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Donnerstag, 20. April 2017

Notizen auf Notsitzen


Kalendersprüche für 2017



Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 19. 4. 2015 -


So mancher Leser
mag mich ja für einen faulen Hund halten, weil in meim Blogg hier nur immer sporadisch etwas Neues zu lesen ist.

(Nun, das gebe ich
postwendend zurück, sintemal letztens ein veritabler Stinkstiefel auf den letzten Artikel 'Mein politischer Aschermittwoch' mir sozusagen verbal  vor die Tür gekotzt hat. Davon ein Andermal mehr.)

Aber dem ist nicht so,
denn tagtäglich mache ich mir Notizen zum Gang der Geschichte, zuweilen gar auf Notsitzen, notiere Sprüche zur Lage und lasse mich zu drastischen Stücken mit erhellenden Aussagen hinreißen oder stelle wie an gut aspektierten Tagen griffige Provothesen auf, die notgedrungen quer zum räudigen Zeitgeist stehen.


Und manches davon,
aber derzeit eher wenig, wie ich eben grad lustig bin, stelle ich dann ja auch hier als Artikel ein ...

Denn wie schon mal gesagt,
mein Hauptaugenmerk liegt zurzeit auf eim konkreten Buchprojekt, das die dramatische Entwicklung der letzten beiden Jahre, also der Määkel-Endzeit, zum Thema hat.

Und das im wesentlichen
ein politisch-philosophisches Tagebuch ist und den  Titel 'Ende oder Wende ?!' tragen wird, welches den nun merkelich in Gang gekommenen Kulturkampf mit originellen Gedanken kommentiert und begleitet.

Dieses Buch
soll dann auch nach Möglichkeit im Herbst erscheinen. Daher werde ich nun in loser Folge die ein oder andere Tagebuchnotiz daraus hier im Neue-Spryche-Blogg veröffentlichen wie zB. diesen Eintrag vom 23. 3. 2016.



  .´)°(`. _
Kassandra


Spätestens seit letztem Jahr
kann ich nachempfinden, wie Kassandra, jene sprichwörtlich gewordene trojanische Priesterin (und Königstochter) sich gefühlt haben muß, da all ihre Warnungen vor großem Ungemach, ja vor dem Untergang der eigenen Stadt, also Troias unbeachtet blieben.

Aber die verblendeten Priester
vermeinten in dem monströsen Pferd aus Holz eine Gabe der Götter zu erkennen und so ließen sie das Danaer-Geschenk  in die Stadt ziehen.

Und dies trotz des Umstands,
daß dafür die Tore erweitert werden, dh. eingerissen werden mußten, weil das tückische Objekt nicht hindurch paßte. Damit wurde dann auch die letzte Unwägbarkeit, an der die Strategie des Odysseus fast noch gescheitert wäre, beiseite geräumt.

Mehr ist dazu
auf die Schnelle nicht zu sagen, denn der Rest ist bekannt.




 ... Musikspur: Renaissance - Things I don't understand / Turn of the Cards ...







Donnerstag, 23. Juni 2016

Feigheit - das uneingestandene Credo





Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 22. 6. 2016 -


Das eigentliche Datum
nun schon zwei Tage überschritten, aber egal die SSW, also die Sommersonnenwende ist es wert, daß man ein paar Worte darüber verliert, sintemal in unserer Zeit die Gedenktage immer willkürlicher gesetzt werden.

Und mehr und mehr
den Bezug an das Umfassende verlieren, wie jener Einheitsfeiertag, der par ordre des Kanzlers der Einheit auf einen nichtssagenden 3. Oktober gelegt wurde.

Der dann ja auch gleich
vom äußerst integrativen Islam quasi gekapert, also beansprucht wurde, um dessen Konkurrenzkonzept in Form eines Tags der offnen Mosche just am selben Datum dagegenzusetzen.

Aber das paßt
in diese Zeit, die so wenig stilsicher ist, mit Symbolen nicht umzugehen weiß und sich für vieles aus Verlegenheit entscheidet, weil Feigheit das uneingestandene Credo ist.

Denn eigentlich hätte es
der 9. November werden müssen, da in dieser Nacht die Mauer und damit die deutsche Teilung überwunden wurde, gleichviel was an diesem Tag sonst noch geschah.

