Donnerstag, 27. August 2015

Vorausschauender Rückblick





Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 26. 8. 2015 -

 

Zum Thema Übereilung
und dem Veloziferischen wäre noch so einiges zu sagen. Das wird ganz sicher noch nachgeholt; wenn nicht hier dann demnächst in der EnnAll.

Der Sommer dies Jahr
jedenfalls hat es in sich, Hitzerekorde und dann dieser Ansturm der Leute aus den heißen Ländern mit hitzigem Temperament. Aber das ist ja genug schon Thema überall.

Wird das etwa
auch so eine Art 89 werden - nur ironischerweise reziprok, also umgekehrt ? Denn damals wurde für das herrschende Regime die massive Fluchtbewegung aus dem Land zur großen, nicht mehr beherrschbaren Krise, die schlußendlich  die alte Führung hinweckfegte

während es heute ebenfalls
eine massive Fluchtbewegung ist, also gibt - nur eben nicht aus dem Land heraus, sondern die in das Land hineinströmt; und zwar gegen den ausdrücklichen Willen der sogenannten schweigenden Mehrheit.

Dürfte noch spannend werden -
mal sehen, wie diesmal die Sache ausgeht, ob denn die Herrschenden die Oberhand behalten werden oder doch wieder das Volk am Ende seinen Willen (und eine ganz andere Zielvorstellung) unmißverständlich zum Ausdruck bringen und so auch eine neue Agenda durchsetzen kann ?
 

Und da der Wendeherbst
heuer nun 26 Jahre zurückliegt, was ziemlich genau einer Generation entspricht, sind die Aussichten gar nicht einmal so schlecht, daß es auch dieses Mal gelingen kann, denn ungefähr in diesen Abständen - mit einer Toleranz von dreivier Jahren - finden für gewöhnlich in der Geschichte solche Paradigmen- und Richtungswechsel statt.

Wer’s nicht glaubt,
kann gerne mal nachrechnen.

Soviel von heute,
aber hier hab ich ja noch etwas Semifrisches vom Mondtag. Und das verweist auf ein Jubiläum und noch ein weiteres großes, das immer näher heranrückt.



 ,': o (|)




Vor genau 500 Jahren
kamen die Dunkelmännerbriefe heraus, die Epistolae obscurorum virorum, die ein Schlaglicht auf die verkommenen Zustände im geistig-geistlichen Oberbau der Zeit damals warfen und in denen die ganze Verlogen- und Verlottertheit des christlich-korrekten Systems in vollendeter Satire bloßgestellt wurde.

Und zwei Jahre später

nagelte ein streitbarer Luther dann seine inkorrekten Thesen an der Kirchentür fest. Und zwar so fest, daß es gesessen hat.

Naja, und dann kamen die Dinge
dann so richtig in Bewegung. Es gab schließlich Grund zu Unmut, nicht bloß wegen Lüge und Bevormundung, sondern auch wegen Korruption, Inquisition oder dem Verkauf von Ablaßbriefen, jener berühmt-berüchtigten Abzocke im ganz großen Stil - so sollen in der Zeit vor Luther in etwa zwei Fünftel aller kirchlicher Einkünfte aus deutschen Landen - damit fast die Hälfte (!) - nach Rom für die päpstliche Prunkentfaltung geflossen sein.

Kein Wunder,
daß irgendwann einer aus der Mitte Deutschlands wie auch einer tatkräftigen Schicht entstammend den ganzen Schwindel nicht mehr länger mitansehen konnte, diesen dann kurzerhand
im ganzen Reich ordentlich publik machte mittels der Druckpresse und damit den Nerv der Zeit, dh. der allzu vielen Unzufriedenen und Gegängelten traf.

Ja, wenn die Herrschaft

genau das Gegenteil von dem ist, was sie vorgibt zu sein, nämlich demokratisch - was soll man ihr da noch folgen, entbehrt sie doch jeder Legitimation und ist damit doch nur Schwindel und eitle Anmaßung.

Aber genau so
vollziehen sich nun einmal die tiefgreifenden Mentalitätswandel. Das neue Paradigma, also die neue Wahrheit setzt sich durch, sobald sich einer findet, der sie mitreißend verkünden und auch dem gemeinen Mann deutlich vor Augen führen kann.

