Dienstag, 8. April 2014

Neues vom Zeitschweiß ...


Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 7. 4. 2014 -

 

Oder wie der Zeitgeist 
auf einmal ins Schwitzen kommt.

 

Heute wieder normal gegessen,
sogar mit Frühstücksei, aber eben mäßig. Es schmeckt wieder gut, um nicht zu sagen, es schmeckt sogar besser, weil dieser Reiz, sich genüßlich etwas zwischen die Kiemen zu schieben, für eine Woche lang nicht zum Zuge kam.

Aber morgen darf‘s gern
ein wenig mehr sein, da werde ich einen großen Topf Spaghetti mit einer leckeren Soße kochen und mir dann mit großem Genuß den Bauch vollschlagen.

Ja,  starke Ausschläge
in die eine oder andere Richtung gehören schließlich ja auch zum Leben, damit es nicht gänzlich zum vollklimatisierten Dümpelgang verkommt.

Und die schon mehrfach erwähnte
Leichtigkeit bleibt beim Übergang in den normalen Modus auch erst mal erhalten; und diese fühlt ma nicht bloß von innen, sie kann man auch von außen anfühlen, denn die Leichtigkeit ist natürlich mit einer gewissen Gewichtsreduktion verbunden, welche die Konturen wieder straffer werden läßt, wie morgens im Spiegel zu sehen.

War trotz der scheinbaren Entbehrung
keine schlechte Woche, habe auch eine ganze Reihe formidabler Texte geschrieben - ein schöner Nebeneffekt.

Daneben ist ja noch so einiges
passiert, was die total bescheuerte Situation, in der wir uns eigentlich befinden, wiederum ein Stückchen deutlicher macht.

Auf einmal ist Pintschi
in aller Munde, weil er so richtig vom Leder gezogen hat in einer ziemlichen Butchidosprache, nur eben zur Abwechslung mal andersrum

Und zwar gegen die
-  wie Pintschi wohl sagen würde - verfickte Scheiße, die in Deutschland läuft.

Zum einen gegen
die verkommenen Deppen und Blindfüchse, die diese Zustände zu verantworten haben und zum anderen gegen die Problemverursacher, und dies vor allem, weil sie die Spielregeln nicht wirklich akzeptieren und ihre eigenen stattdessen massiv zu verbreiten suchen.

Mit denen ihn aber pikanterweise
die Herkunft verbindet. Mutig oder was ?!  Und auch ehrlich ?! Oder am Endedoch wieder nur wieder ein Manöver, wie so einige zuvor ?

Irgendwie läuft das alles
einfach zu glatt, praktisch wie am Schnürchen.

Ob der gute, alte Broder
vorgearbeitet hat ?  Fast scheint es so, wo Pintschi jetzt als Broders ‚kleiner Bruder‘ auf seine degoutante Art zu eim neuerlichen ‚Erbarmen mit den Deutschen‘ aufruft.


Will einer von hier sein,
aber macht einen auf Karakus, dh. auf obszönen Kasper und Taugenichts, in welcher Gestalt er dort schon jedem Kind ge-läufig ist.

Nein, so leicht traue ich keinem, 

der mir nicht von Anfang an doch wenigstens ein bißchen sympathisch ist.

Und so bleibt mir nichts 

anderes übrig, als selbst einen herben Spruch in die Diskussion zu werfen. Ist der Juni-Spruch aus den KALENDERSPRÜCHEN 2010.



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JL 183. JL


KALENDER-SPRÜCHE  / Juni 2010 

Samstag, 5. April 2014

Über das Nicht-Essen



Ost-Ennerich (VSE)
- Fr - 4. 4. 2014 -


Jetzt wo das Fasten nun
allmählich seim Ende entgegengeht, hier noch ein Text vom 5. Tag.

Wenn man über mehrere
Tage fastet, freut ma sich irgendwann darauf, wieder essen und bei Appetit auch tüchtig zulangen zu können.

Das ist dann echte Vorfreude,
wie sie ein Kind vor Weihnachten hat. Aber zwei Tage müssen noch abgewartet werden.

Und was sind schon zwei Tage ?! 
Gewiß, für Kinder eine irrelange Zeit, aber wenn ma mal die 50 überschritten hat, rechnet man allmählich mehr in Wochen als in Tagen ...

