Donnerstag, 16. Oktober 2014

Teuflische Pläne ...


KALENDER-SPRÜCHE 2014


Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 15. 10. 2014 -



Wo ich letztens
eine ganze Latte an Eo-Sprüchen in konzentrierter Form gebracht habe, die sich daneben ja auch  in graphisch gestalteter Form bei Gugel und Co auffinden lassen; -

hier noch ein kleiner Tipp -
denn leichter geht‘s - weil praktisch ohne Beifang - wenn ma bei der Bildersuche zu ‚kalendersprüche‘ noch ein kleines ‚eo‘ hinzufügt.

Nun, das sind imgrunde olle Kamellen,
aber nichtsdestotrotz zumeist noch stimmig und griffig und gut passend für diese Zeit, daher heute mal einer, der schön pieksig ist und im Inet bislang noch nicht vorzufinden war.

Das ist der September-Spruch
der KALENDER-SPRÜCHE 2014. Ich weiß auch noch, wie der mir eingefallen ist. Sitze also so im Laden mit dem Gesicht zur Straße hin und denke nichts böses, aber dann durchzuckt grad so ein Gedanke mein Kino im Kopf, der mich erst einmal doch ziemlich umhaut.

Und urplötzlich wird mir
ein bestimmter Zusammenhang klar; und zwar so richtig, dh. untrüglich klar. Denn was heißt denn eigentlich denken

Doch wohl nichts anderes,
als verstehen wie sich das eine oder andere verhält, wie es mit dem oder eim anderen zusammenhängt, also Zusammenhänge erkennen und mit eim Mal sozusagen blicken, daß da oder dort eine gewisse Regelhaftigkeit, somit ein bestimmtes Muster erkennbar wird und damit vorherrscht, mit anderen Worten  denken heißt letztlich zwei in eins tun oder eben eins und eins zusammenzählen.

Das eine nicht ohne das andere;
kein Willen ohne Willensträger. Und so stand dann dieser sprechende Satz vor meinen Augen - Teuflische Pläne lassen auf teuflische Planer schließen.

Der vom Kreuz
hat ähnliches, wenn nicht blumiger, so doch auf anschauliche Art gesagt und deutlich gemacht, die einer agrarischen Gesellschaft höchst vertraut ist und offenkundig nicht zuletzt die Genetik mit einbezieht, jaja.

Und ebenso findet auch
der Teufel gebührende Erwähnung. Klar, irgendeinen Ideengeber muß es immer geben und wenn ma nur weit genug zurückgeht, landet man eben bei dem großen Verneiner.

Und nicht viel anders
hat es vor zweihundert Jahren  Jowo Goethe gesehen, aber der rückte mit seiner Sicht der Dinge erst ganz spät heraus, als er sein Ende schon kommen sah.

Schließlich ist der Teufel
höchst real; und dafür muß er noch nicht einmal realiter in Erscheinung treten. Najanu, Johann Wohlklang von Goethe hatte zum einen einen guten Riecher, wie jeder sehen kann, und zum anderen war er ja Frankforter, wenn auch später nicht mehr …



 
...^´- | -`^....



Übrigens demnächst,
dh. so etwa Ende Oktober liegen dann die KALENDER-SPRÜCHE 2015 mit zwölf markanten Eo-Sprüchen vor, die den Zeitgeist mal mehr mal weniger heftig anpieksen und gelegentlich auch wohin treten, wo es notwendig wäre; und können somit bestellt werden.

Sie wissen ja,
mit Sprüchen kann man Menschen unter die Haut gehen, denen ma sonst so leicht nicht ans Leder kommt (wie Peter Rühmkorf dies so schön vorvormuliert hat).

Dieser Dreckfuhler ist

der lustigen Optik wegen beabsichtigt; und mußte auch mühsam dem im Hintergrund lauernden Korrekturprogramm abgerungen werden.



... Musikspur: Scott Joplin - The Entertainer ...

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Mauergeschichten


Mehr Karten von Eo




Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 8. 10. 2014 -


Oder die Berliner Mauer
als modernes Monstrum. Und ebenso als Ironie der Geschichte, da die progressiven Sozialisten sich schließlich mittelalterlicher Methoden bedienen mußten, um ihren Machtbereich wenigstens für die Zeit einer Generation zu behaupten.


