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Donnerstag, 18. August 2011

… in der Zeit geirrt. Oder keine Perlen …



Ost-Ennerich (VSE)
17. 8. 11 - Mi

Ob ich hier
beim Neue-Spryche-Blogg überhaupt Leser habe ? Den Zahlen nach schon, aber es fühlt sich so an, als wären da keine; bleiben ja allesamt stumm.

So gut wie keiner
hat sich bislang aus der Deckung gewagt und auch nur holla gesagt. Kommt mir komisch vor, ist aber wohl normal. Es bringt halt keiner ein Wort heraus, gleichviel ob Kritik, Zustimmung oder sei es sonst eine Meinung oder ein intressanter Hinweis oder so.

Jaja, ich weiß,
soviele Frösche sitzen am Tümpel und quaaken … Da fragt ma sich schon, ob man stur immer weiter seine Texte reinstellen soll, wo es anscheinend doch keine Sau intressiert. Und so kommen einem dann hin und wieder Gedanken wie keine Perlen vor die Säue.

Sicher, die einen
und das ist der große Teil, die sich hierher verirren, kapieren es nicht richtig oder sind zu ungeduldig und die anderen, der kleinere Teil ist einfach zu stolz wie auch ein bißchen etepetete und stößt sich an gewissen Eigentümlichkeiten meiner Rechtschreibung und am eolischen Stil.

Wer wejß ?
Dergleichen Leute gibt es mehr, als ma so denkt. Dann sollen sie eben weiter Maulaffen feilhalten, diese stumpfen Stummfische. ! Und von mir aus das neue Buch dieser Drecksau lesen.

Ach, jetzt werd ich ja
auch noch gemein und ausfällig. Zum Glück läuft gerade das wunderhübsche Adagio von Albinoni und bringt mich wieder etwas davon runter. Tja, je älter ich werde, umso mehr hab ich das Gefühl, als hätte ich mich in der Zeit geirrt.

Und noch was,
wenn das Wahnsinnige normal und allgegenwärtig wird, kann der Normale nur noch wahnsinnig werden bzw. ist es schon. Wer da noch bei klarem Verstand bleibt, muß es dann ertragen von den meisten, wenn nicht als Idiot dann doch als Spinner angesehen zu werden.

Aber auch das ist mir egal,
schließlich leben wir ja im Zeitalter der Egalität und der Banalität, den Idiologen und dem Materialismus sei Dank.

Es ist ja nicht so,
als ob nichts vorliegen würde ! Jede Menge Texte, und nicht bloß Texte, sondern gute Texte, die da bei mir auf Halde liegen; aber wenn eh keiner Notiz nimmt, kann ich mir das auch schenken.

Und reihe mich damit ein
in die allgemeine Schlaffheit und Wurschtigkeit. Merke: Mutti, Vati und Sohn fehlt es heute an Motivation.


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+/ 123. \+


Jesus wetterte
nicht grundlos gegen den Mammon,
denn er kannte seine Pappenheimer.


Bei aller Wurschtigkeit,
einen Verweis hätte ich ja noch in Richtung Vergänglichkeit ...



... Musikspur: Santa Esmeralda - Don’t let me be misunderstood ...