Und was sich ohne jede
Einschränkung sagen läßt, nämlich daß das Nicht-Essen für begrenzte Zeit einfach wirklich gut bekommt und sich auch zelebrieren läßt. 


Was bekanntlich beim Essen, 
egal wie gut es schmeckt, nicht automatisch gegeben ist, vor allem dann wenn ma sich, weil’s so gut mundet, den Bauch im Übermaß vollschlägt.

Im Anschluß daran 
fühlt man sich entsprechend schwer und ist vorrangig mit was ?! ach so, mit Verdauen beschäftigt, so daß das Denkerstübchen im Hirn wegen Blutmangel auf Sparflamme gedrosselt wird.

Und genau dieser Effekt
kann beim Nicht-Essen nun mal nicht eintreten. Weswegen es ja auch heißt, daß Dichtern und anderen Künstlern eine längere karge Phase nicht abträglich sei und ihrer denkerischen und künstlerischen Qualität letztendlich zugute komme.

Nicht wahr, Friedrich ?! 
Und auf der anderen Seite zum Vergleich ein Großschriftsteller wie Thomas Mann mit frühem Ruhm und immer gut Kohle.

Keine Frage,
er war auch sehr produktiv dank seiner Disziplin, klagte aber daneben ständig in seim Tagebuch über Magenprobleme und Verdauungsbeschwerden.

Hätte Tommi nur regelmäßig
eine Nullwoche eingelegt, hätte er mit derlei Beschwerden wohl keine Probleme gehabt.

Aber wie gesagt,
ma kann das Nicht-Essen sogar zelebireren, weil es sich eben wie ein Triumph anfühlt und weil es imgrunde gar nicht so schwer und entbehrungsreich ist, als man sich das gemeinhin ausmalt.

Denn so seltsam es sich
anhören mag, aber es ist so, gerade der Verzicht bringt Gewinn. Zum einen nämlich in Form dieser wunderbaren Leichtigkeit, die sich schon bald einstellt und angenehm aus der Magengegend aufsteigt, so als würde sich der Magen zu Wort melden und mitteilen, wie gut es ihm tut einmal für eine Weile auszuruhen und pausieren zu können.

Und nicht zu vergessen
der Umstand, daß die Gedanken viel besser flutschen und einfach flüssiger unterwegs sind und viel schneller in lichte Hohen gelangen, als wenn sie durch kulinarische Genüsse abgeschwächt oder sogar ganz ausgebremst werden.

Bleibt noch zu sagen,
ja es geht gut, für eine begrenzte Zeit von sechssieben Tage gänzlich auf Essen, also feste Nahrung zu verzichten, dabei sollte man aber genug trinken.

Und es ist keineswegs,
nein kein bißchen eine Qual sondern eine echte Bereicherung. Im übrigen ,die Fähigkeit auch mal oder besser immer wieder karge Zeiten zu überstehen, ist quasi seit Anbeginn in unsere Gene einprogrammiert und muß nur wieder entdeckt und dh. also wieder erweckt werden.

Und wer sagt denn,
daß die Läden immer so prall gefüllt sein müssen. Ein wenig Erfahrung in Sachen Fasten kann da nicht schaden. Und was de Zukunft angeht, sollte ma bekanntlich auf einiges gefaßt sein.

Nun, bis morgen geht noch
meine Fastenkur oder besser morgen kleckert sie so langsam aus, denn am Nachmittag werde ich allmählich mein Fasten brechen und den Magen ganz sachte anfüttern.

Zunächst nur ein klein wenig
Trockenbrot, zwei Stunden darauf eine halbe und am Abend sogar eine ganze Scheibe Brot mit Schinken oder eim anderen leckeren Belag.

Um dann mit Beginn
der neuen Woche wieder ganz normal essen zu können. 



Wer ein wenig neugierig
geworden ist, wie so eine Nulldiät am besten anzugehen ist, ohne sich allzu sehr zu quälen, mag sich ruhig melden oder soll mal in Berlin im LI-LA  Literatur-Laden vorbeischauen.







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 ]\[  182.  ]/[



Wer sich  
aus voller Überzeugung 
in abgelegene Bergregionen 
zurückzieht, 
der tut dies, 
weil er keinen Herrn 
über sich haben möchte
 - 
außer den  Herrn selbst.



Apho Nr. 1389 - aus:

Eo Scheinder  - 
Anleitung zum Selber-Denken 
- Aphorismen / Band  III

Donnerstag, 3. April 2014

Eine Woche mal ohne ...




Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 2. 4. 2014 -

Warum nicht über die Woche mal ohne ?
So wie das Essen ein großer Genuß darstellt, jedenfalls für alle, die ordentlich Appetit haben, ebenso kann auch das Nicht-Essen für eine begrenzte Zahl von Tagen eine durchaus genußreiche Erfahrung sein.

Und warum ?
weil der Körper durch ein komplettes Fasten, (also keine feste Nahrung und nur Trinken: Kaffee, Wasser, Tee und vorm Schlafengehen noch ein Bier) an Schwere verliert und dafür an Leichtigkeit gewinnt.

Das ist zweifelsohne
eine besondere Erfahrung und - man höre und staune - sogar noch angenehm dazu und damit gar nicht groß mit inneren Kämpfen (und Krämpfen) wegen Enthaltsamkeit und Verzicht verbunden, wie die Leute immer gleich denken, wenn ma denn für kurz einmal aufs Fasten zu sprechen kommt, da man den Teller mit Gebäck oder so unbeachtet läßt. 

Ja, es ist schon so -
hab ich heute gegen Mittag wieder erlebt im Café Hardenberg in der gleichnamigen Straße, wo ich gern mal sitze für eine knappe Stunde, wenn ich etwas Zeit habe.

Also, es ficht mich weiter nicht an,
an den Tischen ringsum die Leute zumeist einen reichlich gefüllten Teller vor sich und so ziemlich alle schwer am Mampfen,

Dazu der Essensduft,
der grad zu mir rüber zieht … ja, das riech ich schon, doch juckt es mich weiter nicht und vermag so gar nicht meinen Entschluß zum Wanken zu bringen.

Der dritte Tag nun.
Laabe mich stattdessen am heißen Kaffee. Schließlich ist der Entschluß ‚Eine Woche nichts‘ ja auch ganz gut angekommen in den anderen Bereichen des Körpers unterhalb des Kopfes

Der Magen zB.
ist gar nicht mal böse - ehrlich - und es ist auch von ihm keinerlei Knurren zu vernehmen; dafür gibt er fast durchgängig positive Botschaft nach oben ab, als ein Gefühl von aufsteigender Leichtigkeit, so als wäre eine Pause, eine kleine Auszeit durchaus in seim Sinne, um sich eben auch mal erholen und  regenerieren zu können. 

Und genau dies ist nun einmal
das Schöne beim Fasten, nämlich daß es eigentlich keine besondere Mühe bereitet, wenn man nur ohne Schrecken und dafür mit der richtigen Einstellung in eine Nullwoche geht.

Natürlich braucht es auch 

eine gewisse Erfahrung sowie die Zuversicht in den eigenen Willen, um eine solche Woche ganz ohne feste Nahrungsaufnahme letztendlich sogar goutieren zu können.







 


Der Spruch heute 
fällt unter die Rubrik ZITATE RATE. Und lautet so:


The Deutsche Bank
 
 is not a german bank.

 


Nun, wer hat so geredet ?
Kleiner Tip. Der Spruchgeber hat den gleichen Vornamen wie einer der Bonanza-Helden und läßt sich unter Freunden, weil’s so schön locker klingt, gern in der Kurzform desselben ansprechen.

Freitag, 14. März 2014

Der alte Fickediewes

Armer Uli




Ost-Ennerich (VSE)
- 14. 3. 2014 - Do - 


Der arme Uli Hoeneß -
irgendwie tut er mir schon ein wenig leid. Vor allem wenn ma sich die Pranger- und Hinrichtungsjournaille in dieser Causa zu Gemüte führt.

Die Oberschluris als Moralapostel
- ich lach mich tot. Und selber tun sie es, wie im Fall schwarzer Sommer, nach ihren finanziellen Möglichkeiten ja auch.

Aber der Fall Hoeneß
ist auch schon ein wenig tragisch. Wenn ma sich nur anschaut, was das für ein sympathischer Junge war - als junger Spieler; und sieht dann, wie diese Unbeschwertheit mit den Jahren aus dem Gesicht verschwindet, dann tut das bei allen Erfolgen, die er mit dem FC Bayern aufweisen kann, schon richtig weh.

Denn irgendwie hat er sich
zu´sehr von seim Ehrgeiz antreiben, dominieren und verleiten lassen und alles andere doch sehr zurückgestellt.

