Mittwoch, 25. Januar 2012

König in Uniform, oder eine Krone ist …




Ost-Ennerich (VSE)
 -  24. 1. 2012 - Di 

Komm mir grad vor
wie ein Fisch kurz vorm Laichen. Aber das sollte schon rein, wo ich doch so lange die Leser hier hängen gelassen habe, aber nur, weil sie selber solche Hänger sind.

Zum fritzischen Jubiläum 
hier paar kritische Anmerkungen, schon allein deswegen, weil es von den Medien mehr notgedrungen abgehandelt und etwas zu sehr mit spitzigen Fingern gehandhabt wird und der große Preußenkönig der Jugend - wie letztens am Wochenende im TAGESSPIEGEL überflogen - halt mehr als ein Cräck, als ein verkorkster Typ mit vielen Macken vorgestellt wird.

Und wo sie ihm in der Stadt,
die er maßgeblich geprägt und überhaupt erst hochgebracht hat, eine ihm gewidmete Ausstellung den albernen, dabei nicht wirklich witzigen Titel FRIEDERISIKO überstülpen.  

Da haben sich anscheinend
die Bedenkenträger durchgesetzt und in ihrem Sinne gute Arbeit geleistet, nämlich den großen König aus schrägem Blickwinkel zu beleuchten und so zu eim hochgefährlichen Typen abzustempeln, der für die lieben und braven Zeitgenossen nun eben ein enormes Sicherheitsrisiko darstellte.

Moment mal,
dieser Terminus kommt einem doch irgendwie bekannt vor.oder ? Hat denn nicht Super-Josch sein ominöses Mach… äh Meisterwerk nicht auch Sicherheitsrisiko (und zwar mit dem Zusatz Deutschland) genannt, in dem er zur Sicherheit (von wem eigentlich ?) die ethnische Verdünnung und Enthomogenisierung angemahnt hat.

Tja, um pompös durch die Welt zu düsen,
tun manche Leute wirklich alles. Macht ist in diesem Zusammenhang das Zauberwort, und sei es nur geliehene oder auf Abruf gewährte.

Macht öffnet nun einmal
viele Türen und andere Kästchen und hat darüber hinaus noch viele weitere Vorzüge; nicht zufällig heißt es ja auch - Macht macht sexy.

Auf die anderen Unziemlichkeiten
mag ich gar nicht mehr eingehen, höchstens kurz erwähnen, wie etwa diesen bescheuerten Einfall, den Alten Fritz im Theater durch eine zweifellos talentierte, aber doch durch und durch komödiantische, kleine quirlige Frau verkörpern zu lassen.

Tut mir leid,
Katharina Thalbach, aber so kann es nur eine Parodie werden; aber genau dies scheint auch beabsichtigt zu sein, um diesen leidigen Gedenktag möglichst klanglos hinter sich zu bringen.

Ein sympathisches Porträt
Friedrich II. zeichnet, soweit ich das so nebenbei verfolgt habe, einzig die BILD-Zeitung, alle anderen stoßen sich mehr an einer nicht so ganz zeitgemäßen und von da her umstrittenen Gestalt.

Wo er doch auch kein Blatt
vor den Mund nahm - gerade was Themen und Gruppen betrifft, die heute unter dem besonderen Schutz der Political Correctness stehen.


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Eine Krone

ist ein Hut, in den es

hinein regnet.


(Friedrich II.)



Und wenn ma mal lesen mag,
wie große Könige so formulieren, bitte schön; ist zwar nicht vom Alten Fritz aber dafür von eim anderen Kuning, dem man auch den Beinamen ‚der Große‘ verliehen hat.

Und ein schönes Schild
mit eim schönen Reim zum König von Preußen gibt es (wie den oben genannten fritzischen Spruch) als Karte im LI-LA Literatur-Laden.



… Musikspur: Rosennacht (H. Elsner) - Rilke-Projekt / Schönherz und Flierl …

Dienstag, 10. Januar 2012

Diffuses Vorgefühl auf …

Januarius (Skizze: Eo Scheinder)

Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 9. 1. 2012 - 

2012 macht das
erste Dutzend voll - oder sollte ma nicht besser sagen, schließt es mit Beginn gar schon ab, wenn man nämlich vom Jahr 2000 zu zählen beginnt ?!

