Donnerstag, 13. Dezember 2012

... Klimareligion ...






Ost-Ennerich (VSE)
- Mi -12. 12. 12 -


Gut daß es im Internet
nicht schneit und die Datenautobahn nicht durch Eisregen und Schneeglätte zum Stillstand kommen kann. Dies gilt allerdings nur, sofern der Winter nicht zu extremen Wetterlagen führt, die unter Umständen die Stromversorgung unterbrechen könnten.

Aber das sollte reichen,
hab schließlich schon oft genug über den Winter geschrieben - quasi alle Jahre wieder. Ob in Knutwetter oder Wie Winter in Moskau. Leben ereignet sich halt zyklisch, also immer. wieder 

Immer wieder auf und nieder.
Weiß schon, warum ich mich nicht über diesen natürlichen Zwingherrn namens Winter aufs neue verbreiten will.

Aber sobald man eine
etwas längere Pause macht, fällt das Reinfummeln und Einfädeln eher schwer. Die Magazine mögen so gut gefüllt sein, wie sie wollen, nur leider ist man erst mal nicht ganz so griffsicher.

Etwa den Text über
die Lästerquelle bringen ?  Würde sich valleicht ganz gut anschließen, aber ma soll diesem verfluchten Pack auch nicht zuviel Ehre angedeihen lassen.

Das wollen die doch nur,
daß man sie wichtig nimmt; und sind dabei doch nur so unfertige Menschen, daß jeder Ausdruck und jede Äußerung ihrerseits ja schon Ohrenschmerzen bereitet. Davon lieber ein ander Mal.

Daß ich die Hysterie
um den Klimawandel und die Erderwärmung nicht für ernst nehme ebenso wie die albernen Gegenmaßnahmen mit Verschmutzungsrechten und der CO2-Reduktion, hab ich schon des öfteren durchblicken lassen, wie etwa beim Januar-Spruch 2011 Der Winter hustet dem Klimawandel was.

Die Winter der letzten siebenacht
Jahre jedenfalls sprechen eine andere Sprache; waren sie doch in der überwiegenden Mehrzahl recht ordentlich, also schneereich, knackekalt und wie ma sagt streng. Dagegen waren die Winter in den 80ern und 90ern zumeist wie ein sich über Monate hinausgezögerter Frühlingsbeginn.

Aber monatelang nur Schmuddelwetter
ist auch sicht sehr erbaulich.  Doch davon ist längst keine Rede mehr, der Winter kommt seit Jahren wieder wie der rauhe Mann aus alten Lesebuchgeschichten; nämlich ziemlich unerwartet und abrupt und setzt sich auch gleich auf Wochen fest, ist also kernfest und auf Dauer.

Mit dem Mittelmeerklima in Brandenburg ,
wie noch vor 10 Jahren vollmundig von Klimaforschern verkündet, wird es also nichts. Tja, so manche Prognose, geht leicht in die Hose.

Mit anderen Worten 
die Jungs liegen des öfteren doch ziemlich falsch und hatten ja auch in den 70ern den Anbruch einer neuen Eiszeit in Aussicht gestellt.

Und da soll man denen glauben,
daß mit diesen  dirigistischen Maßnahmen, die mit den sogenannten Verschmutzungsrechten der Korruption Tür und Tor öffnen und eigentlich nur von den senilen  Europäern getragen werden, es möglich sei, den Anstieg der Erderwärmung bei 2° stoppen zu können.

Ist das vielleicht lächerlich,
wenn die Europäer keine anderen Zukunftsängste haben als just das Klima, können sie einem eigentlich nur leid tun.

Nein, um das hier in aller Öffentlichkeit
mal zu bekennen, ich glaube nicht an den Klimawandel, um nicht zu sagen, ich leugne die These vom menschengemachten Klimawandel geradezu, obwohl ich weiß, daß  der Mensch in dieser Massiertheit gar viele Dinge tut, die seiner Umgebung, seiner Umwelt, die bekanntlich seine Lebensgrundlage ist, auf Dauer nicht sehr gut bekommen wird und folglich auch ihm selbst. Aber das ist ein anderes Thema.