Doch halt,
auf eine Sache wäre noch zu verweisen, da sie weiter nicht bekannt ist. Denn ebenfalls an eim 9. 11. und dazu noch im Jahre 911 wurde Konrad I. zum deutschen König gekrönt, der in vielen Geschichtsbüchern als der erste deutsche König geführt wird, nachdem die direkte Linie der ostfränkischen Karolinger erloschen war.

Vor Villmar
hoch über der Lahn steht ein schönes Denkmal, das an diesen etwas glücklosen, aber doch vorausweisenden König erinnert.

Soviel zum 9. 11.
Alternativ würde sich auch der 17. Juni anbieten, da dieser ebenso Ausdruck des Volkswillens ist, wenngleich angesichts der aufgefahrenen Panzer gescheitert, und für den eben auch die günstige Jahreszeit sprechen würde, um gebührend Einheit und Zusammenhalt zu feiern.

Aber diese Chance
hat man leider, womöglich absichtsvoll, verpaßt. Doch nun zwei Tage zurückgedreht, sozusagen als eine verspätete Lieferung.




20. 6. 16 - Mo

Jetzt, wo wir gerade
einen der vier Scheitelpunkte im Jahr passieren und der längste Tag ansteht, ist eigentlich ein guter Moment, einmal innezuhalten, um die besondere Qualität des Wendepunkts auch zu erspüren.

In vormodernen Zeiten
war dies einer der wichtigsten Jahresmarken und wurde entsprechend festlich begangen, doch davon ist weiter nichts geblieben, da natürliche Rhythmen ziemlich außer Mode gekommen sind und die Natur weitgehend auf ihre Nutzungseffekt reduziert ist und ihren Zauber daher stark eingebüßt hat.

Aber das liegt nicht
an der Natur, sondern am reduzierten materialistischen Verständnis und der verminderten, weil nicht ausgebildeten Sensibilität für die magische Seite der Natur, die durch Schwingungen und spontane Verknüpfungen erfahrbar wird.

Und das geschieht
ja auch, sobald man nur für eine gewisse Zeit intakte Natur um sich hat.




...::!::...




Dann wäre noch anzumerken,
daß ich mir letztens mal wieder eine Fastenwoche verordnet habe, die grad heute am Montag beginnt; und das heißt für die nächsten sechs Tage am Stück gar nichts essen, aber natürlich reichlich trinken über den ganzen Tag.

Also wirklich fasten
und nicht sobald es dunkel wird, reinhauen wie ein Fastenbre … äh, Scheunendrescher.

Und dies ist imgrunde
gar nicht schwer, sofern man ein wenig Übung darin hat. Denn das entscheidende beim Fasten ist natürlich, daß ma sich für eine begrenzte Zeit des Essens enthält und dies dann nicht als Entbehrung erlebt, sondern als Gewinn.

Nun, den Ausdruck Bereicherung
mag man langsam aus guten Gründen nicht mehr hören, da man schon bald in einen anderen Modus überwechselt, der die Bewegung leicht macht und ein Hungergefühl praktisch gar nicht aufkommen läßt und quasi die Erdenschwere zu eim Gutteil wecknimmt.

Ja, das Fasten
ist alles andere als eine Qual oder mit schmerzlicher Entsagung verbunden, dafür stellt sich ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit ein - und großer geistiger Beweglichkeit.

Und was das erstaunliche ist -
der Magen ist eim solchen Unternehmen alles andere als abhold,, und so spielt er von Anfang an mit und schießt nicht quer.

Im Gegenteil,
er ist ganz froh, daß er für einige Tage nun pausieren und sich vom täglichen Verdauungsstreß erholen kann.

Denn genau dies Einverständnis
teilt er in gewissen Abständen unmißverständlich mit, wenn vom Bauch her eine wohlige Welle nach oben steigt. Ja, auch das befristete Nichtessen kann sehr gut schmecken.

Und nicht zu vergessen,
dann die Woche drauf, wenn wieder nach Belieben zugelangt werden darf. Wie gut dann alles wieder schmeckt ! 
 

Bleibt noch zu sagen,
und darauf lege ich wert, weil diese Erfahrung wesentlich ist und den eigentlichen Kern berührt, nämlich daß das Fasten letztendlich ganz ohne Jammerkram abgeht.