..: -|- :..

 

Und schon wieder
eine Woche weiter. Dabei wollte ich eigentlich auf die Buchpräsentation hier im LI-LA Literatur-Laden hinweisen und auch dazu einladen …

Aber da die Veranstaltung vorab
Ja ziemlich ausgebucht war und ich dem Inet nicht so recht über den Weg traue und man auch nicht wissen kann, wer sich dann so alles auf den Weg macht, habe ich es gottlob seingelassen.

Und das war auch gut so,
denn der Laden war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung hervorragend, die Luft spätabends noch sehr mild, ja wie Seide so sanft,  daß man hernach noch gut draußen stehen und sich austauschen konnte.

Hervorzuheben wäre noch,
daß ein Gitarrist mit stimmungsvollen Rhythmen zwischen den vorgetragenen Geschichten die Zuhörer verzauberte.

Denke mal, daß es demnächst
einen neuen Blogg geben wird, mit Geschichten aus der Schreibwerkstatt hier im LI-LA Literatur-Laden, in welchem das neue Buch SCHATTENSPRÜNGE mit Mauergeschichten, also Geschichten aus der Zeit der Berliner Mauer ausführlich vorgestellt wird und einige Geschichten daraus dort zu lesen sein werden.

Nun, jetzt mit einer Woche
Verspätung noch mal die Einladung reinzusetzen , wäre natürlich albern. Aber zur Einladung gehört bei Eo auch immer ein Text zur Einstimmung, ob nun zum Thema, zum Fragenkomplex, der damit einhergeht oder einfach aus Spaß an der Freud, um das ein oder andere in dieser Zeit mal ein wenig gegen den Strich zu bürsten.

Und von da her auch
unabhängig von der Einladung zu goutieren. Tja, und wo nun langsam dieser deutsche Schicksalstag näherrückt, der deutsche 911er also, der heuer auf einen ganzen Generationenschritt zurückverweist, auch wieder Anlaß genug.

Eben diesen Text hier nachzuliefern,
sintemal sich dieser gut als Einstieg für eine kleine Serie eignet; einmal um dieses speziellen Jubiläums willen und zum anderen wegen der Häufung dieser historischer Jubiläen.

Und in den Zeitungen steht
zwar noch immer viel, aber imgrunde veröffentlichen die auch nur, was sie wollen oder sagen wir besser dürfen. Denn was den Chef-Reds nicht paßt, veröffentlichen sie eben nicht. Wie zB. dieses 500jährige Jubiläum vor jetzt drei Jahren.

Naja, Fuzzys halt.
Bis in die Haarspitzen unmoralisch, aber in den Artikeln und Kommentaren immer einen groß auf moralisch machen.

Ach ja, meine Achtung
vor Journalisten hab ich schon früh verloren, so irgendwie mit 18 oder kurz darauf, als ich nebenher für eine Weile freier Mitarbeiter bei der NLZ war, wie das heimische Käseblättchen damals noch hieß. …
..: -|- :..


Liebe Freunde 
des LI-LA Literatur-Ladens,

es ist mal wieder an der Zeit,
eine Lesung, genauer eine Buchpräsentation anzukündigen - und zwar wird in einer Woche das gerade neu erschienene Buch SCHATTENSPRÜNGE vorgestellt,

In diesem mit Jubiläumsdaten
förmlich gespickten Jahr 2014 geht es nun langsam in die Zielgerade und es steht nach den schlimmen und ungemein folgenschweren Gedenktagen zum Ende hin nun noch ein echter Glückstag an.- und zwar die 25. Wiederkehr des Mauerfalls.

Also jenes Tages, als für die Berliner
etwas geschah, was sie selber schier für unmöglich gehalten hatten und ihnen angesichts der Gegensätzlichkeit der Systeme ganz und gar undenkbar schien..

Eben daß das DDR-Regime einmal vor
den eigenen Bürgern kapitulieren und die Mauer fallen würde; und gleichfalls daß die Sowjetunion diesem eruptiven Geschehen dann auch noch, ohne militärisch einzugreifen,  zusehen bzw. zuwarten würde. 