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|:| 155. |:|

Den Idiologen 
und den anderen 
intellektuellen Wichtelexistenzen 
ist heute in ihrer Verblendung 
oder in ihrem Opportunismus
so ziemlich alles zuzutrauen
.


…Musikspur: Vivaldi - die vier Jahreszeiten : Winter / Anne-Sophie Mutter ...


Donnerstag, 15. November 2012

Krokodilstränen ...





Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 14. 11. 2012 -


Wenn die taz nicht so
links-alternativ-usw. wäre und folglich der Abstand zur Zielperson größer, dann hätte es am Wochenende oder am Montag womöglich eine Überschrift auf Seite 1 gegeben, die ‚klatsch‘ gemacht hätte, nämlich etwa so - Schallende Ohrfeíge für Backpfeifengesicht.

Hernach sind ja dann auch
eine Menge Krokodilstränen geflossen, wenn ma dem Rauschen im Blätterwald Glauben schenkt. Aber habe auch nicht verfolgt, wie Lagwiv Dorst auf diese Meldung reagiert hat; denn ihmchen wäre schon ein entsprechendes verbales Nachkarten zuzutrauen.

Tja, wer aus allen Wolken
fällt, landet bekanntlich eher unsanft. Auf der anderen Seite gilt ebenso, nur wer ziemlich abgehoben ist, verfügt auch über die entsprechende Fallhöhe. Ob dann ein eilends geknüpftes Auffangnetz den Sturz tatsächlich abfangen kann oder dasselbe durch das Gewicht bzw. die Wucht des Falls durchschlagen wird, ist derzeit die große Frage.

Wir werden es sicher erfahren.
Ein Zeichen von Dekadenz ist es jedenfalls, wenn Karrieren (zu) früh beginnen bzw. angestrebt werden und dann genauso früh wieder enden. Was für einen kritischen Betrachter zumeist als Genugtuung wahrgenommen wird.

Es reicht eben nicht
nach vorne zu kommen; man muß dann auch die Spitze behaupten; und wer bis zur Lok vorgedrungen ist, muß sie auch fahren können. Das betrifft inzwischen nicht einige wenige sondern teilweise schon ganze Führungskader.

Wer fast 15 % Wählerstimmen
einfährt, aber in kürzester Zeit davon 75 - 80 % wieder einbüßt, muß gehörig etwas falsch gemacht haben oder ist nicht so der Typ für die angestrebte Rolle. Aber höchstwahrscheinlich trifft beides zu.

Der Micke-Korl hingegen,
der lange Zeit an Krötenköpfchens Seite eine knuddelige Witzfigur abgegeben hat, war da schon ein wenig klüger, auch wenn er nicht danach aussah, und hat sich beizeiten Richtung Brüsseler Pralinen abgesetzt oder besser verdrückt.

Die schmecken ja auch so,
da muß man sich nicht erst vor laufender Kamera einen abbrechen. Gut möglich daß er dies eingesehen hat, nachdem er lange genug sein eigenes Erscheinungsbild in den Medien verfolgt hat. Und außerdem zahlen die auch in Brüssel wesentlich besser und das um ein Drittel oder sogar mehr ..

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;- 154. -;

Wir entnahmen dem Feuer 
eine Glutprobe 

aus:  Eo Scheinder - Vulkanische Farben


…Musikspur: Orient blue - Passion, Grace and Fire / John McLaughlin, Al Di Meola, Paco de Lucia…

Freitag, 9. November 2012

... deutscher Schicksalstag ...

Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 8. 11. 2012 -


Habe letztens ja die Einladung
zur Buchvorstellung von GERMANISCH-DEPRESSIV rausgeschickt; und weil der Text so gut zum 9. November paßt, auch noch mal hier für tout le monde. Aber doch mehr als Text, denn leider ist die Veranstaltung schon ausgebucht. Aber wer sich für das Buch interessiert findet weiter unten noch einen Infozettel.


Der November ist vor allem eines -
gewöhnungsbedürftig; daneben aber auch ein ungemein schicksalsträchtiger Monat, wie wir Deutschen wissen. Spät im Jahr mündet ein anhaltender Protest urplötzlich in eine heiße Phase ein und bringt ein auf Jahrzehnte festgefügtes System innerhalb kurzer Zeit ins Wanken.

