Donnerstag, 30. Oktober 2014

Das Regentonnen-Prinzip


Sprayer in der Nacht


Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 29. 10. 2014 -


Den folgenden Text
schon am Montag geschrieben, also frisch drauf losformuliert, was gewisse, von Medien und Politik unisono verteufelte Ereignisse anbelangt; oder wie der Bild-Wagner heute zur Post gegeben hat: "In Köln randalierten 4000 Dummköpfe" - aber dann doch erst mal zur Seite gelegt.

Das ist zum einen eine bewährte
Praxis im Umgang mit Texten und zum anderen fand ich es auch ratsam, doch besser meinen Justitiar einen Blick drüber werfen zu lassen.






.*!*.

 

Der Herbst so ungewöhnlich mild
er bislang dahergekommen ist, verspricht, obschon der November demnächst Einzug hält, noch richtig heiß zu werden.

Ob’s denn vielleicht
am Klimawandel liegt ?  Ist wohl nicht ganz auszuschließen, da sich das Klima derzeit ja gehörig zu wandeln scheint.

Nein, nicht so sehr
das globale Wettergeschehen, aber dafür umso mehr das gesellschaftliche Klima und in der Folge auch das Meinungsklima.

Jedenfalls scheint sich der Wind
nun allmählich zu drehen und außerdem ist damit zu rechnen, daß der Wind auch noch stärker aufflaut und all denen, die lange meinten, den Wind nach ihren Vorstellungen steuern zu können, nun umso heftiger ins Gesicht bläst..

Eine Regierung, die total
am Volk vorbeiregiert und sich daneben auch noch demokratisch nennt, und deren Politik vorzugsweise dem Ziel folgt, das eigene Volk mit Zumutngen ohne Ende zu überhäufen und ihm die Existenz nach eigenen Vorstellungen im eigenen Land streitig zu machen, wird auf die Dauer den Zorn von gar vielen  auf sich ziehen.

Und so wird dann
dieser Regierung sowie dem gesamten alternativlosen Politikbetrieb konsequenterweise aus offenkundiger und nicht mehr zu kaschierender Illoyalität dem Land und den eigenen Leuten gegenüber, nun selbst die Loyalität gekündigt.

Eigentlich eine zwangsläufige
Entwicklung, nicht anders als ein physikalische Gesetz.

Wenn die Regentonne
bis zum Rand und schon ein wenig darüber hinaus gefüllt ist, reicht ein kleiner Tropfen, um sie zum Überlaufen zu bringen und so eine große Turbulenz auszulösen.





.*!*.


Und damit diese Gedanken
nicht vorschnell als ein krauses Eigengewächs abgetan werden, hier noch ein seriöses Zitat.

Und zwar von einer Frau,die sozusagen die Nachfolge der legendären Bodensee-Pythia - Noelle-Neumann mit bürgerlichem Namen  - angetreten hat  ……







Den kühnen Entwurf 
der vereinigten Staaten von Europa 
lehnt die überwältigende Mehrheit ab. 
Die Bürger wünschen sich auf 
europäischer Ebene eine intensive Kooperation, 
aber keine weitreichende Preisgabe 
nationaler Souveränitätsrechte.

 

 Renate Köcher
„Denk ich an Deutschland“ 
(FAZ-Beilage vom 24. 9. 2012)



 
 
... Musikspur: Astor Piazolla - Años de Soledad ...


Dienstag, 28. Oktober 2014

Mit Knalleffekt






Ost-Ennerich (VSE)
- Mo - 27. 10. 2014 -

Hat Ihnen denn
der letzte Spruch gefallen ?  Wenn ja, dann denken Sie ruhig ein wenig darüber nach, denn der Spruch hat es schon irgendwie in sich und hält weit länger als einen Monat vor. 


Woran man sehen kann, 
daß Kalendersprüche nicht zwangsläufig altbacken, Binse oder seicht sein müssen, also wesentlich besser als ihr Ruf sind. Zumindest soliche, die wo Eo so macht.

Und wie’s eben der Zufall will,
hat einer von der geistreichen Sorte, die es in unserem Medienbereich schließlich auch noch gibt, wenn auch eher als Exoten oder als urwüchsige Eigengewächse, letztens ein Buch mit - nun, wie soll ma sagen - ach so, mit Aphorismen herausgebracht.