So ähnlich
hat es ja schon Victor Hugo gesagt - Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht. (Daß mit diesem Spruch ausgerechnet die so oft geifernde BZ wirbt, grenzt schon an Verhöhnung, so wie das schmierige Grinsen vom Freakman).

Wie wird das nun diesmal sein ?! 

Keine Frage, die Zeit jetzt bleibt spannend. Und die Risse im Schleier sind schon unübersehbar geworden, denn nicht nur die Presse wird zunehmend mit ihren eigenen Lügen konfrontiert.




... Musikspur: Wer jetzig Zeiten leben will, muß han ein tapfer Herze ...




Freitag, 14. August 2015

Der Sommer der Übereilung.





Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 13. 8. 2015 -


Der Sommer steht
ja eigentlich für Leichtigkeit, Lebensfreude und laue Abende im Freien. Darauf hat ma sich schon das ganze Jahr gefreut und genießt auch die unbeschwerten Tage nach Herzenslust.

Aber dieser Sommer
ist nicht normal; eine Hitzewelle jagt die andere mit geradezu tropischen Temperaturen und Hitzerekorden und viel Zulauf aus tropischen Ländern.

Ein Zulauf,
der ständig zunimmt und der ehrlich gesagt alles andere als erwünscht und kaum noch zu bewältigen ist.

Schon seltsam,
die Temperaturen so heiß, daß es nicht mehr normal ist und gleichsam schier unbegrenzt Zustrom aus den heißen Zonen der Welt, zumeist junge Männer, die sich hier niederlassen wollen, weil hier das Geld einfach aus der Wand kommt.

Eine ungute Konstellation,
die große Spannungen aufbaut, die dann nach Entladung drängen, was wiederum auf einen gleichermaßen heißen Herbst schließen läßt
 

Und wenn dann der Winter
kommt, werden wir uns warm anziehen müssen, denn dann haben sie längst die nächste Stufe gezündet …






 ., °!° ,.


Hier angehängt 
noch paar Gedanken zum Thema Übereilung.

Was uns immer schneller
an den Abgrund bringt, ist zweifellos die Übereilung, also das irrsinnige Tempo, das in vielen Bereichen und Branchen vorherrscht.

Das gilt für
invasive Einwanderungsströme sogenannter ‘Flüchtlinge’ ebenso wie für den Hochfrequenzhandel an den Börsen.

Diese Übereilung
geht zwangsläufig mit einer Überhitzung einher und schränkt die Steuerbarkeit des Riesentankers namens Staat und Gesellschaft massiv ein, da die schnellen Veränderungen, die leicht in Turbulenzen umschlagen können, durch die entfachte Dynamik auf Dauer die Elastizität und Stabilität des ganzen gesellschaftlichen Konstrukts zu stark überfordern.

Bis dann alles
in einzelne, unverbundene, einander feindselig gesinnte Stücke und Gruppen zerbricht. Ich darf gar nicht weiterdenken, wie’s dann so zugehen wird auf den Straßen.

Das Chaos jedenfalls
dürfte groß sein und das Gesetz des Dschungels einziehen … 

Und wenn dann irgendwann
dagegen vorgegangen wird, doch das dürfte dauern, denn solche Umbruchszeiten erstrecken sich  in der Regel zumeist über eine Generation, also zwischen 25 und 30 Jahre, dann wahrscheinlich auf eine martialische Art.

Mit der Folge,
daß eine Überwachungs- und Erziehungsdiktatur sich fest etablieren dürfte, die alle unerwünschten, störenden und störrischen Elemente unter besonderer Kontrolle hält und wenn es geboten scheint, einfach mal eben aus dem Verkehr zieht.

Dazu passend
heute auf einen markanten Satz von Thorsten Hinz gestoßen, der vor vielen Jahren mal im Steinthaler Blättchen zu lesen war (21/09) 


Genau dies 
ist Programm, also das, was läuft ...





 Deutschland ist heute weniger
ein demokratischer National-
denn ein autoritärer Ideologiestaat,
der seine Machtmittel zur Abschaffung
der eigenen Nation einsetzt.


 

... Musikspur: Lena - Mr. Curiosity / My Cassette Player ...

Donnerstag, 30. Juli 2015

Johann Wolfgang zB.

Wolfi wacht


Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 29. 7. 2015 -


Letztens 
auf der Durchreise einen Tag in Weimar zugebracht und elephantös geschlafen.