Und als dann die Mauer fällt,
also für jedermann durchlässig wird, können viele diesen Moment vor Glück und Rührung zunächst gar nicht fassen; und WAAAAHNSINN wird folglich der häufigste Ausruf jener Tage, weil man für diese umfassende Wende über Nacht einfach keine vernünftigen Worte findet.

Soviel erst mal zum November,
nun zum eigentlichen Anlaß. Mit Lesungen habe ich mich die letzten Monate doch ziemlich zurückgehalten, wie Sie sicher bemerkt haben. Aber nicht weil mir die intressanten Themen ausgegangen wären, sondern weil ich eînfach mehr mit anderen Projekten befaßt war; schließlich sollte auch mal wieder ein neues Buch von mir erscheinen .

Das liegt nun endlich vor -
was für einen Autor ja immer ein erhebender Moment ist - und wird demnächst im LI-LA Literatur-Laden sozusagen offiziell vorgestellt. Daß der Termin gerade auf den  9. November fällt, nun ja, ist schon mehr dem Zufall geschuldet,.und dennoch nicht gerade unpassend, sintemal* das Buch den Titel Germanisch-depressiv trägt und von da her gut mit diesem deutschen Schicksalstag und dessen zutiefst gegensätzlichen Momenten korrespondiert:

Es finden sich darin
Gedanken zur (Jetzt-)Zeit wie auch zur Geschichte, zu strittigen Themen, drängenden Fragen und was der Zeitgeist sonst noch alles an Widersprüchen und Tunnelblicken kumuliert hat.

Oder wie es im Klappentext heißt - 
Miniaturen und Momentaufnahmen zu wichtigen Themen und Fragen der Zeit  Jeweils garniert mit eim witzigen bis bissigen Spruch aus der Sammlung des Berliner Freestyle-Philosophen.

Wie zB. diesen da:

Der Schatten des Ruhms
Wenn Madonna heute vom Pferd fällt, 
weiß es morgen die halbe Welt. 
 

 Freue mich also, 
am Freitag, den 9. Nov. im LI-LA Literatur-Laden  um  ….
mein neues Buch GERMANISCH-DEPRESSIV
im Rahmen einer Lesung vorzustellen …

Eo Scheinder - GERMANISCH-DEPRESSIV

... Musikspur: Shakira - How do you do / Oral Fixation 2 ...

Dienstag, 6. November 2012

Die Stufung der Welt



Ost-Ennerich (VSE)
 - 5. 11. 2012 - Mo -

Daß diese Zeit
ebenso wie diese Gesellschaft als fortgeschritten, aber nicht als fortschrittlich zu betrachten ist, wie sie es gerne hätte, zeigt sich daran, daß immer mehr Selbstverständlichkeiten insbesondere aus dem Umfeld des gesunden Menschenverstands vorsätzlich und mutwillig in Zweifel gezogen werden.

Vor lauter Randgruppengymnastik
und Antidiskriminierungsrhetorik hat sich der Blick auf die Wirklichkeit längst eingetrübt. So jedenfalls erscheint heute die Realität gespiegelt in den Medien, daß man sich die NACHRICHTEN im Fernsehn oder im Radio gar nicht mehr antun mag …

Dazu nun noch ein Text
von der Halde - und der ist von Sepp Tember.


Die Stufung der Welt
ist eigentlich offensichtlich, wenn nicht gar offenkundig. Ganz egal ob man mit chemischen, biologischen, kosmologischen oder auch gesellschaftlichem Blick Welt, Leben oder Mensch zu ergründen und verstehen sucht.

Es gibt nun einmal oben und unten
und noch so einige Stufen dazwischen, wie auch eine Struktur, die die unterschiedlichen Elemente mit einander verknüpft und damit bindet. Da mögen die Sozialisten noch so sehr von der klassenlosen Gesellschaft träumen und noch so viele Konzepte ersinnen und Bücher schreiben für den Weg dahin, die Stufung aber aufzuheben, dürfte ihnen nicht gelingen, es sei denn um den Preis der totalen Zerrüttung, also der Anarchie.

Doch dann gilt schon bald
das Recht des Stärkeren, also der Gewaltätigen, der Skrupellosen und Verschlagenen, bis sich auf dieser Grundlage dann eine neue Hierarchie und Stufung herausbildet.