Nun, ein solches Szenario
lag schon sehr weit außerhalb des Vorstellungsrahmens und blieb daher bis in den November hinein noch so gut wie unvorstellbar, weswegen das absolut treffendste und am meisten herausgestoßene Wort in dieser verrückten Nacht der Maueröffnung dann ja auch ein ganz bestimmtes war.

Nämlich das
schön langgezogene  
WAAAAAHNSINN !!! 

War echt eine irre Zeit
damals - und ist nun so lang schon Geschichte. 

Die Spannung dieser Tage,
die Aufbruchstimmung, die ungeheure Dynamik war damals förmlich mit den Händen zu greifen. Und ist  inzwischen längst verflogen … Doch wert, daß man sich wieder daran erinnert.

Und so ist denn auch
zu diesem besonderen Anlaß nun ein Buch erschienen, eine Anthologie mit Geschichten verschiedener Autoren, welche allesamt um ebendieses Thema kreisen, von der Zeit, als die Mauer noch unerschütterlich stand und Berlin teilte bis zum Tag, als die Mauer schließlich Risse bekam und dann gänzlich zu Fall gebracht wurde.

Die Idee zu SCHATTENSPRÜNGE
- Geschichten rund um die Berliner Mauer, entstand  übrigens im LI-LA Literatur-Laden, im Rahmen der kreativen Schreibwerkstatt, wie ich nicht ohne Stolz vermerken möchte, und geht vor allem auf Kiri zurück, die als Übersiedlerin von Ost- nach West-Berlin das Leben auf beiden Seiten der Mauer erfahren hat. 

Das Buch mit knapp 100 Seiten
kostet 10 € und ist erhältlich im LI-La Literatur-Laden und kann auch bestellt werden (zzgl Versandkosten). 


 
 
 
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Ja, und wer selbst Lust
bekommen hat aufs Schreiben, aber dafür eines kleinen Motivationsschubs bedarf,  um es wirklich auch zu tun, und außerdem nützliche Anregungen und Tips sich wünscht, dem sei gesagt, daß im November wieder neue Schreibkurse im LI-LA Literatur-Laden beginnen werden. ( 6 Kursabende / Kursgebühr 85 €).

Lassen Sie Ihre Fantasie
sprudeln. Schreiben ist ein Schlüssel dazu. Näheres unter 030 / 344 45 59 oder per Email.


... Musikspur: Jan Garbarek + Hilliard Ensemble - O salutaris hostia ...




Mittwoch, 1. Oktober 2014

Sprüche-Fundgrube




Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 30. 9. 2014 -


Wollte ja erst noch weitere
bayerische Impressionen anfügen, weil da gottlob noch nicht alles ganz so kaputt und verkommen ist und von da her allein schon der Erwähnung wert; aber die heb ich mir lieber für ein Andermal auf .

Dafür dann ein wenig 

der Spontaneität freien Lauf lassen und ein wenig recherchieren, wie’s in Sachen Kalendersprüche so ausschaut. Denn es wird nun Zeit, die Kalendersprüche 2015 abzuschließen.

Einen davon für das nächste Jahr

hatte ich letztens schon mal gebracht - ja genau,  der mit den Schuldbürgern - aber dann wollte ich doch mal wissen, was denn so angezeigt wird, wenn ma von jetzt auf gleich die Suchmaschine befragt.

Bei Gugel/Bilder also KALENDERSPRÜCHE 

eingegeben und sehe zu meiner Verwunderung, daß ich mit eigenen Sprüchen schon in der ersten angezeigten Bilderzeile gleich zweimal vertreten bin ...

in der zweiten Bilderreihe
übrigens gar dreimal, in der dritten zweimal, in der vierten ebenso, in der fünften (was unter Seite 2 firmiert) einmal, in der sechsten auch einmal, aber mit eim Dreier, in der siebten und achten jeweils zweimal …

Das dünkt mir doch nicht gerade
ein schlechtes Ergebnis und zeigt wohl auch, daß die Kalendersprüche aus Eos Wörter- und Sprücheschmiede nun so langsam beim Publikum ankommen.