Also mit kandierten Sprüchen,

die bitter und süß zugleich schmecken, weil sie auf der einen Seite in eine witzige und prägnante Form gebracht, zum anderen aber doch mehr sarkastischen Inhalts sind.

'S freut mich natürlich,
wenn ein Verlag mit neuen, auf die Zeit bezogenen Aphorismen auf den Markt kommt und dies dann auch bemerkt wird und damit der Versuch unternommen, diese literarische Kleinform wieder etwas populärer zu machen, damit die Leute sehen, was sie eigentlich daran haben.

Und so habe ich mich
auch gleich veranlaßt gefühlt, auf die Präsentation des Buchs von Michael Klonovsky - Aphorismen und Ähnliches - kurz in Sachen Aphorismen, Stellung zu beziehen, sintemal diese mir ja wegen langjährigen Umgangs mit diesen  gar sehr am Herzen liegen.

Spontan drauf losgeschrieben 

und dann diese Zeilen in Sachen Aphorismus bei eim von Gumschenseite übel beleumundeten Blogg mit ordentlich viel Lesern reinstellt:





Nun, mit Aphorismen
haben es die Leute heute leider nicht so, wie man an der niedrigen Zahl an Antworten sehen kann.

Dabei sind Aphorismen
und andere gehaltvolle oder auch witzige Sprüche die eigentliche Hefe, also das Treibmittel, das ein Gespräch, eine Diskussion oder eine Rede erst so richtig intressant, lebendig und einrpägsam macht, nicht zuletzt weil diese sich zumeist leicht merken und gut weitererzählen lassen.

Leider in unserer Zeit
eine ziemlich abgewürgte und unterschätzte literarische und dabei gesprächstaugliche Ausdrucksform.
 

Denn Aphorismen sind,
wenn sie gut sind, oft starke Bilder, wo Dinge, die auf den ersten Blick wenig verbindet, in eins gesetzt werden, mit anderen Worten prägnante Sätze mit eim gewissen Knalleffekt.

Beispiel gefällig ? 
Nun gut:  So effektiv wie Insekten können Menschen nur dann arbeiten, wenn sie in Sekten organisiert sind.

Oder mit den Worten
von Theodor Fontane gesprochen - ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.

Übrigens, 

nicht nur ein Michael Klonovsky schreibt gute Aphorismen ...  




Diesen Satz zum Schluß

konnte ich mir dann doch nicht verkneifen und hab sogar noch einen Verweis zu den ‘Teuflischen Plänen’ gesetzt, was ja auch etliche Neugierige anzog.

Und so konnte sich 

der September-Spruch ‘Teuflische Pläne …’ quasi aus dem Stand bei Gugel.de/bilder unter ‘Kalendersprüche’ alsbald ziemlich weit oben (Seite 5) plazieren.

Bliebe noch zu sagen,
daß es diesen Spruch ínzwischen auch als Aufkleber gibt, so wie der oben abgebildete Klartext-Spruch, und zwar in zwei verschiedenen Größen zum einen im Format 7 x 14,7 cm und  etwas kleiner in 5 x 10,4  cm - à 70 c / 50 c.




Nun, der Apho-Artikel 

sollte ja schon die letzte Woche seine digitale Reise antreten, aber wie’s halt so geht und weil mir die paar Leser nun auch nicht groß Antrieb sind, also schön gemach. The Life is tot schort, to give it tue Lächerlichkeit preis.

Huch, was steht denn jetzt da ?!  

Zugegeben, das ist ein etwas alberner Satz der Marke ‘Mit Englisch anfangen und mit Deutsch enden’, aber wie er sich jetzt darbietet ist dies das Ergebnis dieses Korrekturteufels, der ständig im Hintergrund lauert und meint mich immerzu korrigieren zu müssen.

Denn eigentlich lautet dieses Mix-Spruch:



Life is too short, 
to give it 
the Lächerlichkeit 
preis 




... Musikspur:  Baden Powell - Samba en Preludio ...






Donnerstag, 16. Oktober 2014

Teuflische Pläne ...