Dienstag, 24. Mai 2016

Mitternacht - und das Gewitter kracht


Aus meim neuen Buch


Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 23. 5. 2016 -




Ob ich denn
schon paar Worte zu Bellos Wahlsieg, also diesem Wahlsiech der besonderen Art verlauten lassen soll ?! 

Das ein und andere Stich>wort
wie auch einige herbe Sprüche dazu hab ich ja notiert, aber den Job überlaß ich erst mal den Journos von der linken Journaille.

Denn die werden dafür bezahlt
und mögen von mir aus den Schummelsieg schönreden und diese abgefeimte Nummer als grandiosen Sieg der Demokratie in den nächsten Tagen hochjubeln.

Wenn das mal mit rechten
Dingen zugegangen ist !  Aber die EU will es so. Es werden gewiß noch andere äußerst knappe Ergebnisse folgen, und wie die dann ausgehen, kann ma sich damit heute schon denken.

Doch immerhin
müssen sie konzedieren, daß mindestens das halbe Volk gegen sie ist. Und das ist das eigentliche Zeichen, das Aufmerksamkeit verdient.

Schauen wir,
wie das groteske Theater weitergeht. Denn bald beginnt bekanntlich die bunte EM, das heimliche Pilotprojekt in Sachen sogenannter Integration, mit der man die Fußballfäns sozusagen mit Bereicherungstoren ködern will, so sie denn überhaupt fallen.

Das sportliche Großereignis,
das den Massen nun bald kredenzt wird, steht allerdings unter keim guten Stern und bereitet den Organisatoren große Sorgen, da die Menschenansammlungen eine kaum zu sichernde Angriffsfläche für mögliche islamistische Anschläge darbieten, sintemal die Fußballkirmes auch noch in den Fastenmonat Ramadan fällt, der Moslems, wie es heißt, im besonderen Maße reizbar und also aggressiv machen soll.

Jedenfalls bin ich schon mal
gespannt wie multikulti DIE MANNSCHAFT, also die deutsche Fußballnationalmannschaft daherkommt und wieviele davon vor Spielbeginn bei der 3. Strophe des Deutschlandlieds mit einstimmen.

Soweit nun die Gedanken
mit Gewihigru, dh. mit Gewitterhintergrund; jetzt wo das Gegrummel und Gerumpel immer schwächer wird. Aber da ich ja eine Weile nichts mehr in den digitalen Äther eingegeben habe, hier noch ein knapper Text, zu dem, was ansteht oder schon in der Luft liegt. 





- -- l .:. l -- -



18. 5. 16 - Mi


Die Zeitenwende
rückt nun näher; weil das Chaos einfach zu groß wird. Und die Zeitenwende steht, davon ab, sowieso an, da seit der letzten Wende ein ganzer Generationenschritt erfolgt ist.

Und weil bei eim jeden
Generationenschritt ein mehr oder weniger großer gesellschaftlicher und systemischer Wandel allein durch diese Prozesse eben fällig wird.

Aber dieser Wandel
ist auch deswegen fällig, weil in dieser deutschen Demokratie das deutsche Volk eigentlich gar nicht mehr vorkommt, abgesehen wenn es um Schuld und Entschädigungsleistungen geht.

Ansonsten haben die Politiker
der Altparteien das deutsche Volk schon abgeschrieben, denn sie reden neuerdings gar nicht mehr von und zu den Deutschen sondern immer nur zu den MiDs, also den Menschen in Deutschland.

Und dies vor allem
aus Hartherzigkeit dem eigenen Volk gegenüber und wegen einer regelrechten Affenliebe gegenüber allen Völkerschaften im allgemeinen und dem Islam im besonderen.

Ja, ma kann alles treiben ...
und auch übertreiben wie mein Großvater öfters zu sagen pflegte; und man kann auch den Bogen überspannen und ebenso den Ast absägen, auf dem ma sitzt und sich ganz abgehoben vorkommt.

Denn eine Sache scheint sicher -
die Vollidiologen kommen aus dieser Nummer nicht mehr heraus, wie derzeit schön bei der SPD zu sehen ist.