Schließlich gibt es die KALENDER-SPRÜCHE
ja schon seit 2007. Übrigens hatte ich den einen oder anderen Spruch daraus immer mal diversen Printmedien, also Zeitungen und Zeitschriften zur Veröffentlichung angeboten wie zB. dem Steinthaler Blättchen, aber da sie dort so unhumorig sind, wie der Befrager vom Dienst selbst einmal freimütig bekundete oder besser durchblicken ließ, hatte man für derlei Sentenzen keine Verwendung.

Und damit ich hier nicht bloß
im Metabereich über Sprüche und so herumfabuliere, will ich diese bei Gugel angezeigten Sprüche lieber schön der Reihe nach hier aufführen, sintemal ich mich nicht um Urheberrecht und dergleichen groß scheren muß, da ich selber ja der Urheber all der hier folgenden  Kalendersprüche bin. 

Und so nun also schön 

der Reihe nach, so wie Gugel sie nebst anderen Bildern auflistet.



1. Die große Schwäche der Blonden ist nun mal ihre Blauäugigkeit

2. Leben heißt lernen - erfahren und erleiden am eigenen Leib.

3. Wer versucht die Natur zu korrigieren, wird von der Natur korrigiert werden.

4. Der Winter hustet dem Klimawandel was

5 (ein Dreierblock>):Stell dir vor, es ist Wahl - und keiner geht hin !  / Das Leben ist im gleichen Maße schön, wie es grausam ist / Nicht nur Bäume haben Wurzeln.

6. Die Lage ist hoffnungslos - aber eben noch immer nicht ernst.

 
7. Der Feminismus hat bekanntlich die Frauen befreit. Schon wahr; und zwar vor allem von ihrer Weiblichkeit.

 
8. Was jetzt kommt, sind Jahre der Entscheidung - im großen wie im kleinen wie im ganzen.

9. Wenn die Welt zu sehr aus den Fugen gerät, braucht es wieder die Dichter.

 
10. (Dreierblock - Ausw von 2013) Das ganze Elend begann damit, als die Frauen anfingen - fast immer und überall - Hosen zu tragen /  Der Schatten des Ruhms. Oder wenn Madonna heute vom Pferd fällt, weiß es morgen die halbe Welt. / Noch schlimmer aber als fiese Feinde sind falsche Freunde.

11. Die Trägheit der Masse resultiert aus ihrer massiven Trägheit.

 
12. Der “Endsieg” von heute, an den wir alle glauben sollen, heißt INTEGRATION

13. (Dreierblock - Auswahl von 2014) mit dem Spruch über die Blauäugigkeit / Wer allzu offen ist, der kann nicht ganz dicht sein. / Langzeitstrategien erkennt man an der Salamitaktik

14. Je später die Zeit, umso herber die Sprüche

15. Parallelgesellschaften laufen solange parallel nebeneinander her, bis eines bösen Tages frontal zusammenstoßen.

 
16. Die Ankunft der Spötter markiert den Anfang vom Ende der Götter.

17. Zufall ist wie Fußball - nämlich immer wieder für eine Überraschung gut.

 
18. Wer den Raucher nicht ehrt, ist der Tabaksteuer nicht wert.

 
19. Mit leichten Mädchen hat mann nur selten auf Dauer auch leichtes Spiel.

 
 

Und mit den letzten beiden Sprüchen
ist ma gerade einmal bei Seite 4 - 1. Zeile angelangt …  Natürlich gibt es für 2015 auch wieder die KALENDER-SPRÜCHE von Eo. Sind Ende Oktober dann zu haben.

Und noch etwas - 

all diese Kalendersprüche sind ebenso als Aufkleber erhältlich, wie etwa die vulkanischen Farben, allerdings in kleinerem Format (als der Kalender) und zwar nicht hochkant wie das Kalenderblatt sondern im Breitformat.



Mittwoch, 24. September 2014

Hutwetter ...






Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 23. 9. 21014 -

Ach, es stauen sich mal wieder
die Texte, daß ich nicht weiß, welchen ich nehmen soll …

Etwa den zum Verblendungszusammenhang
oder doch lieber den über die doppelte Gedankenführung. Oder meine Ausführungen zum schmutzigen Faktor; aber das ist schon mehr eine kleine Serie  .

Oder bei Jowo Goethe anknüpfen,
wo ich doch gerade dem tieferen Geheimnis nachgespürt habe ?