Ein echtes Kleinod
- die schönen Plätze, die stilvolle Architektur und um einen herum recht interessante Leute - einfach wunderhübsch, ein schönes Stück Deutschland !

Jaja, damals
hatte man noch Geschmack und unser Prophet war noch nicht in dieser Ausschließlichkeit der Profit.

Was Jowo Goethe
wohl sagen würde, käme er mal zur Inspektion für einige Wochen zurück ?  Nun, in Weimar könnte er es noch aushalten, auch wenn er gewiß Anstoß nehmen würde an den vielen Frauen in Hosen mit zumeist wenig schmeichelhaften Kurzhaarfrisuren.

Das wäre ganz sicher
nicht nach seim Geschmack. Und auch der brausende, hektische Autoverkehr, diese Blechkarossen ohne Pferde, dürften ihm extrem zuwider sein; und das nicht bloß weil sie stinken.

Nein, das übertriebene Tempo
war seine Sache nicht; schließlich warnte er in seinen späten Jahren, als das Abenteuer Eisenbahn zunächst zaghaft begann, schon vor dem unkalkulierbaren Risiko des forcierten Fortschritts, oder wie er sagte - vor der großen Gefahr der Übereilung.

Und was aus der Entfesselung
lange gebundener Kräfte an feuriger Dynamik quasi über Nacht alles erwachsen kann, erfuhr er in seinen Vierzigern und danach, als die französische Revolution ausbrach und in kurzer Zeit diverse Phasen durchlief, darunter die Schreckenszeit, die die hehre Parole Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit in eine blutrünstige Fratze, nämlich zu  Feigheit, Despotie und Kopfab ins glatte Gegenteil verkehrte …

Auch hat er Napoleon
kommen und gehen sehen;und dazwischen diesen natürlich siegen, persönlich vorbeischauen und darob größenwahnsinnig werden.

Nun, Goethe konnte der Revolution
nicht sonderlich viel abgewinnen, denn das unkontrollierte Rasen des Mobs und das unselige Wirken idiologischer Scharfmacher widersprachen fundamental seim kultivierten Geist, auch wenn er sich von den Linken dafür als ein Fürstenknecht schimpfen lassen mußte.

Aber was würde er
eigentlich sagen, wenn er einmal Berlin und dort auch den Problembezirken mit erkennbar undeutscher  Bevölkerung, also vorzugsweise mit Moslems bevölkert, einen Besuch abstatten würde ? 

Anzunehmen wäre wohl,
daß er sich mit Zeitungsberichten zufrieden geben würde, da es ihn zu Lebzeiten nur ein einziges Mal an die Spree verschlagen hatte und er nicht sonderlich angetan war von dem Besuch dort - eben für seinen Geschmack ein allzu verwegener Menschenschlag ! 

Und was würde er erst sagen,
wenn er heute ….  Aber das dürfte auch der Grund sein, warum er es nicht machen würde, nämlich um sich solches nicht antun zu müssen.

Nur zu verständlich;
und wenn ma sich dann noch zu Gemüte führt, daß der politisch-mediale Komplex nicht müde wird, solche Zustände als normal, eben als zu Deutschland gehörig, zu betrachten, kann man schon mal die Contenance verlieren, auch wenn ma nicht Goethe heißt.

Denn solch eine Dreistigkeit 

läßt sich kaum mehr überbieten. Kotz bäh, kann ma da nur sagen.

Huch, nun hat der Weimar-Abstecher
halt doch einen ganz eigenen Verlauf genommen. Aber egal, eigentlich sollte ja ein EnnAll-Text vom 31. 3. mit dem Titel ‘Ausblick auf die Wolfszeit’ hier abgelegt werden.

Dann eben später,
valleicht morgen oder halt in drei Wochen. Mal sehen, was der Sommer noch so alles bringt.





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Es lebt dort ein so 
verwegener Menschenschlag zusammen, 
daß man mit der Delikatesse nicht weit reicht, 
sondern daß man Haare auf den Zähnen haben 
und mitunter etwas grob sein muß,
 um sich über Wasser zu halten.


-----Johann Wohlklang von Goethe----


... Musikspur: Albinioni - Adagio ...

Donnerstag, 2. Juli 2015

Das Böse ist nicht banal ...