Jedenfalls verspricht es
spannend zu werden, denn es vermittelt gleich zu Beginn den untrüglichen Eindruck, als würde es sehr dynamisch, wenn nicht ausgesprochen stürmisch werden.

Mit dem Effekt,
daß all diejenigen, die nicht fest stehen oder am falschen Ort stehen, wo sie nicht so recht hingehören, umgeweht werden.

Einem zumindest,
der nominell ganz vorne steht, bläst grad der Wind mit voller Wucht ins Gesicht. Und es dürfte auch nicht mehr lange dauern, bis er einknickt und die Koffer packt. 

Ja, ein Präsident
sollte schon etwas darstellen, die nötige Reife mitbringen und Rolle und Amt auch auszufüllen vermögen und nicht wie ein Lehrling oder wie ein ehrgeiziger Streber aussehen und vor allem natürlich den Ton treffen, und zwar den Ton der Leute, die er repräsentiert und denen er vorsteht, bzw. vorsitzt wie eben der Name sagt. 

Kein Zweifel,
der Wind hat merkelich aufgefrischt und nimmt an Intensität zu; und beginnt sich, wie es den Anschein hat, nun immer mehr zu drehen. Denn die Politik- bzw. Politikerverdrossenheit hat zweifelsohne durch die Ereignisse, die ein gefundenes Fressen für alle Satiriker und Kabarettisten sind, weiterhin großen Auftrieb erhalten.

Politik wird auf diese Weise
zu einer lächerlichen Vorstellung, zu einer Schmierenkomödie also.

Ob da nicht jemand
an seiner eigenen Naivität gescheitert ist ? Hört sich wenigstens so an, wenn man den saloppen Spruch eines Mediengewaltigen, der dieser Tage gefallen sein soll, heranzieht. Da hieß es nämlich kaltschnäuzig - wer mit uns den Fahrstuhl hochfährt, der fährt mit uns auch wieder runter.

Und an diesem Punkt
sind wir gerade. Institutionen und Ordnungsfaktoren, die ins Trudeln geraten und an Akzeptanz verlieren, weil sie nicht mehr ihrer Aufgabe gerecht werden, da sie von den falschen Leuten geführt werden.

Nicht nur Ämter auch Parteien
sind davon betroffen wie etwa die Feinen, äh Freien Demokraten, die sich langsam aber sicher in die Bedeutungslosigkeit manövrieren und sich damit - wie sagt man am besten ? Am besten so  - selbst abschaffen

Tja, wie schnell
das gehen kann, wenn ma nicht aufpaßt ! Denke mal, daß Sarrazin deswegen auch den aufrüttelnden Titel für sein Buch gewählt hat.

Aber von fast 15 %
auf marginale 2 % in der Wählergunst zu fallen, ist schon eine reife Leistung - so was schaffen fürwahr nur die maßlos Ehrgeizigen und Übermotivierten.

Nun, was soll man dazu sagen ?
Vielleicht dies: Hätte man nur eine andere Personalpolitik betrieben und sich dringenden und drängenden Problemen, dh. solchen, die den Menschen ja wirklich auf den Nägeln brennen, gegenüber offen gezeigt, hätte man die Akzeptanz nicht nur halten, sondern auch noch deutlich steigern können, wie man in einigen Nachbarländern sehen kann, aber dazu war das Spitzenpersonal eben selbst nicht in der Lage. Dazu hätten sie entweder über ihren eigenen Schatten springen oder anderen den Weg bereiten müssen. 

Und dann sind da noch
eine Reihe anderer Faktoren, Anzeichen wie Gedenktage, die für besondere Dynamik stehen, wie zB. das anstehende Sonnenfleckenmaximum oder gleich zum Jahreseinstieg der 600. Geburtstag von Jeanne d’Arc, deren Wirken für eine unerwartete Wende in eim schon aussichtslos gewordenen Kampf steht.

Oder in der zweiten Januarhälfte
der 300. des großen Preußenkönigs, der eine eigenständige, selbstbehauptende Politik verfolgte, wenngleich über Strecken nah am Untergang, und der den Zeitgenossen Respekt abverlangte und auch deren Sympathie entfachte, wie es Jowo Goethe aus Kindertagen bezeugt - wir waren alle fritzisch gesonnen.

Doch davon
valleicht ein anderes Mal mehr.


