Donnerstag, 28. März 2013

Die Uniform der Uninformierten ...


Eo Scheinder - Tafelbild 2




Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 27. 3. 2013 -


Heute noch nichts zu Platzhirschen,
Holzköpfen und solchen sturen Heinis, die von Zeit zu Zeit doch einen nennenswerten Teils des Alltags negativ beeinflussen und sich auf die Stimmung legen; obwohl ich in dieser Beziehung derzeit schön aus dem Vollen schöpfen könnte …  Aber kommt noch.

Was nun den letztens geäußerten Spruch
zu JEANS angeht, so mein ich den nur halb spaßig - zum größeren Teil aber ernst. Jaja.

Die Jeans gelten mir schon längst
als eine Art Uniform, die einem ständig unterwegs auf Schritt und Tritt begegnen, ja zuweilen sieht ma ganze Schulklassen oder Arbeitsgruppen praktisch ohne Ausnahme in diesem Beinkleid auftreten.

Das ist die Uniform
der Ununiformierten bzw. der Uninformierten.

Schon allein dies verwaschene,
abgeschaßte Blau ist, wenn man einmal bewußt darauf zu achten beginnt, doch mehr eine Unfarbe, die irgendwann das Auge quält.

Okay, die Jeans mögen ja mal
für Aufbruch, für Freiheit und Abenteuer gestanden haben, für Amerika und den American Way of Life, Füße auf dem Schreibtisch und damit auch für unkonventionelle Kumpelhaftigkeit, aber das ist lange her.

Denn wenn in allen Altersgruppen
der gleiche Luck in Farbe, Stoff und Schnitt getragen wird, dann kann es mit Aufbruch und Jugendlichkeit nicht mehr weit her sein.

Und was auch nicht übersehen
werden soll - eine Jeans steht längst nicht jedem oder jeder, ja eigentlich nur denen, die eh schon eine ansprechende  Figur haben, und - zugegeben in diesem Falle kann die Jeans die Wirkung von Beinen und Po natürlich noch verstärken.

Aber in allen anderen Fällen,
etwa wenn die Jeans am Hintern nach unten rutscht oder dicke Oberschenkel noch draller macht, kommt dies alles nicht sonderlich schmeichelhaft für den Träger oder die Trägerin rüber und man schaut dann eher weck, weil die Jeans den unvorteilhaften Eindruck halt eben noch verstärken

Von anderen Nachteilen, 
die mit den Jeans - vor allem für die Männer - einhergehen, dadurch daß sie meist im Schritt und am Gesäß so eng sind, mal ganz zu schweigen

So wird es mir auch auf ewig 
unverständlich bleiben, wie die Leute (und das sind gar nicht wenige) selbst im Hochsommer bei über 30 ° nicht aus ihrer Jeansuniform herauskommen, obwohl sie unter dem dicken und festen Stoff und dem engen Schnitt die Hitze doch viel stärker spüren müssen.

Im Moment angesichts der Minustemperaturen
eines nicht endenwollenden Winters eine eher verlockende Vorstellung, aber die Leute sind nun einmal so drauf, sonst würden sie ja nicht so gedankenlos diese nur bedingt kleidsame Mode immerweiter perpetuieren.

Und daß die Leute zum großen Teil 
- salopp gesagt - komisch drauf sind, läßt sich auch sehr gut in der frostigen Jahreszeit erkennen; man braucht dazu nur darauf zu achten, wie sie denn rumlaufen.

Und die allermeisten tun dies  
vorzugsweise in kurzen Jacken, die kurz unterm Gürtel schon aufhören oder grad einmal den Hintern bedecken. Leute in Mänteln dagegen sieht man trotz Dauerfrost nur vereinzelt. Dabei ist ein Mantel, der die Oberschenkel bedeckt und noch ein Stückweit bis unters Knie reicht, nicht nur sehr kleidsam sondern auch ein guter Schutz gegen die Kälte, die sonst leicht die Beine hochkrabbelt.

Aber so sind nun einmal die Leute;
Sie achten viel mehr darauf was in ist oder üblich und angesagt und weniger, was ihnen gerade entspricht oder wirklich gut tut.

Und so verstehen sie auch nicht,
daß so langsam ein neues Paradigma unabdinglich wird und das alte Paradigma nun endlich verabschiedet werden muß. 