Stufung ist und bleibt also immer;
gehört sozusagen zu den Geschäftsbedingungen des Lebens bzw. des Seins in der materiellen Welt. Und weil das so ist, scheint es allemal vernünftiger die Stufung von allem und nicht zuletzt der Gesellschaft als gegeben hinzunehmen und daher seine Tatkraft und sein Streben und Denken besser dafür zu verwenden innerhalb der Stufung selbst durch Leistung, Originalität und Können aufzusteigen als wie ein uneinsichtiges Kind dagegen anzurennen.

Denn dies ist eitles Narrentreiben
und findet im Motto der Mainzer Narren - Allen wohl und niemand weh - auf den ersten Blick eine gute Umschreibung. Doch in der Praxis bleibt das von Anfang an ein Nullsummenspiel, denn was sie den einen wohl tun, müssen sie dafür den anderen, die dann in der Regel die Leistungsträger und die eigenen Leute sind, weh tun. 



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#'#' 153. '#'#



Egal ob bei Literatur, 
Musik oder Kunst -
  aber mit der größten Scheiße 
 gewinnt man heut 
die tollsten Preise




Und für Freitag, den 9. 11., 
hab ich ja noch eine Buchvorstellung im LI-LA Literatur-Laden anzukündigen. Gebe mir da die Ehre, aus meim neu erschienenen Buch  

Germanisch-depressiv,

den Gedanken und Sprüchen des Freestyle-Philosophen, einige Stücke zu lesen. Ausführlichere Beschreibung folgt demnächst.




www.eoscheinder.de



... Enigma - Beyond tue Invisible / Le roi est mort, vive le Roi ...

Donnerstag, 1. November 2012

Sommerschlaf beendet ...






Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 31. 10. 2012 -

Huch, in den letzten Wochen
und Monaten haben sich soviele Texte und Sprüche angestaut, daß es langsam an der Zeit wäre, doch einige davon in den globalen Info-Orkus zu schaufeln. Könnte also ruhig mal wieder ein paar Rauchzeichen abgeben und endlich wieder hier in den Neue-Spryche-Blogg gefälligst was reinstellen ... Hab schließlich lang genug Sommerschlaf gehalten …

Bin ja nicht faul gewesen;
das nicht gerade, wie schon angedeutet, nur war mir eben nicht danach. Wer kennt denn nicht solche Phasen; und außerdem kotzt mich das Inet zeitweise einfach nur an. Und ob die Texte bloß in der Schublade liegen, auf der Festplatte abgelegt sind oder im Netz versauern, kommt meiner Erfahrung nach irgendwie dh. ziemlich auf‘s gleiche raus.

Hihi, ist das nicht komisch -
es macht kaum einen Unterschied, ob ma was in seinen Blogg stellt oder es eben ganz bleiben läßt. Soviel weniger an Besuchern, die wegen Bildchen oder Sprüchen oder Titeln oder Tägs herfinden, sind es dann auch nicht. Aber da sieht man mal wieder - das Inet hat seine eigenen Gesetze.

Ob die Leute einen großen Bogen
machen, gleich das Weite suchen oder in Scharen im Blogg landen, läßt sich kaum vorhersehen. Ist letztendlich wohl mehr vom Zufall abhängig wie auch von der Nachrichtenlage oder der Jahreszeit und was an Themen und Begriffen gerade so im Schwange ist.

Einmal als ich das Riesen-Thema
auszugsweise im Apho-Blogg behandelte und mit einer witzigen Frage der Marke ‚Was machen Riesen heute ?‘, aufmachte, hatte ich urplötzlich, aber erst ein paar Wochen später zu meim großen Erstaunen für einige wenige Tage hunderte von Klix, was für so einen kleinen Blogg doch schon recht viel ist.

Kam dann auch bald drauf -
woher und wieso und warum  dieser Zuspruch. Nun, es waren Basketballer, die sich an dem kleinen Joke erfreuten und gleich ihren Kumpels bescheid sagen mußten.


Wer weiß schon,
wohin die Gedanken tatsächlich fliegen und wie sie aufgenommen werden. Ob intressiert, gelangweilt, genervt oder gar nicht, weil gleich weckgedrückt. Aber damit hält ma sich besser nicht auf, das ist und  bleibt Spekulazion und von da her weitgehend unergiebig.