Wer die eigene Basis verrät,
verliert sie und stürzt dann ins Bodenlose.

Und nicht anders
ergeht es den Politikern, die ihr Volk verraten, auf das sie feierlich einen Eid geschworen haben.





Deutschland
ist für alle da -
und dies so lange,
bis schließlich gar
nichts mehr von 
Deutschland
übrig ist.


 ... Musikspur: Tangerine Dream - Stratosphere / Stratosphere





















Dienstag, 2. Dezember 2014

Kulturkampf unausweichlich


KALENDER-SPRÜCHE 2015



Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 1. 12. 2014 -



Bevor's zum Thema geht,
zunächst ein wenig Werbung. Muß sein !  Sintemal das beworbene Produkt, wie oben zu sehen ist, direkt mit dem eigentlichen Thema zu tun.hat.

Die neuen KALENDER-SPRÜCHE 2015 sind da ! 
Und sind recht heftig ausgefallen. Aber bei diesen Zeiten heute kann das gar nicht anders sein, oder ?!   Erscheinen übrigens heuer im 9. Jahr und können für 5 € (4 € + 1 € VK) hier bestellt werden.

Wo immer mehr Leute
dies komische Gefühl haben, daß sich da etwas zusammenbraut. Und wenn ma sich anschaut, was so alles miteinander verrührt wird, dürfte einen das nicht groß wundern.

Wenn man so,
also nach diesem Nullrezept einen Kuchen backen wollte -- er wäre mit Sicherheit ungenießbar.

Denn eines scheinen
all die Propagandisten  geflissentlich ausgeblendet zu haben, nämlich - auf die Mischung kommt es an. Wie auch von welcher Qualität die Zutaten sind.

Alles Mögliche
ohne Sinn und Verstand zusammenwerfen, kräftig durchrühren und bei großer Hitze verkochen, kann es jedenfalls nicht sein.



_- = : = -_


In der letzten Zeit
gar so einiges geschrieben, aber nicht so recht Zeit und Lust gehabt, das dann auch gleich hier reinzusetzen.

Ob’s an der Fastenwoche lag,
die mal wieder anstand und mich zu einigen sehr herben Sprüchen und Gedanken inspiriert hat - zu herb, ja auch derb und zu drastisch, um sie hier zu veröffentlichen - oder an noch anstehendem Nervkram ? 

Und was diese ominösen
Sprüche angeht ... Denke, die passen ganz gut in die ENNERICHER ALLGEMEINE. Und da werden sie in der neuen Ausgabe auch stehen. .  Vielleicht ein wenig neugierig ?!  Demnächst mehr. Nur soviel - kann ma für kleines Geld abonnieren.

Hier nun noch ein Text,
der 8 Tage zurückliegt und ganz gut zum Kaiser-Strang paßt. Und dazu noch eine kleine Anmerkung den letzten Titel betreffend. Vor dem suspekt hätte noch gut ein zutiefst gepaßt, also Medien … zutiefst suspekt.




Die Zeichen zunehmend auf Sturm,

Kulturkampf ist angesagt und so geht’s fürs erste immer mehr um Sprache und darum, wie nun die Probleme angemessen zu benennen sind; und dh. mit welchen Worten die Wirklichkeit eben zutreffender zu beschreiben ist.

Mit den Worten und in der Sprache
von Politik und Medien oder stattdessen doch besser in der Sprache des Volkes, also all derjenigen, die unter den verschärften Bedingungen zu leben und immer auch zu leiden haben.

Die Art, wie man die Dinge
sieht und beschreibt, dürfte in der Folge zum erbitterten Streitpunkt werden, denn es geht um nichts geringeres als um die Deutungshoheit über die Gegenwart und mehr noch über die nahe Zukunft. 


Ja, wie schon gesagt -
der Kulturkampf steht an, und der Kampf richtet sich gegen die ergraute Macht, die sich immer mehr in ihre Festung der Verblendung und Willkür zurückgezieht.

Und geht dieser Kampf
für die Kräfte der Erneuerung verloren und statt Umkehr und essenzieller Veränderung der Parameter setzt sich ein ungebremstes Immerweiterso dieses fatalen Kurses durch, droht unweigerlich der Kampf der Kulturen.