Und die Jeans gehören auch dazu, 
denn Jeans sind altes  Paradigma; und wenn vom Kleinkind bis zum Greis alle in den gleichen Hosen unterwegs sind, wird‘s langsam Zeit …




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|!| 160. |!|
 

Babbelmann 
fragt Schwabbelmann:

 Haste mal  ‘n Bubblegum ?




... Musikspur: Shakira - Lo Tortura ...











Donnerstag, 21. März 2013

... Slumisierung und andere Themen der Zeit


°~/~^v^~\~°

Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 20. 3. 2013 -


°~/~^v^~\~°



Weiß gar nicht, was heute
für ein Tag war .- vielleicht Weltwaldtag ?  Quatsch, nix von der Uno dekretiertes oder deklariertes mit progressivem Verheißungs- oder Symbolcharakter.

Eher was ganz althergebrachtes,
schon irgendwie reaktionäres, also ein Datum, das bei den Altvorderen hoch im Kurs stand, weil es ja einen ganz besonderen Tag markiert, den es nur zweimal im Jahr gibt, nämlich den Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche, der zumindest kalendarisch als Frühlingsbeginn gilt.

Davon wird aber heutzutage
abgesehen von einer kleinen Zeitungsnotiz weiter nicht groß Aufhebens gemacht, also keine Feier, keine Zeremonien, keine Rituale, somit nichts, was Leute in nennenswerte Zahl zusammenbringt, wenn man von den paar Neuheiden mal absieht, die sich an den Externsteinen versammeln, um dieses Datum als magischen Durchgang im Jahreslauf festlich zu begehen.

Was eigentlich schade ist,
weil der moderne Mensch sich heute mehr und mehr von den natürlichen Rhythmen entfernt und ja auch freizumachen versucht, aber angesichts des nicht endenwollenden Winters in diesem Jahr wohl zu verschmerzen ist.

~~v^v~~

Wollte eigentlich paar treffende
Gedanken in Sachen Identität nachschieben, wo dies hierzulande doch langsam Thema wird und Thema werden muß, da die Hamlet-Frage immer öfter wie ein Menetekel vorm Zukunftshorizont aufscheint.

Aber diese muß ich erst mal zurückstellen,
da mir zwischenzeitlich einzwei bornierte Holzköpfe in die Quere gekommen sind, die wie ein Störsender den Denkapparat in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. 

Stattdessen nun ein kleiner Ausblick
in Sachen Themen, was in nächster Zeit hier im Neue-Spryche-Blogg zur Sprache kommen könnte. 

~~v^v~~

Über Themenkreise -
Platzhirsch-Syndrom, den schmutzigen Faktor, die allwaltende Dekadenz wie auch die immer mehr um sich greifende Slumisierung und nicht zu vergessen die Pappnasen aus dem medialen Dorf, also der ein oder andere Prommmi aus Kultur und Polletik, die sich zum modernen Adel, dem großen oder kleinen Jetset zählen dürfen.




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][ 159. ][



Bevor die Leute
nicht aus ihren albernen, 
abgeschaßten Jeans 
herauskommen, 
wird sich in Deutschland 
wie auch in Europa 
nichts 
 grundlegend ändern.





 

... Musikspur: Passacaglia Andante - Frank Bungarten ...

Samstag, 9. März 2013

... Weltfrauenbeauftragtentag



Eo Scheinder - Tafelbild 4

Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 8. 3. 2013 -


War da nicht heute auch der
Weltfrauenbeauftragtentag ?  Richtig, die Zeitung hat es einem am Morgen  auch schon tüchtig um die Ohren geschlagen von wegen der Feiern zum Anlaß, der Notwendigkeit, der Relevanz desselben und so.

Dabei ist das eine reine
Funktionärrinnen-Geschichte, denn am sogenannten Weltfrauentag versammeln sich doch nur die Frauenbeauftragten  bei irgendwelchen langweiligen Laaberkongressen, weshalb der ominöse Tag auch besser Weltfrauenbeauftragtentag heißen sollte.

Wer einmal einen Frauenkongreß
zum Weltfrauentag besucht hat, weiß was ich meine. Passend dazu gab es auch schon mal was hier in diesem Theater - vor drei Jahren …


Ach, und dieser Artikel hier,
ist auch wieder gut abgehangen, daß er valleicht ein wenig komisch klingt, weil der Frühling inzwischen schon mal freundlich angeklopft hat, aber trotzdem schön zu lesen und das eigentliche Thema kommt auch mehr zum Schluß - wie zumeist im Leben.