KALENDER-SPRÜCHE 2014


Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 15. 10. 2014 -



Wo ich letztens
eine ganze Latte an Eo-Sprüchen in konzentrierter Form gebracht habe, die sich daneben ja auch  in graphisch gestalteter Form bei Gugel und Co auffinden lassen; -

hier noch ein kleiner Tipp -
denn leichter geht‘s - weil praktisch ohne Beifang - wenn ma bei der Bildersuche zu ‚kalendersprüche‘ noch ein kleines ‚eo‘ hinzufügt.

Nun, das sind imgrunde olle Kamellen,
aber nichtsdestotrotz zumeist noch stimmig und griffig und gut passend für diese Zeit, daher heute mal einer, der schön pieksig ist und im Inet bislang noch nicht vorzufinden war.

Das ist der September-Spruch
der KALENDER-SPRÜCHE 2014. Ich weiß auch noch, wie der mir eingefallen ist. Sitze also so im Laden mit dem Gesicht zur Straße hin und denke nichts böses, aber dann durchzuckt grad so ein Gedanke mein Kino im Kopf, der mich erst einmal doch ziemlich umhaut.

Und urplötzlich wird mir
ein bestimmter Zusammenhang klar; und zwar so richtig, dh. untrüglich klar. Denn was heißt denn eigentlich denken

Doch wohl nichts anderes,
als verstehen wie sich das eine oder andere verhält, wie es mit dem oder eim anderen zusammenhängt, also Zusammenhänge erkennen und mit eim Mal sozusagen blicken, daß da oder dort eine gewisse Regelhaftigkeit, somit ein bestimmtes Muster erkennbar wird und damit vorherrscht, mit anderen Worten  denken heißt letztlich zwei in eins tun oder eben eins und eins zusammenzählen.

Das eine nicht ohne das andere;
kein Willen ohne Willensträger. Und so stand dann dieser sprechende Satz vor meinen Augen - Teuflische Pläne lassen auf teuflische Planer schließen.

Der vom Kreuz
hat ähnliches, wenn nicht blumiger, so doch auf anschauliche Art gesagt und deutlich gemacht, die einer agrarischen Gesellschaft höchst vertraut ist und offenkundig nicht zuletzt die Genetik mit einbezieht, jaja.

Und ebenso findet auch
der Teufel gebührende Erwähnung. Klar, irgendeinen Ideengeber muß es immer geben und wenn ma nur weit genug zurückgeht, landet man eben bei dem großen Verneiner.

Und nicht viel anders
hat es vor zweihundert Jahren  Jowo Goethe gesehen, aber der rückte mit seiner Sicht der Dinge erst ganz spät heraus, als er sein Ende schon kommen sah.

Schließlich ist der Teufel
höchst real; und dafür muß er noch nicht einmal realiter in Erscheinung treten. Najanu, Johann Wohlklang von Goethe hatte zum einen einen guten Riecher, wie jeder sehen kann, und zum anderen war er ja Frankforter, wenn auch später nicht mehr …



 
...^´- | -`^....



Übrigens demnächst,
dh. so etwa Ende Oktober liegen dann die KALENDER-SPRÜCHE 2015 mit zwölf markanten Eo-Sprüchen vor, die den Zeitgeist mal mehr mal weniger heftig anpieksen und gelegentlich auch wohin treten, wo es notwendig wäre; und können somit bestellt werden.

Sie wissen ja,
mit Sprüchen kann man Menschen unter die Haut gehen, denen ma sonst so leicht nicht ans Leder kommt (wie Peter Rühmkorf dies so schön vorvormuliert hat).

Dieser Dreckfuhler ist

der lustigen Optik wegen beabsichtigt; und mußte auch mühsam dem im Hintergrund lauernden Korrekturprogramm abgerungen werden.



... Musikspur: Scott Joplin - The Entertainer ...

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Mauergeschichten


Mehr Karten von Eo




Ost-Ennerich (VSE)
- Mi - 8. 10. 2014 -


Oder die Berliner Mauer
als modernes Monstrum. Und ebenso als Ironie der Geschichte, da die progressiven Sozialisten sich schließlich mittelalterlicher Methoden bedienen mußten, um ihren Machtbereich wenigstens für die Zeit einer Generation zu behaupten.