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  ~´|`     200. ´|`~


 Der 3. Weltkrieg
  ist längst im Gange. 

Denn der 3. Weltkrieg
ist der DRITTE-WELT-Krieg.


Dienstag, 28. Oktober 2014

Mit Knalleffekt






Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 27. 10. 2014 -

Hat Ihnen denn
der letzte Spruch gefallen ?  Wenn ja, dann denken Sie ruhig ein wenig darüber nach, denn der Spruch hat es schon irgendwie in sich und hält weit länger als einen Monat vor. 


Woran man sehen kann, 
daß Kalendersprüche nicht zwangsläufig altbacken, Binse oder seicht sein müssen, also wesentlich besser als ihr Ruf sind. Zumindest soliche, die wo Eo so macht.

Und wie’s eben der Zufall will,
hat einer von der geistreichen Sorte, die es in unserem Medienbereich schließlich auch noch gibt, wenn auch eher als Exoten oder als urwüchsige Eigengewächse, letztens ein Buch mit - nun, wie soll ma sagen - ach so, mit Aphorismen herausgebracht.

Also mit kandierten Sprüchen,

die bitter und süß zugleich schmecken, weil sie auf der einen Seite in eine witzige und prägnante Form gebracht, zum anderen aber doch mehr sarkastischen Inhalts sind.

'S freut mich natürlich,
wenn ein Verlag mit neuen, auf die Zeit bezogenen Aphorismen auf den Markt kommt und dies dann auch bemerkt wird und damit der Versuch unternommen, diese literarische Kleinform wieder etwas populärer zu machen, damit die Leute sehen, was sie eigentlich daran haben.

Und so habe ich mich
auch gleich veranlaßt gefühlt, auf die Präsentation des Buchs von Michael Klonovsky - Aphorismen und Ähnliches - kurz in Sachen Aphorismen, Stellung zu beziehen, sintemal diese mir ja wegen langjährigen Umgangs mit diesen  gar sehr am Herzen liegen.

Spontan drauf losgeschrieben 

und dann diese Zeilen in Sachen Aphorismus bei eim von Gumschenseite übel beleumundeten Blogg mit ordentlich viel Lesern reinstellt:





Nun, mit Aphorismen
haben es die Leute heute leider nicht so, wie man an der niedrigen Zahl an Antworten sehen kann.

Dabei sind Aphorismen
und andere gehaltvolle oder auch witzige Sprüche die eigentliche Hefe, also das Treibmittel, das ein Gespräch, eine Diskussion oder eine Rede erst so richtig intressant, lebendig und einrpägsam macht, nicht zuletzt weil diese sich zumeist leicht merken und gut weitererzählen lassen.

Leider in unserer Zeit
eine ziemlich abgewürgte und unterschätzte literarische und dabei gesprächstaugliche Ausdrucksform.
 

Denn Aphorismen sind,
wenn sie gut sind, oft starke Bilder, wo Dinge, die auf den ersten Blick wenig verbindet, in eins gesetzt werden, mit anderen Worten prägnante Sätze mit eim gewissen Knalleffekt.

Beispiel gefällig ? 
Nun gut:  So effektiv wie Insekten können Menschen nur dann arbeiten, wenn sie in Sekten organisiert sind.

Oder mit den Worten
von Theodor Fontane gesprochen - ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.

Übrigens, 

nicht nur ein Michael Klonovsky schreibt gute Aphorismen ...  




Diesen Satz zum Schluß

konnte ich mir dann doch nicht verkneifen und hab sogar noch einen Verweis zu den ‘Teuflischen Plänen’ gesetzt, was ja auch etliche Neugierige anzog.

Und so konnte sich 

der September-Spruch ‘Teuflische Pläne …’ quasi aus dem Stand bei Gugel.de/bilder unter ‘Kalendersprüche’ alsbald ziemlich weit oben (Seite 5) plazieren.

Bliebe noch zu sagen,
daß es diesen Spruch ínzwischen auch als Aufkleber gibt, so wie der oben abgebildete Klartext-Spruch, und zwar in zwei verschiedenen Größen zum einen im Format 7 x 14,7 cm und  etwas kleiner in 5 x 10,4  cm - à 70 c / 50 c.