Alles formidable Texte,
aber vielleicht etwas unvermittelt, um schnurstracks damit ins Haus zu fallen.

Dann doch besser den Text
von gestern, denn der nimmt Bezug zum natürlichen Wechsel und nicht zu irgendwelchen angeschobenen Machenschaften und fein ausgetüftelten Intrigen.




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Pünktlich zum Herbstbeginn
nun auch das entsprechende Wetter; man tun gut daran, vorsorglich einen Hut aufzusetzen.

So in etwa die Lektion,
die mir heute zuteil wurde. Um die Mittagszeit eben noch leichtsinnig - jaja, einige trügerische Sonnenstrahlen, als ich losging und hernach dann prompt in einen Schauer geraten.

Folglich war ich dann
bei meim zweiten Straßengang am Nachmittag vorgewarnt.

Wie fern sind da schon wieder
die beiden spätsommerlichen Tage am malerischen Chiemsee - gerade mal dreivier Tage her - Sonne satt bei herrlich blauem Himmel.

Was ist dies Bayern
doch für ein schönes, gottgesegnetes Land !  Hier scheint die Welt noch weitgehend in Ordnung, jedenfalls was die Dörfer und die kleinen Städte betrifft.

Kein Wunder, daß die Bayern
auf ihren Freistaat und ihre Lebensart so ausgesprochen stolz sind. Und sie haben auch jedes Recht dazu.

Ohne ausgeprägtes Selbstbewußtsein
- und das schließt eben den Stolz auf das Eigene und die (gepflegten) Traditionen mit ein -scheint ein blühendes Gemeinwesen, das sich seiner selbst erfreut, wohl nicht erreichbar.

Und das ist gerade der Punkt,
an dem es - auf das ganze Land bezogen - so sehr hapert. Doch über den deutschen Komplex ein ander Mal mehr. 


Aber halt !  
Da klingt mir grad jenes kleine Verslein im Ohr, das meine verehrte Großmutter des öfteren zu sagen pflegte:

Wer nichts ist
und nichts aus sich macht, der wird ausgelacht.


Wie wahr !
Denn nicht viel anders verhält sich nun mal die Sache. Über Italien lacht die Sonne - über Deutschland die ganze Welt.





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Und ist der Hund
auch noch so klein,
an jeder Ecke 
hebt er doch sein Bein !
 

Und in Sachen Bayern
hat’s bei den Karten+Schildern ja noch einen lostigen Spruch (neben einer ganzen Reihe anderer), bei welchem der König von Preußen eine Rolle spielt. Wo doch grad das Bis-in-den-Oktober-Fest begonnen hat.

Muß ma nicht unduldsam
die Nase rümpfen, denn ab und an ein zünftiges Besäufnis ist schließlich gesünder als eine verbiesterte Enthaltsamkeit.




... Musikspur: Tanita Tickaran - Twist in my Sobriety ...

Mittwoch, 3. September 2014

... weder Freude noch Ehre ...


Starke Köpfe gibt’s bei Eo




Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 2. 9. 2014 -


Muß doch mal wieder öfter
einen Napf rausstellen ... - für die lieben Schnüffelhunde und die kleinen Trüffelschweine.

Obwohl meine Devise
ja eigentlich lautet - keine Pörlen vor die Soye (Über effiziente Soyhaltung demnächst), bzw. aquila non captat muscam.  In der Beziehung jedenfalls bin ich Lutheraner.

Und weiß ja auch,

daß der Doktor Martinus so einige kuhle, knackige Sprüche gemacht und gebracht hat, die bis heute im Umlauf seind. Darunter etliche voll krasse, die nicht mehr gern gehört werden oder dürfen. Aber lassen wir das.

Jedenfalls sind die recht süffig 

und drastisch und nach ächter deutscher Art, sintemal Luthers Ratschlag etwa dahin ging, eben dem gemeinen Mann aufs Maul zu schauen; und bei allem, was ma selber sagt und schreibt, besonders darauf zu achten, daß man eben auch von diesem verstanden wird.

Nun also endlich die Sache 
mal auf den Punkt gebracht. Was ?1 Ach so, diese elendige, letzthinnig gemeingefährliche Politische Beknacktheit ! 