 
Schattenwurf



Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 1. 7. 2015 -

Heute mal ein paar Zeilen
zum Bösen geschrieben, genauer einige wichtige Aspekte vom Wesen der bösen Mächte skizziert, die demnächst in der EnnAll erscheinen werden.

Dazu sehr gut passend
ein mythologisches Bild von Burne-Jones, das den eigentlichen Konflikt in seiner ganzen Schicksalshaftigkeit dramatisch ins Szene setzt. Ein Bild von großer symbolischer Wirkung - beklemmend und dennoch Zuversicht ausstrahlend.
 

Etwa neugierig geworden ?!
Ach ja, die EnnAll kann man abonnieren - 12 Ausgaben im Jahr für 12 € als Zeitung im PDF-Format.  


Gefischte Geschichten,
süffige Sprüche, eolische Texte, Brisantes ebenso wie Provothesen und außerdem allerlei skurile Köpfe und auch Cartoons.

Aber wo ich nun schon
dies archaische und doch so aktuelle Thema aufgebracht habe, hier wenigstens einige Sätze aus der Nachbetrachtung. Denn schließlich wird uns das Thema noch zur genüge beschäftigen.








...:::-!^°^!-:::...

Tja, wer oder was ist das Böse ?!

Da es nicht opportun ist, Namen zu nennen - über das personifizierte Böse in Gestalt eines Grüffelo hinaus - wird es am ehesten in einer Haltung zu suchen sein, also in eim speziellen Umgang mit anderen oder mit der Wahrheit zB. oder mit Dingen, die gern im verborgenen betrieben werden.

Wer sich für diesen Aspekt
interessiert, sollte sich einmal mit der Holon-Theorie von Koestler beschäftigen.

Doch Vorsicht ! 
Der rekurriert auf die Körperebene und bietet sehr bildliche Vergleiche.

Aber solche Analogien
sind auch heute weitaus aussagekräftiger und - noch wichtiger - vor allem stimmiger; als all das belämmerte und beknackte Soziologen- und Politologengeschwafel und -geschwurbel.

An was unsere Gesellschaft hier
und auch sonst in Westeuropa im besonderen Maße laboriert, ist so etwas wie eine erworbene oder besser schleichend injizierte oder auch verordnete Immunschwäche gegenüber Fremdeinflüssen, die den Gesellschaftskörper mehr und mehr in Fieber- und Hitzewallungen versetzen und mit einer hohen Streßdosis aufladen. 


Und dies ist natürlich,
wie allmählich auch der breiten, dösigen Masse ganz langsam klar zu werden beginnt, zweifelsohne eine böse Entwicklung, die manch böse Überraschung bereithalten wird, weil sie letztendlich in eine böse Zukunft weist.





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Das Böse 

lebt von Tarnung 

und gewinnt Zulauf 

mittels falscher Versprechungen.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Die Kunst des Sehens


Ein Gugel-Arrangement mit Oma


Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 24. 6. 2015 -

 


Da nun schon wieder
so viele Amerikuner und auch von der Gegenmacht sich reichlich Späher hier auf dem Neue-Spryche-Blogg herumtreiben - warum auch immer - behalte ich die mehr politischen Gedanken erst mal für mich

Wär ja noch schöner !
Und stell lieber etwas rein, daß sie nicht so leicht durchsteigen, eben weil’s persönlicher ist und ich mich daher auf Andeutungen beschränken kann.

Was weiß ich,
wer mich da nicht alles auf dem Schirm hat. Als ich vor Zeiten mal freimütig über die Klimalüge abgelästert hatte,  kamen flugs die Späher aus Irreal angeschwirrt. Jaja, bekanntlich reicht schon ein einz'ges  Reizwort …

Also nix Dekadenz,
nix politische Beknacktheit oder Pegida oder was grad so aktuell ist. Lieber am letzten Artikel angeknüpft und ein wenig nachgefaßt.





***.***

 
Bei diesem Fragebogen
kam dann irgendwann auch die Frage nach dem Buch, das einen besonders beeinflußt hat oder einem wichtig ist, wo überraschend viele dann gern die Bibel nennen.

Um Gottes Willen ! 
Dafür wäre mir die Bibel zu verschroben und oft auch viel zu rachsüchtig im Tonfall. Und außerdem mußte ich doch recht viel am schmalen Spaltenrand hinzuschreiben.