Daher wohl auch
die ungeheure Angespanntheit, die sein Gesicht in den letzten Jahren so stark kennzeichnet.

Und dann ist er eben noch
der echten Zockerei verfallen, zu der er sich - weil zu stark auf Erfolg getrimmt - dann fatalerweise hat verleiten lassen.

Von heute aus gesehen,
weiß er, daß das ein überaus schlechter Umgang für ihn war, denn sonst säße er nicht so betröpfelt da; und daß er sich von der Aussicht auf schnellen und hohen Gewinn hat blenden lassen ...

Und daß er sich damit nun wieder
alles vermasselt hat, was er sich aufgebaut hat, wie ja schon mal 1976 in Belgrad, vor fast 40 Jahren, als er beim Elfmeterschießen den Ball übers Tor gedonnert hat und hernach untröstlich wie eine Häuflein Elend auf dem Rasen sitzen blieb.

Passend zum Thema
habe ich hier noch ein Notiz aus dem Laden-Logbuch von vorgestern, als die Boulevard-Zeitungen genüßlich groß mit ‘Kreuziget ihn’-Schlagzeilen aufmachten


Heute schaute mal wieder
der alte Fickediewes im Laden vorbei und sagte, nachdem er kräftig gegen die Politrickser vom Leder gezogen hatte, zum Abschluß noch dies:

Wenn der  Ulli einer von denen wär,
wie er‘s ja für eine geraume Zeit und dabei doch sehr erfolgreich versucht hat, dann wäre er schon längst über alle Berge und hätte seinen Schal an den Nagel gehängt.

Und würde sich irgendwo
in eim Luxusressort ganz weit weck die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und einen kleinen Hofstaat mit jede Menge Hasen und Lakaien unterhalten und sich‘s wohl sein lassen, bis genügend Gras über die Sache gewachsen ist,

Anstatt nämlich reumütig
als armes Sünderlein in einen deutschen Knast einzufahren.  Denn Kohle hat er schließlich genug.


Ehe ich fragen konnte,
was genau er meinte, war er auch schon wieder fort.






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 ]:[  181.  ]:[
 

Reiche Leute
sind sehr oft nur 
arme Leute 
mit sehr viel Geld. 


Aristo-teles Onassis

Donnerstag, 23. Januar 2014

Zahlenspiele






Ost-Ennerich (VSE)
-Mi - 22. 1. 2014 -

Nun die 44.000
überschritten. Nicht unbedingt erwähnenswert, aber in dieser zahlenversessenen Zeit, wo Zahlen Verbindung schaffen, Anlaß geben, Erinnerungen bestimmen,.Erfolg- oder Mißerfolg dokumentieren, Wertigkeiten ausdrücken usw.

Ist man auch selbst
ein wenig darauf getrimmt, auf Zahlen zu achten und sie zum gebotenen Anlaß dann irgendwie zu feiern.

Schließlich basiert unsere moderne,
digitale Zauberwelt nun einmal und das ziemlich ausschließlich auf Zahlen, bzw. auf zwei unterscheidbaren Zuständen - als da wären an und aus - die ein Zählelement jeweils einnehmen kann.

Und wenn ich die konkrete Zahl
so auf mich wirken lasse und die drei Nullen, die die Zahl schön rundmachen, einmal wecklasse, dann erblicke ich in der 44 eine fesche, entschlossene Signatur, um nicht zu sagen eine kraftvolle Zahl, schön zackig und entschlossen, also eine Zahl mit Charakter.

44 - das entspricht genau
vier Fußballmannschaften, ist somit ein Wiedergänger der sportlichen, dh. kämpferischen 11, die bekanntlich gern stellvertretend für eine Stadt oder ein Land antreten; zumeist aber für einen Verein spielen, der in den oberen Regionen längst zu einem profitorietnierten Wirtschaftsunternehmen mutiert ist.


Und ist außerdem genau
die Hälfte von jener ominösen Zahl, die früher vor allem wegen ihrer graphischen Gestalt allein schon für eine gewisse Heiterkeit sorgte, weil sie von rechts oder links, oben oder von unten immer gleich aussieht, und daher zum Spruch taugt, nämlich das ist egal wie 88.