Schon am frühen Morgen,
kaum daß ich das Radio angemacht habe, springt sie einen schon an. Bin ja noch immer meiner alten Gewohnheit treu geblieben, beim langsamen Wachwerden mit Kaffee, die neuesten Meldungen und Hintergrundberichte bei halbem Ohr durchrauschen zu lassen

Höre also Deutschlandfunk, 

um so langsam auf Betriebstouren zu kommen. Das ist aber so ziemlich die einzige Zeit am Tag, wo ich etwas von dem mitbekomme, was ma so gemeinhin Weltgeschehen nennt, da ich mit der Glotze schon lange gebrochen habe.

Für so genannte Fernsehunterhaltung
ist mir die Zeit am Abend einfach viel zu schade !  Ährlich. Die ewigen Krimis, die Infotainment-Nachrichten und die Tittitainment-Shows und -Magazine. 


Oder das öde Gequatsche 
in den sogenannten Torkshows !  Das trieft doch alles mittlerweile nur noch so von Politischer Beknacktheit, daß ma nackisch in die Buchs pinkeln könnt.

Aber manchmal,
um auf den DLF zurückzukommen,wenn es gar zu sehr nervt und Mitgliederinnenundmitglieder zur Abstimmung aufgerufen werden oder die gysische Sprechmaschine in Aktion tritt und wie ein Maschinengewehr losrattert, komme ich nicht umhin, auf jenen berühmten Knopf zu drücken, den viele heute nicht finden.

Und dann wünsche ich mir …
nun ja, in anderen Zeiten zu leben und nicht in solch einer politisch beknackten.

Tja, und so denke ich dann zuweilen,
wenn doch eine Fee kommen würde, eine liebe und liebreizende Fee, die mir dann am Ende noch drei Wünsche gewähren würde …

Ja, was wäre das toll !
Ich wüßte auch gleich, welche das wären.

Ob ich die denn auch hier nennen soll ? 
Nein, besser nicht; in diesen politisch-beknackten Zeiten soll doch wohl jeder aufpassen, was er so sagt.

Denn grad deswegen
hat ma den Quark überhaupt erst eingeführt und sich auf diese schreckliche Art an der Sprache vergriffen, um sogenanntes ‘altes’ Denken durch ‘modernes’ Denken zu ersetzen.

Damit es keine Vorurteile,
Diskriminierungen, Benachteiligungen - und was weiß ich nicht noch alles - nicht mehr geben tun soll usw. und die Menschen, wie immer sie auch sind und ausschauen, von nun an nur noch super miteinander auskommen sollen dürfen müssen.

Oder was sie sich sonst
in ihren vollidiologiserten und häßlichen Köpfen so vorstellen, damit erreichen zu wollen - die, denen wir die ganze grausige politische Beknacktheit und den damit verbundenen Folgen zu verdanken haben.

Und da mir ein guter Spruch heute
von keim geringeren als Jowo Goethe quasi vor die Füße fiel und der auch so schön paßt - also hier mal eben auf den Punkt gebracht, was der Dichter des FAUST, des großen Schlüsseldramas der Deutschen (und der abendländischen Geschichte) zum Thema beizusteuern hat:





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Mit den Irrtümern der Zeit
ist es schwer sich abzufinden;
widerstrebt man ihnen,
so steht man allein;
läßt man sich davon befangen,
so hat man auch
weder Freude noch Ehre davon.





Kleiner Hinweis zum Karpasia-Bildchen oben.
Weitere dieser schnellen und starken Köpfe, Collagen und Ent(en)würfe von Eo finden sich leicht und unverbindlich, wenn ma zB. bei Gugel mal ben  eo + Sprüche eingibt oder so was.

Bißchen Werbung
darf schließlich sein, wo gerade in Sachen Graphik und Comic das Nichtkönnertum triumphiert und ständig von Intelligenzblättern wie der Berliner Tagesspiegel abgefeiert und abgedruckt wird …




....  L Cohen - Passing through / Live Songs   

Mittwoch, 20. August 2014

Politische Beknacktheit


30-Sekunden-Kopf   |  Zeichnung: Eo Scheinder



Ost-Ennerich (VSE)
- Di  - 19. 8. 2014 -

Daß genau 100 Jahre
nach Ausbruch des 1. Großen Krieges wieder einige mit dem Feuer im Munitionslager spielen - natürlich die üblichen Verdächtigen, die leidenschaftlich gerne Konflikte kochen wie die Hausfrau zu Mittag ihre Suppe - verängstigt inzwischen viele Leute.

