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Donnerstag, 5. Januar 2012

Countdown zu Jahresbeginn ...

Ost-Ennerich (VSE)
- 4. 1. 2012 - Mi -

Endlich nun Zeit und Gelegenheit,
einen Text aus dem eben verblichenen Jahr 2011 hier einzustellen; ist vom 22. 12 - aber valleicht noch ein wenung aktuell.


Je später das Jahr,
um so näher die Rücktritte, äh‚ Rückblicke mein ich natürlich.

Wie war nun also das Jahr ?
Nicht richtig gut, aber auch nicht wirklich schlecht, eben so la la, durchwachsen halt. Geht alles erst mal so weiter, natürlich einiges probiert, nur leider nichts, was richtig gezündet hätte. Aber egal, es geht ja weiter und bald werden die Uhren quasi wieder auf 0 gestellt, also wieder neues Spiel und damit neues Glück.

Das einzige, was wirklich
ein wenig beunruhigt ist dann doch das Tempo, mit dem das Jahr 2011 vorbeigezogen ist. Ein Jahr ist nix, , zieht schnell dahin, grad so wie ein Monat; kaum daß er begonnen hat, geht er auch wieder zur Neige. 

Dabei bietet jeder Tag
ein ziemliches Quantum an Zeit. Was dann alles innerhalb acht bis zehn Stunden bewegt werden kann, merkt man erstaunt zB. bei eim Umzug.

Was da alles in einen Tag
bzw. an eim Tag gepackt und verpackt werden kann, ist schon erstaunlich.

Ja, je mehr man sich bewegt,
um so länger erscheint einem auch die Zeit, während, wenn ma mehr unbeweglich auf seim Platz sitzt, einem die Zeit , obschon sie im gerade durchlebten Moment einem als zäh und langwierig erscheinen mag, im Rückblick doch ziemlich konturenlos und wie zusammengeschnurt vorkommt.

Nun, wenn man immer nur
auf demselben Fleck verharrt, kann die Zeit ja auch nicht soviel machen, nicht wahr. ?

Wenn ma die Möglichkeiten nicht nutzt
und somit die Zeit ungenutzt verstreichen läßt, darf man sich nicht wundern, wenn die Zeit auch praktisch ganz ohne Qualität bleibt und hernach sich eine Erinnerung daran kaum einstellen will.





Die Kalendersprüche 2012

gibt‘s exklusiv bei Eo im LI-LA Literatur-Laden, mittlerweile schon im sechsten Jahr. Also, wie wär‘s ? Mit starken Sprüchen durchs neue Jahr.- kostet grad einmal 5 Euro.

Hier noch ein schöner Klick
zu eim vergessenen Jubiläum - immerhin ein 500jähriges - das schnöde übergangen wurde, weil es der Phalanx der Idiologen und Gesellschaftsingenieure ein Dorn im Auge war, im Raucher-Club.


... Musikspur: Miles Davis - Flamenco Sketches ...

Freitag, 4. Februar 2011

... nur ein Winterkönig

Ost-Ennerich (VSE)
3. 2. 2011 - Do

Gibt da noch so einiges
nachzutragen, wie etwa dies hier. Ist vom gleichen Tag wie der Auspizientext, aber doch zu eigensinnig, um ihn da einfach so dranzuhängen.


Langhans im Dschungelcämp,
Ekelfernsehen vom feinsten - aber ohne mich. Was für eine Inszenierung !

Eine Ikone des glorreichen Aufbruchs
in die allseits gerechte, freie, vorurteilslose Gesellschaft ist auf seine alten Tage nur der Kohle wegen in einer Freakshow gelandet, aller esoterischen Bekundungen zum Trotz, nur damit primitive Gemüter ihrem Voyeurismus frönen dürfen und ihrer Schadenfreude freien Lauf lassen können.

Aber wenn ma sich für einen Moment
in die Szene vertieft, steigt ein seltsamer Gedanke auf. Hoppela ! Moment mal, könnte es nicht sein, daß sich da etwas wiederholt, doch diesmal als Farce ? Denn die Kommune (K) 1 war doch auch so etwas wie ein Dschungelcämp - von damals aus gesehen, wenn auch nicht unter Palmen sondern am Stutti in Berlin-Charlottenburg.

Und man machte
- mit den Mitteln von damals - ja ordentlich von sich reden, und alles, was sich dort ereignete, dann auch gerne publik. Und dazu die schräge ID mit den ausgehängten Türen, damit ja keiner sich in spießige Privatheit flüchten konnte.

Wüßte nur zu gerne,
was Uschi Obermaier dazu gesagt hat, als sie davon erfuhr. Ist ihr valleicht total egal, nach so langer Zeit und so eim bewegten Leben. Hat man ja auch längst schon einen Kinofilm von gemacht. Und er war da wohl mehr nur so eine Art Winterkönig.

Aber eins muß ma dem Langhans
wirklich lassen, er hat sich gut gehalten - intelligente, vergeistigte Züge, oder noch deutlicher - der Mann hat wirklich ein Gesicht. Ob’s mit seiner esoterischen Grundeinstellung zusammenhängt ?

Glaube schon,
denn die sich ganz der Materie und der Karriere verschreiben, sehen oft im Gesicht doch sehr unrund und irgendwie gepökelt aus wie etwa bei Joschka.



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.: 99. :.


Was
beobachtet die Wissenschaft ?

Just die Haut der Dinge.

Zitat eines Autors,
den wahrscheinlich so gut wie keiner mehr kennt, obschon er ungemein brillant zu formulieren weiß und mit phänomenalem Klarblick die Dinge erfaßt.

Übrigens einer,
der lieber vom Aufgang als vom Untergang geschrieben hat. Demnächst sicher mehr. Von diesem John hab ich noch eine Menge Pfeile im Köcher
. Aber von Oswald natürlich auch.