Alles doch mehr Zufallsbekanntschaften,
die man im Inet so macht, ohne daß da viel nachklingt oder gar nachwirkt, mehr wie im Vorübergehen auf belebter Straße oder wie in U-Bahn oder Bus, wo man mit mehr oder weniger Interesse die anderen wahrnimmt oder halt bloß registriert. Seltener wie im Café, wo ma mit den Leuten vom Nachbartisch auch schon mal ins Gespräch kommt.

Aber geht wohl nicht anders,
bei der Hektik und dem Tempo, das da wie dort heute so vorherrscht; denn damit würde letztlich der Zufall doch gar arg strapaziert, und zwar so sehr, daß er gar nichts mehr groß bedeutet. Und so hat mich der inflazionäre Gebrauch des wohltönenden Wortes ‚Freunde‘ bei Fratzenbuch seit je her abgestoßen.

Der Sommerschlaf nun also beendet
und gleich im lieblichen Herbst gelandet, der in bunten Farben daherkommt und in schönen Stiefeln einherschreitet. Und die letzten Tage mit der warmen Oktobersonne waren traumhaft, Bilderbuch-Wetter eben.

Aber das ist ja auch schon
wieder einige Tage her, als die Temperaturen deutlich im zweistelligen Bereich lagen und bei anhaltender Oktobersonne sogar die 20°-Marke überschritten.

Woraus sich ablesen läßt,
daß der Herbst so richtig doch keine echte Jahreszeit ist, sondern mehr als ein ziemlicher Wechselbalg, also eine anhaltende Phase des Übergangs anzusehen ist und in alten Zeiten hierzulande gar nicht als solche geführt wurde, da man das Jahr nur in drei große Abschnitte einteilte.

Was gar nicht so unsinnig ist,
wie es auf den ersten Blick valleicht erscheinen mag. Denn genauer betrachtet ist der Herbst sehr kontrastreich zusammengesetzt - er zerfällt regelrecht in zwei höchst unterschiedliche Hälften, von denen die eine als Nachsommer und die andere als Vorwinter gefaßt werden könnte. Jedenfalls fühlt es sich genau so an.


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¦¦ 152. ¦¦





Frage an Hundertjährigen:   
Was ist Ihr Geheimrezept, 
um so alt zu werden ?
 
Antwort: 

Ordentlich Winterschlaf halten 
und den Sommer verdösen.


Musikspur: Rammstein - Sehnsucht ...




Donnerstag, 14. Juni 2012

Fahnen und Fußball ...





Ost-Ennerich (VSE)
 - Mi - 13. 6 2012 -

Flagge zeigen
ist in diesen Tagen mal wieder in; nun, alles andere als verwunderlich, denn König Fußball hat für einige Wochen das Szepter übernommen und lädt zu emotional aufpeitschenden Gemeinschaftserlebnissen, die auch schon gleich zu Beginn enorm nachgefragt sind, - über eine halbe Million auf der sogenannten Fänmeile in Berlin waren`s ja schon beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal. 

Pablick Vjuing allerorten,
wie das heute bei den Modernisten so heißt, also Volksgucken einmal bewußt unelegant dem eigentlichen Sachverhalt nach übersetzt.

Schon allein daß so viele sich versammeln
und eim Ereignis entgegenfiebern, für das sie sich einen positiven Ausgang herbeisehnen, dh. auf Sieg und Triumph der eigenen Mannschaft hoffen, schafft Gemeinschaft und ergibt damit die Voraussetzung zur Bündelung von Emotionen. Was ja immer ein starkes Erlebnis ist, vor allem in zerrissenen Zeiten.

Aber diese Emotionen brauchen natürlich
neben Gesten und Begeisterung auch Symbole, die den damit verbundenen Gefühlen überdeutlich Ausdruck verleihen, wie wehende Fahnen zB. und eben auch, daß man selbst solche Abzeichen trägt oder Körper und Gesicht mit den eigenen Nationalfarben schmückt und so seine Zugehörigtkeit zur eigenen Mannschaft wie auch der Nation, für die diese antritt und im Wettbewerb steht, für alle sichtbar mit großer Leidenschaft bekundet. 