Und diese Leute beginnen nun
vermehrt Fragen zu stellen, die sie von den SP-Medien nicht beantwortet bekommen, weil ja auch diese  seit Ausbruch der Krise ins gleiche Propagandahorn stoßen und bei allen sogenannten sensiblen Themen die offizielle Politik bloß noch sekundieren und ansonsten - wie genugsam bekannt - seit so vielen Jahren schon beständig fatale Mißstände hierzulande immer nur schönreden.

Aber dann in Verdrehung
der Tatsachen den eigenen Leuten die Schuld geben, wie Seine Peinlichkeit, der Bundespräsident, auch noch als Weihnachtsgruß verlauten ließ. Und dies selbst wenn sie zu Opfern werden oder gar ihr Leben lassen müssen.

Mit diesem fiesen
wie falschen Spruch war er dann endgültig bei mir unten durch.

Oder warum wird derzeit
von offizieller und medialer Seite für so etwas Windiges und Säuseliges wie ‘Willkommenskultur’ getrommelt - um auf diese Weise eine den eigenen Leuten anempfohlene unterwürfige Haltung gar als moralisches Gebot auszugeben ?!

Das schlägt doch nun wirklich
dem Faß den Boden aus. Da ist es nicht weiter verwunderlich, daß das Konzept einer umfassenden staatlichen Fürsorge für alle, die es über die Grenzen nach Dummschland schaffen, sich längst als ein Faß ohne Boden erwiesen hat. So hat letztens sogar die FAZ den deutschen Staat auf der ersten Seite als Sozialamt Europas bezeichnet.

Wenn das mal reicht !
Denn die deutsche Großzügigkeit spricht sich heutzutage sehr schnell herum und immer mehr strömen aus Asien und Afrika herbei, um Sozialleistungen sozusagen als Menschenrecht einzufordern.

Irgendwie aberwitzig das alles;
wenn ich meiner Großmutter, die vor 30  Jahren hochbetagt, aber geistig fit, mit 88 gestorben ist, die Situation, wie sie heute ist, beschreiben sollte, sie würde in ihrer direkten Art gleich antworten - Sind denn jetzt alle verrückt geworden ?

Ja, so scheint es;
jedenfalls hätte ich große Schwierigkeiten, ihr in diesem Punkt zu widersprechen. Es ist nun einmal so, der Wahnsinn hat sich der Menschen bemächtigt. Oder wie Freund Georg einst sagte:

Der Wahnsinn kursiert grenzenlos.

Nur ist eben dies genau das Problem.
Sage einmal einem Wahnsinnigen, daß er wahnsinnig ist. Das wird weiter nicht viel nützen, dafür eher das Gegenteil bewirken. Und noch schlimmer ist es bei eim Größenwahnsinnigen. So was läuft nicht viel anders ab, als wenn man eim Alkoholiker ernsthaft zu raten versucht, weniger zu trinken.

Und trotzdem kann man auch nicht
gänzlich untätig bleiben;und ich für meinen Teil arbeite mich halt eben vorzugsweise an der grassierenden politischen Beknacktheit ab.

Nun, die sollte daher immerzu
als idiologischer Unsinn und gemeingefährliches Geschwurbel angeprangert und ebenso die vorsätzliche Verhunzung der Sprache bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Schippe genommen werden - und das meint selbstverständlich - aufs schärfste und auf witzige Art - parodiert.

Solche Überlegungen standen
dann wohl auch Pate, als ich vor so vielen Jahren den politisch total beknackten Terminus ‘mit Migrationshintergrund’ kurzerhand auf die Formel ‘mit Mihigru’ zusammenstrich, die sich inzwischen ja auch einer gewissen Beliebtheit und wachsender Verbreitung erfreut.