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Der kleine Junge 
spielt deswegen ganz verzückt
mit dem Feuer,
weil er es so gerne
brennen sieht.



Zu eim anderen,
leider vergessenen Jubiläum bitte ich in den Raucher-Club


... Musikspur: Gustav Holst - Saturn / Die Planeten (Londono Phil.) ... 

Donnerstag, 5. Januar 2012

Countdown zu Jahresbeginn ...

Ost-Ennerich (VSE)
- 4. 1. 2012 - Mi -

Endlich nun Zeit und Gelegenheit,
einen Text aus dem eben verblichenen Jahr 2011 hier einzustellen; ist vom 22. 12 - aber valleicht noch ein wenung aktuell.


Je später das Jahr,
um so näher die Rücktritte, äh‚ Rückblicke mein ich natürlich.

Wie war nun also das Jahr ?
Nicht richtig gut, aber auch nicht wirklich schlecht, eben so la la, durchwachsen halt. Geht alles erst mal so weiter, natürlich einiges probiert, nur leider nichts, was richtig gezündet hätte. Aber egal, es geht ja weiter und bald werden die Uhren quasi wieder auf 0 gestellt, also wieder neues Spiel und damit neues Glück.

Das einzige, was wirklich
ein wenig beunruhigt ist dann doch das Tempo, mit dem das Jahr 2011 vorbeigezogen ist. Ein Jahr ist nix, , zieht schnell dahin, grad so wie ein Monat; kaum daß er begonnen hat, geht er auch wieder zur Neige. 

Dabei bietet jeder Tag
ein ziemliches Quantum an Zeit. Was dann alles innerhalb acht bis zehn Stunden bewegt werden kann, merkt man erstaunt zB. bei eim Umzug.

Was da alles in einen Tag
bzw. an eim Tag gepackt und verpackt werden kann, ist schon erstaunlich.

Ja, je mehr man sich bewegt,
um so länger erscheint einem auch die Zeit, während, wenn ma mehr unbeweglich auf seim Platz sitzt, einem die Zeit , obschon sie im gerade durchlebten Moment einem als zäh und langwierig erscheinen mag, im Rückblick doch ziemlich konturenlos und wie zusammengeschnurt vorkommt.

Nun, wenn man immer nur
auf demselben Fleck verharrt, kann die Zeit ja auch nicht soviel machen, nicht wahr. ?

Wenn ma die Möglichkeiten nicht nutzt
und somit die Zeit ungenutzt verstreichen läßt, darf man sich nicht wundern, wenn die Zeit auch praktisch ganz ohne Qualität bleibt und hernach sich eine Erinnerung daran kaum einstellen will.





Die Kalendersprüche 2012

gibt‘s exklusiv bei Eo im LI-LA Literatur-Laden, mittlerweile schon im sechsten Jahr. Also, wie wär‘s ? Mit starken Sprüchen durchs neue Jahr.- kostet grad einmal 5 Euro.

Hier noch ein schöner Klick
zu eim vergessenen Jubiläum - immerhin ein 500jähriges - das schnöde übergangen wurde, weil es der Phalanx der Idiologen und Gesellschaftsingenieure ein Dorn im Auge war, im Raucher-Club.


... Musikspur: Miles Davis - Flamenco Sketches ...

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Wer hoch hinaus will ...









Ost-Ennerich (VSE)
20. 12. 2011 - Di
(eigentlich vom 18 12..)


Bevor das Jahr
zu Ende geht, wird es noch einmal richtig spannend. Es knirscht mächtig im Gebälk. Der Verlegenheitskandidat, der so penetrant nach Beifall von fremder Seite heischte und dabei die eigenen Leute schmerzhaft vor den Kopf stieß, kommt nun selbst in große Verlegenheit und ist derzeit in schwerer Bedrängnis.


Auf Mitgefühl
kann er kaum hoffen, stattdessen macht sich Schadenfreude breit. Geschieht ihm nur recht. Und das hat er sich redlich verdient. Ja, Volksmund läßt kaum ein gutes Haar an diesem Repräsentanten und auch zunächst wohlwollenden Medien beginnen sich abzuwenden, heißen ihn sogar auf dem Titelblatt den Falschen. Jaja, das Sturmgeschütz der Demokratie mal wieder.