Nun, der Apho-Artikel 

sollte ja schon die letzte Woche seine digitale Reise antreten, aber wie’s halt so geht und weil mir die paar Leser nun auch nicht groß Antrieb sind, also schön gemach. The Life is tot schort, to give it tue Lächerlichkeit preis.

Huch, was steht denn jetzt da ?!  

Zugegeben, das ist ein etwas alberner Satz der Marke ‘Mit Englisch anfangen und mit Deutsch enden’, aber wie er sich jetzt darbietet ist dies das Ergebnis dieses Korrekturteufels, der ständig im Hintergrund lauert und meint mich immerzu korrigieren zu müssen.

Denn eigentlich lautet dieses Mix-Spruch:



Life is too short, 
to give it 
the Lächerlichkeit 
preis 




... Musikspur:  Baden Powell - Samba en Preludio ...






Samstag, 8. Januar 2011

ein Apho von Eo

Ost-Ennerich (VSE)
7. 1. 2011 - Fr

Und, haben Sie bisher schon mal
etwas von Johann Beer gehört ?! Höchstscheinwahrlich nicht, denk ich mal. Sehen Sie, vielleicht hat er ja Ihr Interesse geweckt. Und wenn er Ihnen nicht gänzlich unbekannt war, hat es Sie sicher gefreut, daß er auf diese Art mal wieder Erwähnung erfahren hat.

Von da her scheint mir auch
das sintemal gerechtfertigt, obschon es mir auch vom Klang her gut gefällt. Empfehle fürs erste das NARRENSPITAL mit der urkomischen Geschichte von dem faulen Lorenz hinter der Wiesen …

Habe beim Lesen mehr lachen müssen
als bei Asterix zB. Bei Eo kann ma schon das ein oder andere entdecken, gelle ? Und sogar lernen, wenn man will. Aber auf die Kurse hab ich sogar schon hingewiesen.

Und demnächst wird es auch ein Blättchen
zum Herunterladen geben, nach Art einer kleinen Zeitung mit dem hübschen Namen ENNERICHER ALLGEMEINE sowie dem Untertitel NACHRICHTEN AUS ZEIT UND RAUM. Was Sie da erwartet ? Ein paar Texte, dazu so einige Sprüche, sowie paar Bildchen und dann noch Reklame, also praktisch ein Mix wie in jeder richtigen Zeitung auch, aber seitenmäßig viel knapper bemessen.

Wer mehr lesen viel,
kann sich ja in die Bloggs vertiefen oder eben Bücher bestellen. Also, langer Rede kurzer Sinn, wenn Sie mir etwas Gutes tun wollen, kaufen Sie meine Bücher. Und wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen, lesen Sie meine Bücher.

Sind zumeist ja Aphorismen
und kurze Texte, oft kurz und knackig aber auch melodisch und lyrisch. Kann ma sich zu Gemüte führen wie Weinbrandbohnen. Man nimmt zweidrei, steckt sie langsam in den Mund und erfreut sich an den herausquellenden Tropfen. Und dann ist es wieder genug.

Kann man also schön in Etappen
zu sich nehmen wie eine Schachtel Pralinen. Zu einer bestimmten Zeit, sei es beim Nachhausekommen oder vor dem Schlafengehen - ma liest ein wenig und hernach denkt man ein wenig darüber nach.

Und so in etwa sind die Aphos
schließlich auch intendiert, nämlich als eine Art Anleitung zum Selber-Denken.


Und weil ich nun gar so vollmundig
die Vorzüge der Aphos gepriesen habe, hier nun eben statt eim Spruch die Probe aufs Exempel. Das Stichwort Zeitung hat da letztlich den Ausschlag gegeben.

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|; 93. :|


942 Bd II
... und brachte neue Zeitung.

In den Zeiten als es noch keine Zeitungen gab,
waren die Menschen, insbesondere diejenigen,
die viel herumkamen,
selber wandelnde Zeitungen.
Und gerade dieser Umstand sorgte dafür,
daß das Leben weitaus bunter
und weniger langweilig war,
als wir uns das heute –
mit unserer Rumdum-Medienversorgung –
tatsächlich noch vorstellen können;
denn die Menschen hatten sich
in diesen längst vergangenen Tagen
noch ausgesprochen viel zu erzählen;
und außerdem standen gute Erzähler
in einem hohen Ansehen.

