

Dienstag, 24. November 2009

Der Strom der Zeit ...

Ost-Ennerich (VSE)
23. 11. 09 Mo

Der November macht bekanntlich leicht trübsinnig wie auch nachdenklich - so schnell ist nun wieder ein Jahr dahin gezogen, und wir aufs neue in der Dunkelzone des Novembers angelangt. Aber so ist das eben, die Zeit schreitet unerbittlich voran; was ist schon ein Tag oder auch ein ganzer Monat ? So schnell, wie er gekommen und vorbeigezogen ist, ist er wieder Geschichte.
Eins, zwei, drei - im Sauseschritt / läuft die Zeit, wir laufen mit*. In dieser Art empfand es Wilhelm Busch und hat es in dem ihm eigenen Stil mit treffenden Worten plastisch beschrieben. Das kann man auch etwas anders sehen, wie es etwa Schiller getan hat. Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit*.
Während der geniale Zeichner mit dem schnellen Strich sich ganz am Tempo berauscht und Schritt zu halten versucht, setzt der sprachmächtige Dichter auf einen philosophisch-analytischen Blick, um dem Phänomen Zeit beizukommen. Natürlich, das Jetzt ist eigentlich immer, also jederzeit, wenn man sich dessen gerade bewußt wird; und damit auch immer gleich schon wieder vorbei und passé. Klar, morgen ist heute gestern*. Und die Speise von heute ist die … Aber lassen wir das. Der eigentliche Charakter der Zeit ist sogesehen das Fließende, also das ständig im Fluß sein. Und die Fluß-Metapher hat zudem den Vorteil, das sie die unterschiedlichen Qualitäten von Zeit in sich spiegelt, denn ein Fluß fließt keinesfalls immer mit der gleichen Geschwindigkeit dahin; mal wälzt er sich träge durch eine flache, monotone Ebene, dann wieder wird er schnell und tosend, wenn sich das Tal verengt und Stromschnellen für zusätzliche Turbulenzen sorgen… Soweit nun die Reflexionen zu November, Vergänglichkeit und Zeit. Eine kleine Fortsetzung gibt‘s noch weiter unten in Gestalt des Novemberspruchs aus den Kalender-Sprüchen 09. (Kalender-Sprüche 2010 demnächst erhältlich).

Alle diese Sprüche gibt es originell und schön gestaltet als Karten
- zu bestellen zB. im Zehnerpack für 5 Euro. + 1 Euro Versandkosten
oder direkt im Laden. Eine kleine Auswahl der Karten und Schilder hier.

Nun aber zur nächsten Lesung im LI-LA Literatur-Laden. Ein spannendes Thema erwartet Sie, nämlich ein anthropologischer Essay eines großen Reisenden dieses Jahrhunderts der auch ein begnadeter Stilist war - ungemein aufschlußreich und anschaulich geschildert - der es vermag in Bann zu ziehen sowie einige massive Probleme der Gegenwart vom grundsätzlichen her zu beleuchten.
Am Fr., den 27. 11. um 20.15 Uhr

Bruce Chatwin – 'Nomadensturm'

Eine brillante ethnologische Studie
in eindringlichen Bildern eines rastlosen Geistes
über den elementaren, Jahrtausende alten Gegensatz
zwischen seßhaften Kulturen und Nomadenvölkern.
Eo Scheinder liest einen Essay aus
'Was mache ich hier'
von Bruce Chatwin.

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□ 32. ■
Der Strom der Zeit
ergießt sich
in das Meer der Ewigkeit


(Kalenderblatt demnächst.
Die verdammte Technik eben !)

Aber nun hier das Kalenderblatt an anderm Ort
Viel schöner anzusehen.

...Musikspur: Maria - Debbie Harry / Parallel Lines...