Übrigens soll es schon
vorgekommen sein, daß diese schneidige Zahlenkombination, die groß auf den Jacken einer urlaubenden Männergruppe ebendiesen Jahrgangs prangte, kurzerhand Staatsorgane zum Einschreiten veranlaßte und die Männer einer staatsfeindlichen Gesinnung verdächtigten, bis die Polizeibeamten dann ihres Fehlers gewahr wurden.

Ein solicher Vorfall
wurde vor einiger Zeit schon mal im Steinthaler Blättchen berichtet und auch genüßlich, wie sich das gehört, aufgespießt.


Aber in dieser verrückten Zeit
ist eh alles möglich und daß Verräter immerfort Verrat wittern und Fanatiker zu Übereifer und zu Exzessen neigen, liegt in der Natur der Sache bzw. ist in deren Charakter fest eingeschreiben.







Dann möchte ich mich noch
bedanken für die doch recht zahlreichen Bestellungen der Kalender-Sprüche 2014. Seh das als Anerkennung; und motivieren tut‘s außerdem.

Vom Kalender sind nur noch
Restbestände vorhanden; also wer interessiert ist … Doch daneben gibt‘s die originellen Sprüche.aus der Edition samasuras staubernte auch als Karten, Schilder usw

Dienstag, 31. Dezember 2013

Starke Sprüche für 2014

KALENDER-SPRÜCHE 2014   (Auswahl)



Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 30. 12. 2013 -


Das neue Jahr wirft nun merklich
seine Schatten voraus und so richtet ma sich auf den auch schon bald passierten Wendepunkt ein, mit dem alles scheinbar wieder auf Anfang gestellt wird.

Nicht anders als all die vielen
komischen Leute, die zum Jahreswechsel stereotyp von guten Vorsätzen faseln, die sie aber nach kurzer Zeit zumeist stillschweigend zu Grabe tragen.

Nein, mit guten Vorsätzen
will ich hier nicht langweilen, dafür aber ein neues Projekt vorstellen, das im neuen Jahr nun an den Start geht.

Nämlich mal eben der Versuch
einer eigenen, kleinen Zeitung, eines Blättchens also - mit zunächst vier Seiten Umfang im Format DIN A4, die bzw. das monatsweise erscheinen und als PDF an Intressenten bzw. Abonnenten verschickt wird.

Natürlich in Farbe,
sozusagen als eine bunte Mischung aus Texten, Sprüchen, Bildern und Collagen, angesiedelt im weiten Spektrum zwischen ernst und heiter mit so einigen Schwerpunktthemen wie Sprachverhunzung, Idiologiekritik, Desinformationsgesellschaft …

Und was es sonst noch wert ist,
aufgespießt zu werden in dieser Phase des fortschreitenden Verfalls - jaja, nenne in diesem Zusammenhang nur mal die Slumisierung ganzer Stadtviertel, -sowie wachsender Desorientierung und so langsam um sich greifender Zukunftsangst usw. usf.

Das Projekt ist übrigens
nicht über Nacht entstanden, sondern wurde schon  vor einiger Zeit angedacht und probeweise auch schon umgesetzt. Und trägt den schönen Namen ENNERICHER  ALLGEMEINE, so als eine Art Reverenz an meine Heimat.

 
ENNERICHER ALLGEMEINE (Titelleiste)

Wer nun ein wenig neugierig
geworden ist - hier ein erster Einblick - und sich vorstellen kann, dieses Projekt durch ein Abonnement im Preis von 12 € fürs ganze Jahr zu unterstützen, erhält dann jeden Monat die aktuelle Ausgabe der EnnAll als PDF zugesandt.

Und je nach Zuspruch
könnte das Projekt dann ausgeweitet werden; und würde dann auch für gute Beiträge und intressante Texte von außen offen sein.

Immerhin ist der Kopf,
bzw. die Titelleiste der Ennericher Allgemeine in diesem Monat bislang mehr als 60 x von der Eo-Seit runtergeladen worden, was vermuten läßt, daß einige den Entwurf wohl recht ansprechend finden.

Ein letztes Wort noch
zu den Kalendersprüchen von Eo für 2014 - über Weihnachten wurde  recht rege auf die KALENDER-SPRÜCHE 2014 zugegriffen - insgesamt über 500 Mal.

Anscheinend gibt es doch
ein gewisses Intresse an dieserart Sprüchen contra spiritum temporis, was einen natürlich freut. Wie auch daß die hier auf dem Neue-Spryche-Blogg bislang präsentierten drei Kalendersprüche bei Gugel/Bilder ganz oben rangieren - ja bis vor ein paar Tagen belegten sie schön nebeneinander stehend gar die ersten drei Plätze.