Apho Nr. 924

aus: Anleitung zum Selber-Denken
(Band II, Salonis)



Hier noch ein Verweis zu etwas anderem, ebenfalls Barockigem.

... Musikspur: Ravel - Pavane pour une Infante défunte / Ensemble Wien-Berlin ...

Montag, 31. Mai 2010

... nicht der Hannjer

Ost-Ennerich (VSE)
30. 5. 2010 So

Manchmal frag ich mich, warum ich nicht öfter was hier reinsetze. Doch dann sag ich mir meistens - wozu ? Den Lesern geht es halt am Arsch vorbei, außerdem sind die sowieso alle überfüttert, also keine Perlen vor die Säue. Schätze mal, daß die meisten eh nicht mitkommen und weitere einfach nicht mitgehen wollen. Nun gut, dann geh ich eben allein; und zwar nur dann, wenn es mir gefällt. Kann ich schließlich halten wie ein Dachdecker und ist mir auch egal wie 88 oder wie es so schön heißt, ein Handkees stinkt von allen Seiten, wird aber trotzdem von den Frankfurtern gerne gegessen. Und wenn er dann vertilgt ist, sagen sie, jetz is de Kees gesse. Aber ma muß ja nicht, wie Oscar Wilde sagt, einen Käse zur Gänze aufessen, um zu wissen wie er schmeckt. Sintemal der Geschmackssinn von elementarer Bedeutung ist und ein Grundraster vorgibt, das sich alle anderen Sinne zunutze machen, wenn nicht in so vielen Bewertungsfragen regelrecht darauf aufbauen. Hoch interessantes Thema, keine Frage, hätte diesbezüglich sogar noch etwas Detailliertes anzubieten; müßte ich aber erst suchen. Dann beim nächsten Mal. Oder wie es früher so schön hieß: Demnächst in diesem Theater. Valleicht. Schaunmerma. Es treiben sich ja doch nur Stummfische hier herum. Und was ich von denen so denke, steht auf eim annern Blatt. Wo ?! Bitte selber suchen. Ich bin schließlich nicht der Hannjer.


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<| 56. |>


Nicht bloß
ein lustiger Spruch
-

Auch schlechte Zeiten
haben ihre guten Seiten.

(Septemberspruch aus:
KALENDER-SPRÜCHE 07)

.. .Musikspur: Marin Marais - Pièce de Viole / Jordi Savall ...