Das Schöne am Neuen Jahr
ist nicht nur, daß die Tage täglich  länger werden und bald schon die Amseln wieder aus den Bäumen flöten und der Frühling allmählich näherrückt, sondern daß ma sich auch noch gut was für das laufende Jahr vornehmen  kann - mit der Aussicht es umsetzen zu können, also real werden zu lassen, schließlich bleiben noch immer fast 300 Tage.

Aber richtige Projekte meine ich,
keine blöden, affigen oder affektierten Vorsätze wie sie kurz vor Silvester im Schwange sind. Da wäre natürlich einiges, was nun endlich auf den Weg gebracht werden müßte und längst in eine Umlaufbahn geschossen gehört.

Vor allem könnte der Neue-Spryche-Blogg
wieder etwas mehr Zuwendung gebrauchen, schon allein deswegen, damit diese beknackte Zeit nicht denkt, sie könnte mit ihren verlogenen und zynischen Verdrehungen  und ihrem nervtötenden, verdummenden Geschwalle einfach so durchkommen - ganz ohne Widerspruch.

Und nicht zu vergessen ohne Widersprüche.
Oder anders gesagt mit Wider-Sprüchen - mit Sprüchen, die dagegen gehalten werden - die Widersprüche der Zeit offenlegen und diese dabei möglichst bildlich werden lassen.



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qp 158. qp

Dekadenz ist, 
 wenn über einen längeren Zeitraum 
stets aufs neue das Niveau 
unterboten wird .- 
und dies in praktisch allen 
 Lebensbereichen




Dergleichen Widersprüche
und Einsprüche und Sinn- wie auch Unsinnssprüche finden Sie im LI-LA Literatur-Laden. Halt, habe in diesem Zusammenhang nun die KALENDER-SPRÜCHE vergessen.


Mit einer gewissen Befriedigung
nun festgestellt, daß die Kalender Sprüche 2013 bei Google.de/Bilder ganz oben rangieren. Egal ob unter dem Suchbegriff ‚Sprüche‘ oder  ‚Kalendersprüche‘. Ob‘s an dem Hosen-Spruch liegt ?  

Wer gute Sprüche mag
und an weiteren interessiert ist, dem sei gesagt, daß die KALENDER-SPRÜCHE von Eo heuer im 7. Jahr, also seit 2007 erscheinen. Es gibt übrigens noch gewisse Restbestände - alle 7 Kalender zusammen (naja, die Sprüche veralten nicht) erhält man für 20 € + 2 € VK.

Was auch mal gesagt werden muß. 
Man kann und darf die Bildchen und Graphiken von Eo gern für die eigene private Webseit  unentgeltlich verwenden, sollte dann aber durch eine Email davon Kenntnis geben. Bei kommerziellen Seiten ist die Nutzung honorarpflichtig. Die Emailadresse findet sich auf der verlinkten Seit.


... Musikspur: Conchita - Miles Davis, Marcus Miller / Music for Siesta ...


Mittwoch, 6. März 2013

Der Kann-Kanzler-Kandidat


Eo Scheinder - Clownesk



Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 5. 3. 2013 -

Muß gestehen,
Daß diese Meldung über den Kann-Kanzler-Kandidaten in den Morgennachrichten just vor einer Woche bei mir einen regelrechten Schub an Heiterkeit auslöste, vor allem weil die oft naßforschen und naseweisen Sprüche des schneidigen Peer von der Beinfreiheit in diesem Falle  postwendend mit einer Ausladung quittiert wurden.

Okay, das Thema ist inzwischen
schon wieder so weit durch, aber es wird sicher im Gedächtnis haften bleiben. Garantiert, denn dafür ist es einfach zu drollig, weil ganz nach dem Motto: Die kleinen Sünden straft der Herr sofort. . 

Hatte mich auch spontan 
an diesem Tag zu einer spaßigen Betrachtung hinreißen lassen, aber leider doch nicht die Zeit gefunden, diese auch hier reinzusetzen.

Und so der Wortlaut der Zeitungsmeldung:
Steinbrück hatte über den Wahlausgang  in Italien gesagt, er sei „in gewisser Weise entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben.