Damit dürfte das letzte Signal
gesetzt sein, ihn endgültig abzuschießen. Zuvor war schon von einer Großschnauze im seichten, massenwirksamen Umfeld der Ruf laut geworden, er möge doch endlich die Hosen herunterlassen. Ob der in vorauswissendem Überschwang nicht auch schon indirekt auf etwas anderes hinweisen wollte ?


Tja, so kann‘s gehen.
Wie schnell eine an sich traumhafte Karriere doch quasi über Nacht zu eim Albtraum werden kann. Aber das ist, soviel muß man sehen, zu eim gewissen Anteil gewiß der Zeit geschuldet und letztendlich natürlich auch dem Charakter. Allerdings wäre zu anderen Zeiten eine solche Karriere auch nie so weit gediehen.


Und so bewahrheitet sich
mal wieder eine alte Weisheit, nämlich - wer hoch hinaus will, der muß locker bleiben. Denn nur wer locker bleibt, kann auch souverän sein. Nur hapert es ja gerade daran; und das nicht nur im konkreten Fall, sondern vor allem in den großen Zusammenhängen.


Aber wenn genau dies
nicht vorhanden bzw. gegeben ist, bleibt allein die Möglichkeit so zu tun als ob, dh. die Rolle also zu spielen. Leider ist dieses Talent bei drögen und langweiligen Leuten höchst selten bis gar nicht anzutreffen.


Pech gehabt,
das konnte der hemdsärmelige Vorgänger im vormaligen Amt in Hannover schon besser, nämlich den Großen markieren, auch wenn ma dazu auf eine Kiste steigen muß.


Wie gewonnen, so zerronnen,
ließe sich mit Volksmund schließen. Aber so schlimm wird‘s nicht kommen, denn der Posten ist gut abgefedert, auch wenn mal einer früher von Bord gehen muß.


Aber trotzdem steht fest,
daß dies nun alles andere als eine besinnliche Weihnachtszeit für den Gehetzten werden dürften, sintemal in paar Tagen dann noch ein großer medialer Auftritt vor dem Volk, äh der Bevölkerung, nein vor den Menschen in Deutschland, in Form der Weihnachtsansprache bevorsteht, falls er nicht …. 


Fürwahr eine verzwickte 
und überaus peinliche Geschichte für den unmittelbar Betroffenen. So sagte der alte Politberichter Friedrich Nowottny letztens im Radio, er möge jetzt nicht in dessen Haut stecken, Mit anderen Worten, da liegen jetzt nicht bloß die Nerven blank.


Wenn das kein Beweis für Karma ist
- und zwar zu Lebzeiten, heiß ich Hannes. Dem Radfahrer, den die Titanic einmal als Schlafes Bruder mit passendem Bild auf den Titel brachte, erging es auch nicht viel anders dh. besser. Mal schauen, ob ich das Bild auftreiben kann; wird dann nachgeliefert. Dem politischen Sturz folgte dann auch noch ein überaus schmerzhafter vom Fahrrad auf den rauhen Asphalt. 


Wollte eigentlich einen drastischen Spruch von Wilhelm Busch anbringen, jaja, wenn einer, der mit Mühe kaum …, aber ganz so fies will ich nicht sein und mache lieber die Leser mit dem Januar-Spruch auf die KALENDER-SPRUCHE 2012 aufmerksam. Wer den Neue-Spryche-Blogg nicht gar so schlecht findet, kann sich ja mal einen Ruck geben.











Hier noch was in Richtung Karma






…Musikspur: The Doors - Light my Fire …

Freitag, 16. Dezember 2011

... Ordnung und Chaos ...




Ost-Ennerich (VSE)
15. 12. 2011 - Do

Wenn die Ordnung
und die Verläßlichkeit und damit auch die Sicherheit schwindet, wird es über kurz oder lang unbehaglich und man beginnt sich damit zu beschäftigen.

Wie kommt das ?  Und was läßt sich dagegen tun ?  Wie muß ich mich darauf einstellen und wie am besten reagieren ?  Das ist die Frage und die Quelle des Unbehagens zugleich.

Wenn gewohnte Sicherheiten
brüchig werden, hat man mindestens ein Problem, und das bedeutet für eine gewisse Zeit jedenfalls gehörig Streß.

Eine Konstellation,
die nicht sonderlich beliebt ist, aber nun einmal dazugehört und immer wieder vorkommt, im kleinen wie im großen, dh. im individuellen wie im gesellschaftlichen Leben.