Montag, 31. Mai 2010

... nicht der Hannjer

Ost-Ennerich (VSE)
30. 5. 2010 So

Manchmal frag ich mich, warum ich nicht öfter was hier reinsetze. Doch dann sag ich mir meistens - wozu ? Den Lesern geht es halt am Arsch vorbei, außerdem sind die sowieso alle überfüttert, also keine Perlen vor die Säue. Schätze mal, daß die meisten eh nicht mitkommen und weitere einfach nicht mitgehen wollen. Nun gut, dann geh ich eben allein; und zwar nur dann, wenn es mir gefällt. Kann ich schließlich halten wie ein Dachdecker und ist mir auch egal wie 88 oder wie es so schön heißt, ein Handkees stinkt von allen Seiten, wird aber trotzdem von den Frankfurtern gerne gegessen. Und wenn er dann vertilgt ist, sagen sie, jetz is de Kees gesse. Aber ma muß ja nicht, wie Oscar Wilde sagt, einen Käse zur Gänze aufessen, um zu wissen wie er schmeckt. Sintemal der Geschmackssinn von elementarer Bedeutung ist und ein Grundraster vorgibt, das sich alle anderen Sinne zunutze machen, wenn nicht in so vielen Bewertungsfragen regelrecht darauf aufbauen. Hoch interessantes Thema, keine Frage, hätte diesbezüglich sogar noch etwas Detailliertes anzubieten; müßte ich aber erst suchen. Dann beim nächsten Mal. Oder wie es früher so schön hieß: Demnächst in diesem Theater. Valleicht. Schaunmerma. Es treiben sich ja doch nur Stummfische hier herum. Und was ich von denen so denke, steht auf eim annern Blatt. Wo ?! Bitte selber suchen. Ich bin schließlich nicht der Hannjer.


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<| 56. |>


Nicht bloß
ein lustiger Spruch
-

Auch schlechte Zeiten
haben ihre guten Seiten.

(Septemberspruch aus:
KALENDER-SPRÜCHE 07)

.. .Musikspur: Marin Marais - Pièce de Viole / Jordi Savall ...

Dienstag, 12. Januar 2010

Tempo und Temperatur


Ost-Ennerich (VSE)
11. 1. 10, Mo

Hätte ja schon längst wieder paar Beiträge samt Sprüchen in mein Blogg stellen können, wie das letzte Mal schon vermerkt; an Themen, Texten und auch Sprüchen ist wahrlich kein Mangel. Ehrlich. Aber wenn’s praktisch kein Schwein interessiert, was soll dann der Aufwand ? Keine Perlen vor die Säue ! Die Leser, sofern es denn welche gibt, sind so stumm wie die Fische im Aquarium, die mal kurz ans Glas kommen, blöde glotzen und gleich wieder ihres begrenzten Weges ziehen. Solche Bilder steigen von Zeit zu Zeit schon mal auf und nähren meinen Verdacht, daß das Inet genau wie die reale Welt auf Straßen und Plätzen doch überwiegend von Ignoranten bevölkert sein muß; und daneben von den unvermeidlichen Schnäppchenjägern, die sich so durchklicken und im digitalen Dschungel sich auf Teufel komm raus bedienen und auf ihre Festplatte runterschaufeln, was das Zeug hält, ohne auch nur holla zu sagen. Eine komische Mentalität, die da Einzug gehalten hat, aber das paßt natürlich gut in diese Zeit, die durch ein mörderisches Tempo, unverhohlene Dreistigkeit, schnörkellose Direktheit und mehr und mehr von Gewalt und offen zutage tretender Brutalität geprägt wird. Allesamt Anzeichen der Krise und Ausdruck einer erhöhten gesellschaftlichen Temperatur. Vor diesem ungesunden Temperaturanstieg bzw. solcherart Fieberschüben habe ich jedenfalls mehr Angst als vor dem sogenannten Klimawandel. Muß hier auf die Bremse treten; ein anderes Mal gerne mehr dazu, ist heut nicht das Thema. Aber wem sag ich das ? Eben auch so eine Frage, die noch immer einer Antwort harrt. Bislang nicht einer, der sein Inkognito gelüftet hätte. Schwache Vorstellung eigentlich. Dabei sind für den letzten Monat doch immerhin so um die 800 Klicks zu verzeichnen gewesen, darunter ca. 20 %, die etwas länger verweilten, mitunter sich auch richtig festlasen; soviel zumindest verrät mir ein Blick in die Statis. Nun, auch wieder ein Zug dieser Zeit, statt Qualität zu erfahren, wird man mit Quantitäten abgespeist.

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37.
Die Menschen unterscheiden sich schon sehr;
insbesondere darin,
welche Eigenschaften und Fertigkeiten
sie gepflegt und aufgebaut haben
und welche anderen sie dafür im Gegenzug
vernachlässigt und seitdem
geringschätzen.

..Musikspur: Antonio Vivaldi - Die vier Jahreszeiten / Der Winter (allegro non molto) Victoria Mullova..