Problem-Peer hat mal wieder zugeschlagen,
war denn auch die erste Assoziation, gleich gefolgt von dem lustigen Gedanken, daß er damit beim spottlustigen Publikum wohl endgültig seinen Namen weckhaben dürfte, so wie früher Birne, bei vielen auch bekannt als der große Indula, der dann aber länger im Amt blieb als Adenauer.

Oder es heißt unverblümt:
das Trampeltier läßt wirklich kein Fettnäpfchen aus. Oder Problem-Peer im Porzellanladen. Oder wer andere Clowns nennt, darf sich über lustige Spitz- und Spottnamen nicht wundern, die ihm dann selber angeheftet werden.

Ein Elefant im Porzellanladen
fordert Beinfreiheit. Klar - damit es ordentlich KLIRR macht.

In Sachen unfreiwilliger Humor
hat der Kann-Kanzler-Kandidat mittlerweile längst die unorganisierten, ja chaotischen Piraten schon deutlich hinter sich gelassen. Aber die sind auch mächtig vom Kurs abgekommen und sehen schon lange kein Land mehr.

Tja, und mit dem Entern
 wird es unter diesen Voraussetzungen wohl nichts in diesem Wahljahr, dafür aber dann wohl mehr mit Kentern.

Aber ganz so wie entern
sich auf kentern reimt, ebenso schön reimt sich ja auch Steinbrück auf - kein Glück.


\   |||...~~^^~~...  /


Zum Schluß nun 
anstelle eines numerierten Spruchs hier vier Spruchkarten aus der Edition samasuras staubernte, die zeitlos gültig sind.  Die kann man exklusiv hier bestellen, an gute Freunde verschicken oder an die Pinnwand stecken.









...  Musikspur: Milva - Avanti Marsch ...

Dienstag, 12. Februar 2013

Papst Benedikt beendigt sein Pontifikat


 Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 11. 2. 2013 -


Werde morgen wohl nicht umhin kommen,
mir seit langem mal wieder die BILD zu kaufen - und zwar auf diese Meldung hin, daß der Papst Ende des Monats von Amt und Würden zurücktritt. Eine Nachricht wie ein Paukenschlag.

Benedikt beendigt sein Pontifikat
also auf eigenen Wunsch aus Rücksicht auf sein fortgeschrittenes Alter und wegen angegriffener Gesundheit, wie es heißt, und weil somit eine angemessene Amtsführung nicht mehr gegeben sei (in dieser Zeit der Umbrüche und des beschleunigten Wandels).

Ganz sicher werden diese Gründe
mit zur Entscheidung des Papstes beigetragen haben, aber ob sie wirklich die einzigen und noch dazu ausschlaggebenden Gründe sind, dürfte die große und spannende Frage sein, die die nächsten Wochen - zumindest bis zur Wahl des Nachfolgers - die Medien beherrscht.

Gab es vielleicht noch andere Gründe ? 
Vorgänge, Entwicklungen und Intrigen, die ihm das Leben sowie die Amtsführung schwer gemacht haben ?  Immerhin gab es vor nicht allzu langer Zeit den sogenannten Vatileaks-Skandal, in den der Camerlengo, der Kammerdiener des Papstes, verwickelt war, der schließlich überführt wurde, seine Stellung zu Spionagezwecken mißbraucht zu haben.

Fürwahr starker Tobak,
jedenfalls ein Vertrauensbruch (und damit einhergehend) ein
Vertrauensverlust erster Ordnung.

An wen die entwendeten
oder kopierten Dokumente weitergereicht wurden und wer die eigentlichen Auftraggeber waren und inwieweit die privaten Papiere des Papstes brisante Informationen enthielten, ist im Anschluß an diesen Skandal nie so recht aufgeklärt worden, jedenfalls ist mir nichts weiter in dieser Sache erinnerlich, außer daß Papst Benedikt seinen Laden nicht so ganz in Griff habe und daß er als il tedesco inmitten eines römisch dominierten Apparats zunehmend auf Widerstand stoße.

Könnte es also sein,
daß man ihn von dieser Seite aus müde war und ihn folglich mit allerlei Tricks und krummen Manövern mürbe gemacht und ihn somit aus dem Amt gemobbt hat ?