Ein solcher Streßtest
steht uns im großen ja erst noch bevor. Es reicht aber schon, wenn ma dieses Szenario nur begrenzt auf elektronische Gerätschaften, mit denen man seine Gedanken organisiert und ordnet und mit der Außenwelt (der Affenwelt)  in Verbindung tritt.

Kennt wohl jeder,
der schon mal ernsthafte Computerprobleme hatte. Es ist nicht sehr lustig wenn der Compu verrückt spielt und andauernd Zicken macht, weil sich ein vermaledeites Virus eingeschlichen hat.

Dann geht zeitweise gar nichts mehr,
an ein geregeltes Arbeiten ist nicht zu denken, wenn ma nicht mehr oder nur zu erschwerten Bedingungen an seine Dateien herankommt.

Und dann noch feststellen muß,
daß sich von den aktuellsten Dateien sich einige in ziemlichen Datenmüll verwandelt haben, sofern sie überhaupt noch zu öffnen sind und sich nicht ganz bis auf den Namen ins digitale Nirvana verflüchtigt haben. Da wird einem von eim Moment zum anderen die Virtualität der virtuellen Welt wieder um so deutlicher bewußt.

Aber so viel anders
stellt sich die Problematik auf der realen, dh. gesellschaftlichen Ebene auch nicht dar; wenn dort die gesellschaftlichen Programme nicht mehr laufen oder greifen oder eben so richtig aus dem Ruder laufen, dann ist es für unbestimmte Zeit mit der Ruhe und den gewohnten Abläufen vorbei

Einen Schluß-Spruch
hat es heute nicht, denn dieser steht ja schon  fett und breit ja  ganz oben. Ist der für April in den KALENDER-SPRÜCHEN 2012 von Eo. Den Kalender gibt’s im LI-LA Literatur-Laden, aber man kann diesen ja auch bestellen …



Auch so Fragen ….


Hier noch ein Bild von meim neuen Aufkleber in den Farben schwarz-rot-gold







... Musikspur: Al Di Meola - Spanish Eyes / Splendido Hotel ...



Freitag, 9. Dezember 2011

... nach Alkohol



Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 8.12. 2012 -



Es ist nicht ein Tag
wie der andere; was letztlich auch gut ist. Sollte es aber so werden, muß ma sich ernsthaft Gedanken machen oder man hat wirklich nicht mehr viel zu erwarten.

Und am Abend ist der Mensch
oft ein ganz anderer als bei Tage. Und nach Alkohol, ja schon während der Aufnahme desselben, erst recht.

Sind die Menschen bei Tage
eher ernst und weniger gesprächig, so werden sie am Abend gerne lustig und lieben es zu quasseln. Des Nachts ist, dh. so wie es sich anfühlt, halt anders als am Morgen und daher ist es nicht verwunderlich, daß dann in dieser Zeitspanne auch andere Regeln gelten .


Vor vielen Jahren,
mittlerweile ja schon Jahrzehnten, als ich es noch mehr mit dem Zeichnen hatte und kurze Texte, einzelne Sätze, kuriose Wörter und skurile Ideen auf dem gleichen Blatt mit den lustigen Köpfen, Figuren und Szenen notierte, wurde mir der wechselhafte Charakter der Erfahrung blitzartig deutlich und ich schrieb an eine Stelle, wo noch Platz war - am Tag beginnt sich die Realität mehrfach zu verformen.

Ist natürlich dem Sonnenlauf geschuldet,
dieser tägliche Rhythmus aus Aufgehen und Untergehen, wie er sich jeweils am Horizont abspielt.

Und ist doch nur
eine optische Täuschung, da die Erde selbst durch die Rotation um die eigene Achse diesen Effekt beim Betrachter hervorruft, der sich auf festem Standort wähnt.


Die Kreisbahn um die eigene Achse
teilt sich den Reisenden, also all den Menschen und aller Kreatur als eine fortlaufende Welle mit, als ein tägliches Auf und Ab. Am Morgen geht’s dem lichten Tag entgegen bis zum Scheitelpunkt genannt Mittag, um dann sich bis zur tiefen Nacht hinabzusenken.

Weniger als Karussell,
dafür mehr wie eine Berg- und Talbahn.


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./ 143. \.