Also Aufforderung genug
des weiteren den ein oder anderen gestalteten Spruch reinzusetzen, schließlich sind bei den Sprüchen für 2014 ja noch einige kräftige und heftige, womöglich auch deftige darunter, die es einfach wert sind, so nach und nach auf die virtuelle Reise geschickt zu werden.

Wer den Sprüchen nun
etwas abgewinnen kann und nicht warten will, bis sie nach und nach dann hier zu finden sind, kann sie ja auch bestellen für grad mal einen Heuermann  … also für 5 € (4 + 1 € VK). Entweder als Schein eim Brief beilegen oder eben per Überweisung.

Und was das Neue Jahr betrifft,
so wünsche ich allen Lesern ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2014. Man kann nur hoffen, daß es einigermaßen friedlich bleibt, schließlich braut sich derzeit so einigermaßen zusammen.

… Musikspur: Gustav Holst - Jupiter / Planeten-Synnphonie …




Mittwoch, 11. Dezember 2013

Hohlköpfe lieben Hohlwörter …




Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 10. 12. 2013 -


All die Hohlwörter,
die einen so am Tag umschwirren, die soll der Teufel holen.

Abgesehen von ihrem gestelzten, 

soziologisch verbrämten, doch letztlich hohlen Klang, was schon genug nervt, sind sie überdies noch ernst gemeint;
 

zumindest werden sie uns
mit dieser Akzentuierung agitpropartig in Reden und im Fernsehgequatsche permanent um die Ohren geschlagen - falls ma sich überhaupt noch auf solche medialen Berieselungen willentlich einläßt.

Hohlwörter legen es zudem nahe,
daß sie überwiegend von Hohlköpfen überaus reichlich verwendet werden, da zwischen beiden wohl eine natürliche Affinität zu bestehen scheint.

Denn die oberste Maxime von denen
lautet bekanntlich - viel reden und wenig sagen.

Und wie könnte man dem leichter
entsprechen als mittels eines Schwalls geschickt miteinander verknüpfter Hohlwörter ?

Hohl hat immer schon
so einen gewissen Beigeschmack, nämlich daß sich dahinter nichts weiter verbirgt als abgestandene Luft.

Wenn etwas hohl ist,
dann soll dies zu allererst einen Anschein (von etwas ganz anderem) erwecken, so wie bei Pappmaché-Kulissen, die man mühelos hin und herschieben kann, um damit praktisch alles
zu inszenieren, was man grad eben als Wirkung erzielen will.

Aber das ist ein weites Feld
und so unergründlich wie der Nikolaus.

Und auch der erscheint
vorzugsweise als Hohlkörper, grad recht zum Vernaschen, nur muß man ihn dafür beherzt in Stücke brechen …
 

In diesen Zusammenhang
würde noch gut ein ‚erster Satz‘ aus eim frühen Buch von Walter Jens passen, aber den heb ich mir für ein ander Mal auf, sonst wird mir das noch zuviel mit den Kläusen.



):=:(



Lieber noch einen Kalenderspruch
hier reingestellt und zwar noch mal einen aus der Rubrik ‚Je später die Zeit, umso herber die Sprüche‘.

Jedenfalls keiner,
den ich mir mal eben aus den Fingern gesogen habe, sondern wie die meisten aus der tristen, weil orientierungslosen Gegenwart geschöpft.

Und schließlich ist die Häßlichkeit
mittlerweile so stark verbreitet, daß sie nun langsam zum Problem wird.

Aber mit Ästhetik hat‘s diese Zeit
nachweislich nicht so sehr, prämiert sie doch fortwährend am liebsten das Gegenteil und hat stattdessen allein den Erfolg und das Geld an die Stelle gesetzt.

Schön und gut und wahr
ist heut einzig und allein, was Erfolg hat und richtig Geld bringt.







KalenderSprüche 2014 (April)



 


Ein kleines, aber feines
und originelles Geschenk für aufgeweckte Leute, die die dummen Sprüche aus Politik und Medien lang schon satt bzw. leid sind. Gibt‘s für  4 Euro + 1 VK bei Eo und im LI-LA Literatur-Laden.





 


 ... Musikspur: Shakira - Lo que más / Sale el Sol ...