Jaja, der Herr Zebraroth,
der ist nicht hinten wie vorne, wie meine kluge Großmutter zu sagen pflegte. Da gibt es wichtigere Bücher und so habe ich eins von Aldous Huxley genannt.

Nein, nicht die Dystopie,
obschon wir derzeit in Riesenschritten der schönen neuen Weltordnung entgegengehen, die da von häßlichen Leuten angestrebt wird; und auch nicht das verrufene Bändchen namens ‘Die Pforten der Wahrnehmung’ sondern das wenig bekannte Buch ‘Die Kunst des Sehens’.

Ja, Sehen ist eine Kunst;
und die kann ma lernen, auch wenn es mühsam ist. Denn Sehen ist ein aktiver Prozeß, eine zentrale Sinneserfahrung, auf die man bewußt Einfluß nehmen kann.

Das ist den meisten
gar nicht mal klar und sie lassen sich daher gleich bei etwas verminderter Sehschärfe eine Brille verschreiben anstatt ihre Augen zu tränieren.

Wäre jedenfalls
auch ein Option; nicht nur Bizeps und Trizeps kann ma tränieren ebenso auch die Augenmuskeln. Und zwar kommt es in erster Linie auf die Beweglichkeit an, das Akkomodieren und ebenfalls auf die Koordination. Denn dies sind die unabdingbaren Vorbedingungen für das andere, das dynamische Sehen.

Keine Frage,
Sehen und Sehen ist nicht dasselbe - der eine glotzt und starrt und der andere schaut und läßt seinen Blick schweifen.

Und ein anderer Autor,
der mir auch sehr nahe steht und den ich ebenfalls hätte nennen können und dessen Sterbetag grad auf meinen Geburtstag fällt - nein, Heinrich Heine ist nicht gemeint - sprach dem dynamischen Sehen einen besonderen Erkenntniswert zu, da dieses durch die feine stereoskopische Erfassung der Oberfläche in der Bewegung  eine Durchdringung derselben quasi erlebbar macht.

Wann ihm die Augen
so richtig aufgingen oder aufgetan wurden, weiß nur die Tigerlilie. Und davon, daß sie von besonderer Strahlkraft waren, kündet nicht zuletzt dessen charismatischer Blick.

Aber genauso
muß es auch sein. Eine Lebensphilosophie muß durch den Philosophen selbst beglaubigt werden, wenn sie etwas taugen soll.

Ist doch wohl 
ein ordentliches Schlußwort, oder ?! Nun, da kann ich mir den besonderen Spruch für diesmal sparen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Sag niemals Leithamster …

Noch'n Vexierbild


Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 9. 6. 2014 -


Letztens wurden mir
so einige Fragen gestellt, die ich dann auch brav beantwortet habe.

Nicht vom Schicksal
und auch nicht von irgendeim blöden Umfrageinstitut oder gar von eim Behördenhengst, also vom Amtsschimmel, womöglich noch vom Amtsleiter selber.

Letzteres könnte durchaus
peinlich werden, denn wie leicht passiert es, daß bei solcher Befragung
einem der Versprecherteufel in eim aufgeregten Moment ins Ohr flüstert und plötzlich ist es passiert und man redet den Amtsleiter unversehens mit ‘Herr Leithamster’ an.

So Beamte verstehen
ja keinen Spaß, vor allem wenn es sie selber betrifft. Und dies dann eventuell noch bei einer peinlichen Befragung. 


Und wie schnell
hat ma ja heutzutage eine Klage wegen Beamten-Beleidigung an der Backe.

Aber ganz so schlimm
war es nicht, die Fragen kamen von eim Redakteur einer Wochenzeitung und waren für eine Rubrik bestimmt, die entsprechend, nämlich FRAGEBOGEN, heißt.

12 an der Zahl
oder wie ma so schön sagt, ein rundes Dutzend. Nicht gerade Larifari-Fragen sondern mehr nach Einstellungen, Werten und Selbstverständnis; unter anderem eben, was man (liebend gerne) verändern möchte.

Als ob es nach einem ginge …
Obwohl, die groteske Fehlpolung der Zeit wieder aufzuheben, wäre schon aller Wünsche wert wie auch des Schweiß´ der Edlen.