Dienstag, 23. Juni 2009

... zuviel Autobahn

Ost-Ennerich (VSE)
22. 6. 09 Mo

Der Sommer kommt dieses Jahr nur sehr schleppend in Gang; und so braucht es am Abend dann doch immer noch Socken an den Füßen. Denn die, ich meine die Füße, spüren noch weiter nichts von der drohenden Klima-Erwärmung, nein -Katastrophe, welche gerade vor wenigen Tagen erst eindringlich und einhellig in der Presse mit neuem Zahlenmaterial serviert wurde. Uns dräut eher was ganz anderes, aber die spürbare Klimaänderung (nicht am Himmel sondern auf Erden) sowie das aufziehende Unwetter, das damit einhergeht, werden mit einer Hartnäckigkeit ignoriert oder freudianisch gesprochen verdrängt, daß ich zB. den klimabewegten Grünen und Grünlingen gar nicht mehr folgen kann und mag, sintemal sie die viel unmittelbarere Dynamik, die die gesellschaftliche Temperatur immer mehr ansteigen läßt, so gar nicht auf der Rechnung haben und wenn doch, dann aberwitzige Folgerungen daraus ziehen, die für die einen, um nur von denen zu reden, mit ständigen Zumutungen verbunden sind und die überdies auf längerer Sicht dazu führen, ihnen ihre alte, angestammte Heimat immer weiter zu entfremden, (lange ja ein absoluter Modebegriff - doch ich meine hier mehr fremd machen, bzw. fremd werden lassen). Aber das hat selbstverständlich auch mit Temperatur zu tun, die inzwischen so sehr angestiegen ist, daß schon von Fieber gesprochen werden kann. Das ganze Land also krank ?! Dem gesellschaftlichen Klima nach zu urteilen wohl schon; und wenn man sich die ständig steigenden Ausgaben in dreistelliger Milliardenhöhe im Gesundheitssektor anschaut, die immerfort steigende Beitragssätze notwendig machen, sich dazu die stets vollen Wartezimmer in den Arztpraxen vor Augen führt und mal beim Spazierengehen in der Stadt unterwegs die Apotheken mitzählt, an denen man so vorbeikommt, und darauf achtet wieviel Menschen, Alte wie Junge, da ständig ein- und ausgehen, könnte man schon zu dem Schluß kommen, daß das Land, bzw. die Bewohner desselben, sich nicht sonderlich wohlfühlen und gar sehr therapiebedürftig sind. Würden sie sonst in diesem exorbitanten Umfang ärztlichen Beistand, Untersuchungen, Medikamente, Therapien nachfragen und suchen, was der Wunderkoffer der Hippokrates-Jünger darüber hinaus noch für Wohltaten bereithält ? Aber Fieber trifft es schon irgendwie, wenn auch längst nicht alle davon erfaßt sind, nämlich diejenigen, die schlecht drauf sind, weil einfach, nein vielfach enttäuscht und in Lethargie ihre Zeit, ihren Tag und schließlich ihr Leben verbringen. Bei Fieber wird gemeinhin Bettruhe verordnet, wenig Bewegung und Aktivität also, um den Körper selbst mit den Krankheitserregern ringen zu lassen, unbeeinflußt von inkompetentem Geschwätz von oben, der rationalen Steuerungszentrale, die heutzutage voller Arroganz fast immer das Kommando führt und am liebsten alles unter ihre Kontrolle bringen würde. Aber eine Krankheit ist eigentlich mehr die Sache des Körpers als die des Arztes. Der Körper heilt und zwar sich selbst; und der Arzt verhilft dazu, daß der Körper im Kampf gegen die viralen Eindringlinge in das eigene System und seinen Funktionszusammenhang gestärkt wird und den Kampf besser und schneller besteht. Im Falle eines grippalen Infekts lautet das apothekenunabhängige Rezept schlicht und einfach: Ruhe, schlafen und nochmals Ruhe, nichts machen wollen oder müssen, dahindämmern und das Virus ausschwitzen, es ausschwemmen und somit so schnell wie möglich wieder außerhalb des Systems zu befördern. Den Körper also machen lassen. Das ist die beste Garantie wieder gesund zu werden. Denn der Körper ist wohl um ein Vielfaches länger im Geschäft und weil er nun mal unmittelbar die Folgen unangemessenen oder törichten Verhaltens schmerzhaft zu spüren bekommt, auch viel realistischer in der Beurteilung, was wirkliche und nur eingebildete Krankheiten sind, als die neue Steuerungsinstanz namens Vernunft, die am liebsten alles bestimmen will wie auch ständig immer alles besser weiß. Tja, wenn ich nun Arzt wäre, würde ich mich höchstwahrscheinlich zu dieser Diagnose entschließen, nämlich klipp und klar zu sagen, was das Ethos gebietet -Deutschland ist krank ! Und mir dann Gedanken um eine angemessene Therapie machen. Da ich nun aber kein Arzt bin, kann ich dieser Diagnose nur eine Frage, die sich förmlich aufdrängt, hinterherschicken und dann lautet das Ganze etwas so: Deutschland ist krank ! - aber wer ….. es ?
Habe (nun ach…) bei der kurzen Frage leider ein Wort übertünchen müssen - wegen verdächtig viel verdächtiger Buchstaben oder wie man seit E. H. oft hört oder sagt wegen zuviel Autobahn. Nehmen Sie es also als ein arg zusammengestutztes Kreuzworträtsel. Noch immer ein weit verbreitetes Medium, mit dem sich die Leute die Zeit vertreiben und kleine Erfolgserlebnisse einheimsen.

Als Satz zum Merken oder Weitererzählen heute mal wieder ein Kalenderspruch (der Juli-Spruch aus: Kalender-Sprüche 2007 von Eo Scheinder)


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/ 16 \


Wenn die Probleme zu groß werden,
braucht es schon Katastrophen,
um sie zu lösen.

…Musikspur: Le Bourgeois gentilhomme / Lully (Die siebte Saite)…