Die BILD wird sich
- wie alle anderen Medien ebenfalls - dieses Themas annehmen und bestimmte Fragen aufwerfen. Und wohl auch nach Antworten suchen.

Gut möglich,
daß diese nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, denn der BILD wird seit jeher ein guter Draht in den Vatikan nachgesagt; und das nicht erst seit dem legendären WIR-SIND-PAPST-Titel.

Bin schon mal gespannt,
mit welcher Schlagzeile sie nun den angekündigten, geordneten Rückzug des Pontifex ins Bild setzen ? Ganz sicher würdevoll und garantiert nicht respektlos; im Gegensatz zu anderen Blättern, die sich eine gewisse Häme wohl nicht ganz werden verkneifen können.

Würde mich jedenfalls
nicht sonderlich wundern, wenn morgen auf der Titelseite der taz groß die Schlagzeile - VATI KANN nicht mehr ! - zu lesen ist.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Unlogische Vorverlegung ...


Diese Köpfe hier aus Eos Galerie


Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 9. 1. 2013 -


Nach dem Jahresbeginn
ist vor dem Jahresbeginn, wie eine alte Fußballerweisheit lautet, denn ehrlich gesagt kann ich in den Mienen der Menschen, die mir so Tag für Tag begegnen, keinen Unterschied  erkennen - die sehen oder besser kucken zumeist genauso abwesend und abweisend und unfroh aus der Wäsche wie vor dem Jahreswechsel. 

Dabei möchte ich das
gar nicht mal den Leuten in die Schuhe schieben; dann doch eher dieser aberwitzigen Festlegung auf dieses Datum - so komisch drangesetzt und nachgereicht, kaum daß die längste Nacht vorübergezogen ist, also im Ausklang der Wintersonnenwende gleich noch den Jahreswechsel dranhängen  als Nachschlag..

Warum so gehäuft
und so dicht beieinander diese beiden signifikanten Punkte auf dem Jahreskreis ?  Hab ich mich schon als kleiner Junge gefragt. Aber außer eim Is-eben-so keine vernünftige Antwort erhalten.

Wie anders, wenn dann
die Tage wieder länger werden, die Sonne gute Miene macht und der Frühling seinen Einzug hält - sogleich lassen sich die Menschen vom Aufbruch und Sprießen der Natur anstecken und die linden Lüfte zaubern ihnen ein Lächeln aufs Antlitz.

Seltsam, um wie viel feierlicher und echter
wäre die Feier des Neuen Jahrs, wenn diese Feier auch an eim entsprechenden Tag begangen würde, dann nämlich wenn das Neue Jahr auch in der Luft liegt und mit allen Sinnen gespürt und geschmeckt werden kann. 

Ob dies denn der Grund
für diese unlogische Vorverlegung des Jahresbeginns ist ?  Nämlich der mißgünstige Gedanke, dafür einen Tag zu wählen, der denkbar ungünstige Voraussetzungen dazu bietet, einen solchen Wendepunkt mit vielen anderen gemeinsam im Freien verbringen und feiern zu können.

Klingt aberwitzig,
aber bei dem, was einem von Zeit zu Zeit so  erreicht, doch nicht ganz unwahrscheinlich und damit nicht gleich von der Hand zu weisen. Oder um eine Tendenz abzugeben - eher als nit.

Und wenn ich dann noch
an den Zölibat denke, also die von der Instituzion Kirche gewollte und geforderte Ehelosigkeit und Keuschheit der Priesterkaste, komm ich echt ins Grübeln.

Wenn man auch diese Fragestellung
dergestalt etwa - für was soll das gut sein  und ist das nicht wider die Natur ?
unter eim ähnlichen Blickwinkel betrachtet, kann man unter Umständen  zu frappierende Einsichten gelangen ...

Aber das ist ein noch viel
gewichtigeres Thema, zu dem es nötig  wäre, doch sehr viel weiter auszuholen, um es für eher unbedarfte oder uneinsichtige Gumschen verständlich zu machen. Und das würde auch bedeuten, daß ma den schmutzigen Faktor nicht aussparen kann.

Also doch mehr ein Thema für sich,
das zu gegebener Zeit zur Sprache kommt. Muß dafür erst noch mit Darlington und McReady Tee trinken.