Warum auch nicht.
Ein Fähnchen am Auto kündet von Mitfiebern und Zugehörigkeit. Und wo in anderen Zusammenhängen ein solch öffentliches Bekenntnis bei Meinungsmachern und Volkspädagogen eher Befremden auslöst, weicht der Michel halt eben auf Fußball aus, um sich in schwierigen Zeiten wenigstens eines Anscheins von Identität zu versichern.

Und bis auf wenige notorische Miesepeter
und deren schnell handgreiflich werdende Zöglinge will ihm auch keiner den Spaß verderben, denn all die anderen in anderen Ländern, die sich zu den Spielen ihrer Mannschaft versammeln, halten‘s nicht anders. Natürlich feiern sie auf diese Weise nicht allein ihre Mannschaft sondern vor allem ihr Land, für das diese antritt und dem sie sich zugehörig fühlen.

Und die BILD
hat auch schon längst das Okay gegeben, titelt sie doch in diesen Wochen bevorzugt mit schwarz-rot-geil. Was wohl suggerieren soll, daß schwarz-rot-gold schon etwas Geiles an sich hat. Mag sein, zumindest redet man heute so, um den (jungen) Leuten eine Sache schmackhaft zu machen. 

Womit wir wieder am Anfang,
also bei schwarz-rot-gold gelandet wären. Wie schon hier und woanders ausgeführt neige ich eher dazu den Akzent auf die vulkanische Symbolik zu legen.

Der Stromboli zu nächtlicher Stunde
hat mir da vor Jahren mal eindrucksvoll die Augen geöffnet. Aber da ich nicht wußte, ob das nur so eine komische ID von mir salbisch war oder doch womöglich gar nicht so wenig mit Deutschland und dem deutschen Charakter zu tun hat, konnte ich mir es nicht verkneifen einmal in Richtung schwarz-rot-gold + vulkanisch zu gugeln.  

Bin dann auch gleich auf Anhieb
fündig geworden und unter anderem auf folgende interessante Stelle gestoßen - den ersten Bundeskanzler, also Konrad Adenauer betreffend; und das in eim lesenwertem Porträt, das in einer alten Ausgabe des SPIEGEL zu finden war.

Wär es in der FAZ gestanden,
hätte ich es wohl nicht aufgetan, denn die verlangt für einen einzigen ihrer alten, abgehangenen Artikel ja mehr wie für eine ganze Zeitung, wenn sie am Morgen frisch beim Zeitschriftenhändler ausliegt, also 2 wenn nicht gar 3 Euro.

Wenn das nicht unverschämt ist,
dann verzichte ich lieber auf den Artikel. Sollen die Fazkes von FAZ ihre Artikel doch selber lesen. Lenkt zwar von Thema ab, konnte ich mir aber nicht verkneifen. Nun aber das Zitat:

Der kölsche Singsang wirkt -
auch das kam Adenauer zugute - gemütlich und nie tödlich verletzend. Und da der "Alte" seinen pfiffigen Humor schlagfertig einzusetzen verstand, hatte er die Lacher oft auf seiner Seite.

Gelassenheit, Schlagfertigkeit und Humor
schätzten die Zeitgenossen an ihm - und seinen Charme. "Er kann (wenn er will) jeden gewinnen, Frau oder Mann, Greis oder Kind, wie er (wenn er will) auch jeden abstoßen kann: eisig, starr, fremd, hochmütig, rücksichtslos", schrieb der Journalist Josef Müller-Marein.

Denn neben dem charmanten,
dem humorvollen, dem staatsmännisch gelassenen Adenauer existierte ein ganz anderer, den Hans-Peter Schwarz, einer der besten Kenner des "Gründungskanzlers", in einem sehr lesenswerten Essay so beschrieben hat*:

"Der vulkanische,
manchmal zu unkontrolliert impulsiven, ungeduldigen, von irrealem Wunschdenken oder von dumpfen Befürchtungen bewegte, egozentrische, der Boshaftigkeit und Rachsucht fähige Adenauer."


http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-45964816.html

Keine Frage,
es gibt bei Adenauer einen vulkanischen Aspekt, was aber nicht so sehr verwundern muß, da der Name eben in Richtung Eifel verweist … 



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.:| 151. |:.


morgen

ist

heute   gestern




Zu diesem Thema
hat es dann noch einen interessanten Beitrag im Raucherclub. 