Die Nacht

ist die Fortsetzung des Tages
mit anderen Mitteln.

Alter Kalenderspruch
von Eo (KALSPRÜ 07)





Übrigens sind jetzt auch
die KALENDER-SPRÜCHE 2012 von Eo  erhältlich - für jeden Monat ein origineller Spruch, ein kleines, doch besonderes Geschenk, das zum Nachdenken anregen kann., Kostenpunkt 4 Euronen plus 1 Euro VK. .


Und wo schon von Alkohol
die Rede war, darf ein Verweis aufs Rauchen nicht fehlen.


Musikspur: Diana Ross - When will I see you again …

Freitag, 2. Dezember 2011

Unmenschen und andere Teufel ...






Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 2. 12. 2011 -




Meinungen, denen man

letztendlich im direkten Widerstreit nur wenig entgegensetzen kann, sind immer verstörend und gelten von da her als zutiefst unerwünscht und wenig hilfreich.


Was Wunder also,

wenn mal wieder öffentlich der Ruf erschallt, daß sie am besten verboten gehörten. Denn dann muß ma sich nicht mehr argumentativ damit auseinandersetzen.

Aber klar,
das ist das uralte, altbekannte Spiel; um dazuzugehören, muß ma die richtige Gesinnung haben, wie ehedem die richtige Religion, Hutfarbe, äh ... mein natürlich Hautfarbe, von derselben Volksgruppe, Partei, Überzeugung usw. sein. Denn nur die gehören auch wirklich dazu und dürfen sich als Menschen betrachten, für die die Menschenrechte uneingeschränkt gelten.

Alle anderen aber,
die dem universalistischen Ansatz nicht folgen wollen und für mehr Differenzierung eintreten, werden leicht als Menschenfeinde an den Pranger gestellt; vor allem deshalb, weil sie sich in ihrer eigenen Gruppe geborgener fühlen als in der inzwischen zu einer Pseudoreligion erhobenen Menschheit.

Schlußendlich werden diese dann
zu Unmenschen als einer demokratischen und moralisch vertretbaren Version des Untermenschen gestempelt, um sie fortan ungestraft ausgrenzen und verteufeln zu können.

Fast möchte ma sagen,
was den Nazis ihre Juden waren, sind den Demokraten ihre Neonazis. Jetzt fehlen nur noch die entsprechenden Aufbewahrungsanstalten, um die gefährlichen Elemente zu isolieren usw.

Tja, alles doch immer nur relativ,
nix mit universal und Universalismus. Aber so etwas reden einem für gewöhnlich immer nur Leute ein, die, was ihre wahre Ausrichtung betrifft, lieber exklusiv bleiben wollen.

Schon sehr würgmerdig
die gesamte Konstellation in diesen Tagen und in diesem Lande; und eigenartig im unangenehmen Sinne. Denn die Demokröten halten sich, wie sie nicht müde werden zu betonen, mit ihrer auch noch als besonders demokratisch erklärten Diskursverweigerung sozusagen für die Speerspitze von Demokratie und Menschenwürde.

Ja, sie strotzen nur so
vor Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit, aber erinnern immer mehr an idiologisch verblendete Dogmatiker und Exorzisten, weil sie, statt argumentativ die strittigen Fragen zu klären und zu diskutieren, lieber mit eim mittelalterlichen Bannstrahl die Kritiker außerhalb des Diskurses stellen. - nur damit gewisse, zutiefst berechtigte Fragen erst gar nicht öffentlich gestellt und verhandelt werden.

Wie das läuft
und gemacht und versucht wird, zeigt unmißverstänlich der Fall Sarrazin. Wer den Finger in die Wunde legt und das Problem beim Namen nennt, wird selbst zum Problembären gestempelt, der abgeschafft gehört und mundtot gemacht werden soll. Tja, wer das Denken nicht unterbinden kann, attackiert den Denkenden.

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=| 142. |=

In Deutschland arbeitet
ein Heer von Integrationsbeauftragten,
Islamforschern, Soziologen, Politologen, Verbandsvertretern
und eine Schar von naiven Politikern
Hand in Hand und intensiv
an Verharmlosung, Selbsttäuschung
und Problemleugnung.


Thilo Sarrazin



Und was die Idiologen
sonst noch so treiben, mehr davon hier.


... Musikspur: Micael Alperi - Song ...