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Freitag, 9. November 2012

... deutscher Schicksalstag ...

Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 8. 11. 2012 -


Habe letztens ja die Einladung
zur Buchvorstellung von GERMANISCH-DEPRESSIV rausgeschickt; und weil der Text so gut zum 9. November paßt, auch noch mal hier für tout le monde. Aber doch mehr als Text, denn leider ist die Veranstaltung schon ausgebucht. Aber wer sich für das Buch interessiert findet weiter unten noch einen Infozettel.


Der November ist vor allem eines -
gewöhnungsbedürftig; daneben aber auch ein ungemein schicksalsträchtiger Monat, wie wir Deutschen wissen. Spät im Jahr mündet ein anhaltender Protest urplötzlich in eine heiße Phase ein und bringt ein auf Jahrzehnte festgefügtes System innerhalb kurzer Zeit ins Wanken.

Und als dann die Mauer fällt,
also für jedermann durchlässig wird, können viele diesen Moment vor Glück und Rührung zunächst gar nicht fassen; und WAAAAHNSINN wird folglich der häufigste Ausruf jener Tage, weil man für diese umfassende Wende über Nacht einfach keine vernünftigen Worte findet.

Soviel erst mal zum November,
nun zum eigentlichen Anlaß. Mit Lesungen habe ich mich die letzten Monate doch ziemlich zurückgehalten, wie Sie sicher bemerkt haben. Aber nicht weil mir die intressanten Themen ausgegangen wären, sondern weil ich eînfach mehr mit anderen Projekten befaßt war; schließlich sollte auch mal wieder ein neues Buch von mir erscheinen .

Das liegt nun endlich vor -
was für einen Autor ja immer ein erhebender Moment ist - und wird demnächst im LI-LA Literatur-Laden sozusagen offiziell vorgestellt. Daß der Termin gerade auf den  9. November fällt, nun ja, ist schon mehr dem Zufall geschuldet,.und dennoch nicht gerade unpassend, sintemal* das Buch den Titel Germanisch-depressiv trägt und von da her gut mit diesem deutschen Schicksalstag und dessen zutiefst gegensätzlichen Momenten korrespondiert:

Es finden sich darin
Gedanken zur (Jetzt-)Zeit wie auch zur Geschichte, zu strittigen Themen, drängenden Fragen und was der Zeitgeist sonst noch alles an Widersprüchen und Tunnelblicken kumuliert hat.

Oder wie es im Klappentext heißt - 
Miniaturen und Momentaufnahmen zu wichtigen Themen und Fragen der Zeit  Jeweils garniert mit eim witzigen bis bissigen Spruch aus der Sammlung des Berliner Freestyle-Philosophen.

Wie zB. diesen da:

Der Schatten des Ruhms
Wenn Madonna heute vom Pferd fällt, 
weiß es morgen die halbe Welt. 
 

 Freue mich also, 
am Freitag, den 9. Nov. im LI-LA Literatur-Laden  um  ….
mein neues Buch GERMANISCH-DEPRESSIV
im Rahmen einer Lesung vorzustellen …

Eo Scheinder - GERMANISCH-DEPRESSIV

... Musikspur: Shakira - How do you do / Oral Fixation 2 ...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

... der-die-das -II- ...

Ost-Ennerich (VSE)
25. 10. 2011, Di

Wie versprochen
hier nun der Versuch einer praktischen Umsetzung typisch englischer Regeln auf das Deutsche, um einmal zu sehen, wie das klänge, wenn ein starker Vereinfachungsdruck auf dem Deutschen gelastet hätte.

Aber ma sollte sich nicht zu sehr
in Sicherheit wiegen, denn das kann alles noch kommen; keine Frage, die deutsche Sprache steht, wie man sehen und lesen kann und wie auch die Sprachvereine nicht müde werden zu betonen, heute gleich von mehreren Seiten unter starkem Druck.

Und die Verenglischung,
die im Deutschen doch sehr um sich gegriffen hat, ist eine davon. Insgesamt aber auch nur ein Teil der großen, von oben verordneten großen Transformation. Aus diesem Grunde wird demnächst ein neuer Blogg mit dem Namen UIEK und einer speziellen Zielsetzung seinen Betrieb aufnehmen. Mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

Hier nun das skurile Fundstück
von meiner Festplatte, irgendwann vor anderthalb Jahren geschrieben.



Ich kann mir nicht helfen,
aber Englisch klingt durch die starke Reduktion der Flektionsendungen und dem Einer-für-alles-Artikel ‘the’ schon sehr pidsch’n-mäßig; möglicherweise ein nicht unwesentlicher Grund für die weltweite Verbreitung dieses Patchwork-Idioms.

Würden solche Vereinfachungsregeln
auch auf das Deutsche angewandt, hätte das folgende Auswirkungen: Verben hätten dann keinen richtigen Infinitiv mehr, denn dieser würde mit ‘zu’ oder, da die englische Sprechweise dazu neigt die Wörter abzuschleifen wohl eher mit ‘ze’) gebildet werden – ze hab, ze mach, ze kann. Durchkonjugiert: ich hab, du hab, er, sie, es hat, wir hab, ihr hab, sie hab.

‘Der, die, das’ würden dann
zu ‘de’ zusammenfallen, de mann, de frau, de kind; ebenso der unbestimmte Artikel, statt ein, eine, ein nurmehr ei - ei mann, ei frau, ei kind. Und dies zu Sätzen aneinandergereiht klänge dann etwa so:

Ich geh mit mei frau
und de kinds durch auto zu de nächst stadt, wo wir woll ze kauf ei neu computer für mi und mei frau und neu computerspiels für mei kinds.

Doch äußerst gewöhnungsbedürftig
und irgendwie klingt’s auch ziemlich deppert, oder nicht ?!

Aber genau dies
ist ja leider der Trend. Das Pidsch’n- und Brabbel-Deutsch ist schon längst auf dem Vormarsch und setzt der deutschen Sprache gleich von zweiten Seiten heftig zu. Von oben als Denglisch bzw. immer mehr verenglischt und von unten als undifferenzierte Kanack-Sprack à la: Was guckstu oder isch disch Krankenhaus. Eine Äußerung, die zwar auf Anhieb richtig verstanden wird, aber sich alles andere als schön anhört, weder der Form noch der Aussage und somit dem Inhalt nach.



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,' 134. ',

Die Lage ist hoffnungslos,
aber eben noch immer nicht ernst.

Der Januarspruch aus den KALENDER-SPRÜCHEN





Hier auch noch etwas altes, aber gutes:
http://eos-o-ton.20six.de/eos-o-ton/art/530567/Trojanische-Pferde

… Musikspur: Frank Zappa - Sofa No 2 …







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