Früher mal,
als die ersten Apho-Bände, also die Bücher mit Aphorismen, herauskamen, hatte ich für den Klappentext den eigentlichen Antrieb griffig für faule Journalisten wie fólgt in Worte gefaßt.

Dabei ging’s zunächst
um Aphorismen und was denn den Reiz ausmacht, solche kurzen Dinger oder besser einprägsame Sätze zu schreiben, die leider die meisten Leute für antiquiert und damit für nicht mehr zeitgemäß halten (ha - wenn die wüßten !)

Und da wurden
die eolischen Sprüche erst mal so charakterisiert:



Überraschende und pointierte,
zuweilen ausgesprochen komische Schlaglichter auf die Fragen des Menschen in einer sich rapide wandelnden Welt. 


Im gleichen Maße
Gedanken zum Denken wie zum Leben. In einer Sprache, die noch die magische Kraft des Wortes kennt und zu gestalten weiß.

Getragen von dem Bestreben
in einer von kalter Technik und Effizienz geprägten Zeit der Entzauberung der Welt entgegenzuwirken.


Nun, das ist auch heute
noch der Fall. Aber seitdem hat sich sowohl das Bild wie auch die Betrachtungsweise an manchen Stellen geändert sowie, was das Gesamtverständnis betrifft, erheblich erweitert.



Zum Ausklang
ruhig mal etwas Albernes aus der Rubrik 'Geschichten in einem Satz'.





Der Dozent
verspeiste dezent
von Eiern ein ganzes
Dutzend.



Donnerstag, 28. Mai 2015

Komische Fragen

Eo Scheinder - Komische Fragen


Ost- Ennerich (VSE)
- Mi - 27. 5. 2015 -



Wenn ich doch nur wüßte,
warum  dem Neue-Spryche-Blogg aus Usa und ebenso aus Rossija und dann - wenn auch etwas geringer - von den Chinusen  soviel Zuspruch entgegenschlägt ?!  

Können die denn so gut
deutsch, daß sie der eolischen Gedankenführung folgen können oder werden die einfach nur von den Bildchen angezogen ? 

Oder sind das bloß

irgendwelche Bots und Robobots, die immer nur pausenlos Daten fressen wie ein Regenwurm, der sich durchs Erdreich wühlt ? 

Halt, drei Burschen
waren ja auch darunter, die voll abgeräumt haben, jeweils Stücker 90 Seiten. Aber Buchbestellung - Fehlanzeige !

Tja, komische Fragen,
die wie viele andere letztendlich unbeantwortet bleiben werden.

Aber mit Compu, Inet und
der Chipsierung ist die Welt zu eim immerfort summenden und brummenden Bienenkorb von wahrlich gigantischen Ausmaßen geworden.

Kein Wunder,
daß bei eim solch stressigen Übermaß an Schwingungen und Überlagerungen immer mehr Menschen in den hypermodernen Zonen der Erde sich selbst und ihren ureigenen Regungen und Instinkten zunehmend abhanden kommen und mehr und mehr in die Irre gehen, also regelrecht verrückt werden.

Ja, genau - ver-rückt werden ! 
Wie zutreffend und stimmig die Sprache doch nun einmal ist ! 

Sie machen es weniger
selbst, sondern es ist etwas, was mit ihnen geschieht.

Und die Beeinflussungen und
Manipulationen durch Werbung, Medien und Ssinktänk-Spin(nen)doktoren sind schließlich ziemlich allumfassend und flächendeckend, daß es eines starken Magens wie auch eines wachen Verstandes bedarf, um nicht von diesen geschickt plazierten Memen infiziert bzw. überrumpelt zu werden.

Denn das Ver-Rücken,
also das zielstrebige Verrückt-machen geschieht zweifelsohne durch andere und zwar mit Absicht und unschönen Hintergedanken.

Oder um mit Shakespeare
anzustoßen, dh. zu sprechen - Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.

 
Dergleichen gab es also 

auch schon in früheren Zeiten.

Das soll aber nicht 

der letzte Spruch gewesen sein; einen hab ich noch. Und zwar stammt dieser aus der Serie: Geschichten in einem Satz


 .

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:.:  20?. :°:


 Die riesige Filmkuh hatte 
die ganze Straße eingenommen
und ließ keine Passanten mehr durch.




 … Musikspur: Rolling Stones - Moonlight Mile / Sticky Fingers …