Jaja,
der mittlerweile vielfach im Inet verwendete Ausdruck 'Mihigru' ist von Eo …

Kann das auch belegen
und werde dies bei Gelegenheit tun. Habe da noch irgendwo auf der Festplatte frühe Belege von Google-Suchanfragen, wo ‘Mihigru’ noch kaum angezeigt wurde.

Jedenfalls gefiel mir
das Kürzel ‘Mihigru’ gleich auf Anhieb, nicht zuletzt weil es sich irgendwie ja schon ein wenig beknackt anhört und so die Beknacktheit dieser bandwurmartigen Begriffsbildung ‘Migrationshintergrund’ - immerhin ein veritabler 6½.-Silbler - auf eine klanglich lustige Art konterkariert und auch sonst gut auf die Thematik zu passen scheint; denn beknackt und knacken darf man noch ungestraft verwenden.



... Musikspur: The  Doors - Strange Days …

Freitag, 15. August 2014

Herzlich lacht die Tante








Ost-Ennerich (VSE)
- Do - 14. 8. 2014 -

Heute mir mal wieder
ein schönes Wort ausgedacht, das den Wahrheits- und Informationsgehalt der Presse und der Medien trefflich charakterisiert, wie ich finde - nämlich:


 Journalyrik.

Denn alle Problemfelder
und Mißstände gewisser Provenienz werden inzwischen zumeist blumig oder gefühlig dh. eben tränendrüsig verpackt. Unangenehme, das eigene Weltbild (ver)störende Wahrheiten hingegen werden, wenn überhaupt, allenfalls zaghaft durch die Blume angedeutet.

 Diese Journalyrik
ist jedenfalls in den letzten Jahren immer mehr eingerissen; doch angefangen haben damit die Sprechblasen-Politiker und  mehr noch die Politikerinnen solchen Zuschnitts.

Vor allem solche
mit mütterlichem Nachholbedarf da kinderlos, die folglich in Sonntagsreden von Herzlichkeit und Lebensfreude daherfaselten. Eigenschaften also, welche erst durch kulturfremde Zuwanderer  hierzulande Eingang gefunden hätten und daher als Bereicherung zu betrachten wären.,

Wer hier wohl gemeint ist ?
Nun, wer es anhand der genannten Schlüsselbegriffe nicht gleich draufkommt, muß nur eben  ‘Lebensfreude’ und 'Herzlichkeit' bei Gugel eingeben, und wird alsbald drauf stoßen.

Was für ein blöder Spruch !
Aber ehrlich, wo im Alltag doch eher Streß und Mißtrauen zur normalen Erfahrung mit den anderen gehören, insbesondere wenn es wegen irgendeiner Lappalie oder eim dummen Mißverständnis leicht zum Streit, also zu eim heftigen Wortwechsel kommt.

Das hab ich nun doch
das ein und andere Mal sozusagen live erlebt, sonst würde ich es auch gar nicht schreiben, und daraus dann gewisse Konsequenzen gezogen. Ja, sogar der Döner wollte mir irgendwann auch nicht mehr so recht schmecken …  Lange bevor die ekligen Meldungen über Gammelfleich im Döner aufkamen.

Was soll ich also
mit solch behämmerten Sprüchen, wenn die Re-ali-tät ganz anders aussieht. Daß Politiker schönfärben und zu Sprechblasen Zuflucht nehmen, mag ja noch angehen, denn ihre Rolle ist in vielem dem Topfverkäufer vorm Kaufhaus nicht gänzlich unähnlich, der ja auch ständig in ein Mikrofon quasselt und blöde Sprüche absondert.

Aber wenn auch noch
die Journalisten ins gleiche Horn stoßen, dann sollte man sie nicht mehr ernst und dafür auf die Schippe nehmen; denn wenn sie die albernen Floskeln immerzu brav nachplappern und beständig hochhalten, gleichviel ob das Stichwort nun Toleranz, Menschenrechte, Klimawandel oder Zivilgesellschaft lautet, dann haben sie ihren Beruf wie auch ihre eigentliche Aufgabe verfehlt.

Denn sie sollen nicht

die Leute dumm quatschen, sondern ordentlich und kenntnisreich informieren; und nicht über jede Meldung Idiologiesoße kippen oder in eim besserwisserischen Kommentar politisch-beknackte Statements abgeben.