Ist übrigens der Juni-Spruch
der Kalender-Sprüche 2008. Jaja, schon lange her, aber paßt eben diese Woche ganz hervorragend. Es soll ja nicht verschwiegen werden, daß ich nicht nur in Sachen Sprüche aktiv und kreativ bin sondern auch graphisch was zu bieten habe. Und so sieht man ganz oben 8 verschiedene Köpfe aus der Feder von Eo Scheinder.

Ach, wo alle allüberall
ihre Reklame machen, darf ich das wohl auch. Wer also für die Firma, für ein Buch oder für eine Werbekampagne einen lustigen Kopf, ein starkes  Logo und dazu noch Sprüche braucht, die sich einprägen und daher haften bleiben, sollte mal im LI-LA Literatur-Laden vorbeikommen oder auf elektronischem Wege anfragen.

Um sich einen ersten Überlick
über Entwürfe von Eo zu verschaffen, genügt es mal kurz Gugels Galerie zu besuchen (Suchbegriffe Bilder) , ergiebig ist zB. die der Suchbegriff „ost-ennerich“ oder einfach  eo scheinder in Gänsefüßchen. Ist für den ersten Überblick ganz hübsch, ist aber nur ein winziger Ausschnitt.

... Musikspur:  Trinitiy / Julie Driscoll - When I was young ...

Freitag, 28. Dezember 2012

... und am Arsch die Räuber


Aus der großen Gugel-Galerie: eo und so





Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 27. 12. 2012 -

Wenn das Jahr
schon spürbar am Ausklingen ist und die Rauhnächte über dem Land liegen, darf es auch ruhig etwas derber zugehen. Zumal alle Beschönigungen angesichts der Lage unangebracht sind und - sofern verwendet - ja auch gleich auf Propaganda schließen lassen.

Und wie gerade geschehen
zu infamen Verdrehungen der realen Situation führen können. Wenn das kein Indiz ist ... zb. dafür, daß von oben nichts zu erwarten ist. Was wirklich geschieht, rührt sie nicht, denn sie haben ihre Agenda.

Aber weiter möchte ich
meinen Gedanken nun nicht freien Lauf lassen, doch dafür einen Halde-Text von November reinrücken, der auch gleich mit eim passenden Stichwort einsetzt - 


Kalt am Arsch vorbei.
Eine ziemlich treffende Umschreibung in Sachen Ignoranz. Ja, so ist das heute nun einmal - in Zeiten der kommunikativen Überfülle und des medialen Overkills. Den Leuten geht praktisch alles kalt am Arsch vorbei, sofern es sie nicht gerade selbst betrifft. Oder ihren Geldbeutel.

Die allgemeine Wurschtigkeit eben; 
man kann ja doch nichts ändern, was soll ma sich da ins Zeug legen. Und die da oben machen sowieso, was sie wollen und mit ihrem Amtseid haben sie auch nichts weiter am Hut, reden sie doch seit einigen Jahren immer nur von den Menschen in Deutschland, damit sich bloß keiner, auch wenn er sich erst seit wenigen Tagen im Lande befindet, ausgegrenzt und somit diskriminiert fühlt.

Weltoffenheit also um jeden Preis
und als neue Heilslehre sozusagen anstelle von Identität oder besser als Ersatz für eine ehemals deutsch begründete Identität, somit eine neue 'Identität', die sich auf die ganze Welt ausdehnt und prinzipiell niemanden ausschließt, woher er auch sein mag.

Bei dieser Entwicklung
darf man nun wirklich gespannt sein, wie lange das den Leuten wirklich noch kalt am Arsch vorbeigeht ?  Denn mehr und mehr dürften sie nun realisieren, daß die Situation schon eine ganz andere ist als gedacht, und schwerlich auf Dauer zu ignorieren.

Die - um im Jargon zu bleiben -
mit drastischen Worten sich am besten noch so bezeichnen läßt - am Arsch die Räuber.



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° : .  157.  . : °



Ich kann im Hirn des Menschen 
über Indoktrination und dauernde Belehrung 
Strukturen aufbauen, 
die diese Menschen
gegen ihre Eigeninteressen 
und gegen die Interessen ihrer Gemeinschaft 
handeln lassen.

Irenäus Eibl-Eibesfeld,
Verhaltensforscher



... Musikspur: Shakira - Donde están los Ladrones ? ...