Montag, 17. August 2009

Wehret den Anfängern

Ost-Ennerich (VSE)
17. 8. 09 - Mondtag

Der Kampf gegen Rechts sollte durch den Kampf gegen Oben sowie den Kampf gegen Hinten verstärkt bzw. ergänzt werden, um wie es so schön heißt den Anfängen zu wehren. … Aber was ist denn das für ein Deutsch ? Seit wann gibt es denn Anfang im Plural ? Anfang und Ende gibt es ja immer nur einmal; obwohl ein Fluß nährt sich aus vielen Quellen und Quellgründen und hat damit auch viele Anfänge (die aber keinesfalls so genannt werden). Aber vielleicht hat man im Eifer des Geschäfts, äh natürlich des Gefechts nur ein klitzekleines ‚r‘ vergessen ? Dann würde es sogar Sinn machen - Wehret den Anfängern ! Richtig, das könnte ich unterschreiben. Den Anfängern wehren, jenen Leuten also, die von nüscht ne Ahnung haben und noch, wie man sagt, grün sind, vor allem hinter den Ohren, konkret gesprochen den Anfängern in der Politik. Dort und auch sonst an entscheidenden Stellen haben Anfänger rein gar nichts zu suchen. Warum brauch ich wohl nicht zu erklären. Nur so viel vielleicht, es ist bekannt und der Ausdruck weist darauf hin, daß Anfänger fürs erste noch viel lernen müssen. Da sie ihr ‚Geschäft‘ noch nicht können und ebenfalls nicht über Überblick und Erfahrung verfügen, machen sie leicht Fehler, die unversehens andere in Mitleidenschaft ziehen können; auch wenn sie das in ihrer Euphorie nicht wahrhaben wollen. Die sollten lieber zuhören und sich anlernen lassen, als schon vor der Zeit zu laut zu krähen und sich dicke tun und mit lauter, schon etwas nervtötender Stimme sich Gehör verschaffen.
Wehret daher den Anfängern in der Politik, denn dort sind wirklich Meister gefragt; und an solchem Platz haben Lehrlinge und Amateure nichts zu suchen, sintemal sie (noch) im gleichen Maße idiologiegetränkt sind wie lebensunerfahren.

Der August-Spruch aus den KALENDER-SPRÜCHEN 2009 von Eo kommt ziemlich herbe daher und ist einer der beliebtesten Zeitgeistvokabeln dieser Zeit gewidmet, mit der viel Schindluder getrieben wird und die immer mehr Leute sichtlich, sobald sie in Reden auf diese niederprasselt, zu nerven beginnt. Dies tolle Wort mit Namen Toleranz, (von mir seit einiger Zeit immer öfter mit Doppel-L geschrieben) sollte kurz nach der Wende in Berlin sogar einen Straßennamen zieren und war als Toleranzstraße statt der (wiederzurückbenannten) Danziger Straße im Gespräch, wenn ich mich nicht irre. Als dann einige sprachkundige Leute die Berliner darüber aufklärten, wie dieser Straßenname zB. bei den Franzosen ankäme, die ja unter einer 'rue de la tolerance' etwas ganz anderes, weil rotlichtiges verstehen, mußten doch viele lachen und der alberne Vorschlag war vom Tisch.


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≠ 23. ‡
Zu oft und allzu heftig eingeforderte Toleranz
wird schnell tolleranzig






…Musikspur: Ich han nach lieben vrüenden … (Estampie / Crusaders)…

Donnerstag, 23. Juli 2009

alleinsam


Ost-Ennerich (VSE)
22. 7. 09 Mi


Ein Autor lebt (im Idealfall) vom und fürs Schreiben. Auch wenn es ihn immer mal nervt, weil es nicht läuft und in Gang kommt, ist er doch sehr gern mit Gedankenstricken beschäftigt oder besser zugange. (Wenn er denn erst mal auf den Geschmack gekommen ist.) Warum ? Weil es wie ein gutes, interessantes, spannendes Gespräch sein kann und eben weil es auch ein formidabler Ersatz von ganz eigener Qualität sein kann, wenn man der entsprechenden Gesprächspartner ermangelt und statt albernem Geschwätzes sich lieber ersterem zuwendet. Die (befristete) Einsamkeit schreckt ihn nicht, denn für sein Tun und Treiben muß er ungestört und daher allein sein. Aber er fühlt sich dann nicht einsam, eher in eim anderen Aggregatzustand - eben alleinsam. All-ein-sam-keit. So ungefähr ist zB. vor mehr als 400 Jahren Michel de Montaigne auf den glorreichen Gedanken gekommen, eben diese auf eine höchst subjektive, spontane vom Einfall diktierte Art zu eim zutiefst menschlichen Problem oder einer Frage, dem geduldigen Papier mitzuteilen und in einer besonderen literarischen Form, dem Essay bzw. Essai, gleich eindrucksvoll in Szene zu setzen. Und dies vor allem weil ihm sein bester Freund und intensiver Gesprächspartner durch frühen Tod abhanden gekommen war. Daher sparte sein philosophisches Denken den Tod nicht aus, sondern wies dem Denken über die Endlichkeit des Lebens einen besonderen Stellenwert zu. Schön nachzulesen in: Philosophieren heißt sterben lernen.


Natürlich nicht ohne Spruch. Der Dezember-Spruch aus den KALENDER-SPRÜCHEN 08. Im Raucherclub hat's übrigens einen neuen Beitrag mit dem spannenden Titel ...Strategische Reserve...



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√ 20. Ъ


Wenn die Welt zu sehr
aus den Fugen gerät,
braucht es wieder
die Dichter.



...Musikspur: Paco de Lucia - Almonte / Zyryab....