Ach so, und wer der Esoterik
nicht ganz abhold ist, mag sich gern noch in den Raucherclub begeben, denn da geht es nicht bloß um Schalk und Rauch sondern auch um Temperamente.

,

... Musikspur: Samira Kennich-Nisch - Hila, hila ...

Freitag, 30. April 2010

Stumpfe Stummfische

Ost-Ennerich (VSE)
29. 4. 2010 Do


Nun endlich mal wieder etwas Butter bei die Stummfische - ja die dumpfen und stumpfen Stummfische mein ich. Daß gebundene Geister mit Freigeistern erhebliche Probleme haben, erklärt übrigens Nietzsche sehr schlüssig und schneidig in seiner geschliffenen, besser messerscharfen Diktion. Gibt’s diesen Freitag auch zu hören - in meim Laden, falls es denn jemand interessieren sollte … Schreib ja nicht bloß meine Schoten hier dann und wann, sondern trage immer mal starke Texte vor und bringe sie zu Gehör. Wenn Sie also der Nervereien in der Glotze überdrüssig sind und die ständigen Krimis und Kochsendungen satt haben, wäre das valleicht eine Alternative. Sich einmal von der Magie der Sprache verzaubern zu lassen; es müssen ja nicht immer bunte, hektisch aufeinanderfolgende Bilder sein.


Am Freitag, den 30. April 2010 um 20.15

im LI-LA Literatur-Laden:

Friedrich Nietzsche - 'Menschliches, Allzumenschliches' (V)

Über die Anzeichen höherer und niederer Kultur
5. Teil der Nietzsche-Reihe mit dem Schwerpunktthema: Freie Geister und gebundene Geister und die Dialektik von Entartung und Höherentwicklung.
Eo Scheinder liest Nietzsche.

Apropos, wer hier gerne mitliest und mir seine stille Anerkennung zukommen lassen möchte, kann valleicht mal etwas bestellen, das ein oder andere meiner
Böcher, paar Karten oder ein Schild oder einen Sprüchekalender. Ich will ja nicht betteln gehen wie Jürgen Elsässer, der unter dem Artikel seine Kontonummer zwecks Bitte um eine Spende angibt und dem staunenden Leser verkündet, daß ein Artikel dieser Länge mit 300 Eurinos zu veranschlagen sei. Nein, Spendenaufrufe find ich eher doof, aber wenn man zB. mal bei mir ein Buch oder so bestellen würde, erhält man dafür auch eine Gegenleistung. Und außerdem motiviert es auch den Schreiber, wenn Sie verstehen, was ich meine …



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-=
52.
= -

Der Irrsinn
ist bei einzelnen etwas seltenes -
aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten

die Regel.

(Friedrich Nietzsche)

Im Raucherclub hat sich auch mal wieder was getan. Hat mit dem Fröhling zu tun. Echt lustig.


…Musikspur: Squietschelum - Eo Scheinder / Neue Töne …





Donnerstag, 1. Oktober 2009

absunderlich -II-

Ost-Ennerich (VSE)
Mirretwoch, 30. 9. 09

Ach ja, die Bloggs ! Überhaupt, dies merkwürdige Internet, das ich der Kürze wegen gern Inet nenne, ja, ich gebe es auch zu, es ist schon irgendwie eine enorme Erweiterung, eine schier grenzenlose Verfügbarkeit von Information, von Bildern, Texten, Filmen, Lebensäußerungen aller Art, ein Angebot die Welt als virtuellen Schatten zu erfahren und dafür alles bequem und ungefährdet vom Sessel aus zu erjagen. Und dadurch auch wieder absunderlich - eine Schlacht im Sitzen gewinnen, fragte schon Gottfried Benn und faßte sich an den Kopf. Während die einen sich in eine freiwillige Klausur begeben (mit dem Compu als Kontakt- und Verbindungsperson), zeigen die anderen auf der Straße Präsenz und glucken zusammen, wie es ihre Art ist. Gewiß, dieses Verhalten vermag nicht gar so weit ausstrahlen, ist aber dennoch Botschaft, die sich unmittelbar der Umgebung mitteilt. Wir sind da und zeigen Präsenz.

Soviel zum Unterschied von Wirklichkeit und Virtualität. Was übrigens ein ganz spannendes Thema ist; wie spannend wird die Zukunft zeigen. Wir stehen eben auf brüchigen und schwankenden Fundamenten. Dazu ein Spruch, der Slo zugeschrieben wird; ein Spruch, der in sich absolut schlüssig ist und jederzeit in der Wirklichkeit und vor allem in den Medien überprüft werden kann. Oder warum herrscht sonst in diesem Lande hier soviel (Zukunfts)Blindheit ? Ach ja, wegen des konsequent rückwärts gewandten Blicks. So sollte man aber keinesfalls Auto fahren und auch im Rückwärtsgang ist solche Fahrweise über längere Strecken eine ziemliche Tortur, denn man kriecht nur langsam dahin und kriegt leicht einen steifen Hals dabei. Zudem dürfte die Polizei an solcherart Fortbewegung wenig Gefallen finden und alsbald einschreiten. (So eine Geschichte ist sogar schon einmal vorgekommen - in echt - daß einer, weil die anderen Gänge nicht mehr ‘gingen’, seine Karre - engl. car - im Rückwärtsgang kilometerweit über die Landstraße bewegte, bevor er gestoppt wurde. Stand mal unter kleinen Meldungen in der Zeitung.)

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ع .26. و

“Die verwirrte 68er Generation konnte und kann
nur Verwirrung weitergeben.
Das tut sie erfolgreich.”
(Peter Sloterdijk)

...Musikspur: Air - Johann Sebastian Bach (BWV 1068)...
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