… Musikspur. Witthüser und Westrupp - Zu den Jahreszeiten …

Donnerstag, 7. Juni 2012

Wenn die Sprache nicht stimmt …

Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 6. 6. 2012 -


.:ll:.
~~~
.:l-*j*-l:.



War das nicht eine fulminante
Sprachkritik, die der faule Lorenz teils lustig, teils ätzend da vom Stapel gelassen hat ?  

Und das vor über 300 Jahren,
weil damals alle Welt, also all diejenigen, die etwas dar- bzw. vorstellen wollten, immer nur à la mode zu parlieren pflegten (und das wohlgemerkt aus Gründen der Zugehörigkeit und der Abgrenzung in einem). Da möchte ich doch gern noch was nachschieben.

Sprachkritik war also schon damals
notwendig, wie man sieht bzw. lesen kann, und destowegen auch eine Herzensangelegenheit von nicht wenigen Autoren.

Ist‘s ja heute auch wieder.
Soll ma denn die Sprache den Politikern überlassen oder den Juristen (was in vielen Fällen ja ein und dasselbe ist), den Werbefuzzys oder den Polkor-Schmieranten von den Verkleisterungsmedien. ?  

Oder den emanzickigen
Genderfrust-Eulen ? Oder der Pidsch‘n-Fraktion mit ihrem Brabbelsläng ? Oder den Schmalspur-Idiologen von der Antifa ?

Sprachkritik ist immer das A und das O 
und muß daher  am Anfang stehen. Denn es ist in besonderem Maße die Sprache, die allein durch die verwendeten Worte und die Art, Sachverhalte zu benennen, stark auf das Denken einwirkt und das Denken je nach Zustand und Beschaffenheit der Sprache entweder beflügeln oder dämpfen und eben auch blockieren kann. 

Und heute ob nun in den Nachrichten,
bei offiziellen Verlautbarungen oder bei der Ansprache, sei es nun über Werbung oder direkt, hat ma doch allzu oft den Eindruck, daß da so einiges nicht stimmt. Das ist, was auf uns zukommt und ist daher derzeit eins der wichtigsten Themen überhaupt. 

Und Sprache ist nun einmal
das Hauptmedium, mittels dessen die Medien ihre Botschaften übermitteln und mittels Dauerberieselung zu implantieren versuchen.  

Sprache sollte daher klar sein
und treffend und nicht verschwommen und verfälschend. Wenn nun diese Funktion der Sprache sukzessive eingeschränkt und problematisiert wird, dann ist, salopp gesagt, etwas im Busch oder noch besser imgange. 

Denn wer die Sprache manipuliert,
tut dies am wenigsten um der Sprache willen, sondern weil er etwas anderes und größeres im Schilde führt.

Ein überaus trickreiches Manöver
und schleichend dazu; aber alles andere als eine neue Erfindung - sondern ist seit Jahrhunderten, nein seit Jahrtausenden im Gebrauch. 

Hätte denn sonst ein Konfuzius, 
der vor zweieinhalb tausend Jahren lebte, an uns Heutige eine solch zutreffende Mahnung mit der zentralen Aussage  'Achtet auf eure Sprache' weitergeben können ?







Gibt‘s als Postkarte
für 1 und als festes, großes Gedichtblatt für 2 Euronen. Weise Worte, wie ich finde, die es verdienen bekannt gemacht zu werden, oder ?

Könnte man zB. an die Quatschköppe
in Medien und Politik schicken - vor allen denen, die einen mit falschen Parolen und verquastem Geschwalle nerven und die wo immer Bürgerinnenundbürger sagen und den ganzen Emanzen- und Idiologenschwulst so sehr verinnerlicht haben; also denen das bekloppte Neusprech schon ziemlich das Gehirn vernebelt hat.

Auf diese Weise
könnte man auf eine nicht unintelligente Art Flagge zeigen und so den Alamode-Wichsern zu verstehen geben, daß sie und ihre Art zu reden allmählich aus der Mode gekommen sind..



... Musikspur: Lionard Cohen - Let‘s sing another Song, Boys ...