..: -|- :..

 

Und schon wieder
eine Woche weiter. Dabei wollte ich eigentlich auf die Buchpräsentation hier im LI-LA Literatur-Laden hinweisen und auch dazu einladen …

Aber da die Veranstaltung vorab
Ja ziemlich ausgebucht war und ich dem Inet nicht so recht über den Weg traue und man auch nicht wissen kann, wer sich dann so alles auf den Weg macht, habe ich es gottlob seingelassen.

Und das war auch gut so,
denn der Laden war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung hervorragend, die Luft spätabends noch sehr mild, ja wie Seide so sanft,  daß man hernach noch gut draußen stehen und sich austauschen konnte.

Hervorzuheben wäre noch,
daß ein Gitarrist mit stimmungsvollen Rhythmen zwischen den vorgetragenen Geschichten die Zuhörer verzauberte.

Denke mal, daß es demnächst
einen neuen Blogg geben wird, mit Geschichten aus der Schreibwerkstatt hier im LI-LA Literatur-Laden, in welchem das neue Buch SCHATTENSPRÜNGE mit Mauergeschichten, also Geschichten aus der Zeit der Berliner Mauer ausführlich vorgestellt wird und einige Geschichten daraus dort zu lesen sein werden.

Nun, jetzt mit einer Woche
Verspätung noch mal die Einladung reinzusetzen , wäre natürlich albern. Aber zur Einladung gehört bei Eo auch immer ein Text zur Einstimmung, ob nun zum Thema, zum Fragenkomplex, der damit einhergeht oder einfach aus Spaß an der Freud, um das ein oder andere in dieser Zeit mal ein wenig gegen den Strich zu bürsten.

Und von da her auch
unabhängig von der Einladung zu goutieren. Tja, und wo nun langsam dieser deutsche Schicksalstag näherrückt, der deutsche 911er also, der heuer auf einen ganzen Generationenschritt zurückverweist, auch wieder Anlaß genug.

Eben diesen Text hier nachzuliefern,
sintemal sich dieser gut als Einstieg für eine kleine Serie eignet; einmal um dieses speziellen Jubiläums willen und zum anderen wegen der Häufung dieser historischer Jubiläen.

Und in den Zeitungen steht
zwar noch immer viel, aber imgrunde veröffentlichen die auch nur, was sie wollen oder sagen wir besser dürfen. Denn was den Chef-Reds nicht paßt, veröffentlichen sie eben nicht. Wie zB. dieses 500jährige Jubiläum vor jetzt drei Jahren.

Naja, Fuzzys halt.
Bis in die Haarspitzen unmoralisch, aber in den Artikeln und Kommentaren immer einen groß auf moralisch machen.

Ach ja, meine Achtung
vor Journalisten hab ich schon früh verloren, so irgendwie mit 18 oder kurz darauf, als ich nebenher für eine Weile freier Mitarbeiter bei der NLZ war, wie das heimische Käseblättchen damals noch hieß. …
..: -|- :..


Liebe Freunde 
des LI-LA Literatur-Ladens,

es ist mal wieder an der Zeit,
eine Lesung, genauer eine Buchpräsentation anzukündigen - und zwar wird in einer Woche das gerade neu erschienene Buch SCHATTENSPRÜNGE vorgestellt,

In diesem mit Jubiläumsdaten
förmlich gespickten Jahr 2014 geht es nun langsam in die Zielgerade und es steht nach den schlimmen und ungemein folgenschweren Gedenktagen zum Ende hin nun noch ein echter Glückstag an.- und zwar die 25. Wiederkehr des Mauerfalls.

Also jenes Tages, als für die Berliner
etwas geschah, was sie selber schier für unmöglich gehalten hatten und ihnen angesichts der Gegensätzlichkeit der Systeme ganz und gar undenkbar schien..

Eben daß das DDR-Regime einmal vor
den eigenen Bürgern kapitulieren und die Mauer fallen würde; und gleichfalls daß die Sowjetunion diesem eruptiven Geschehen dann auch noch, ohne militärisch einzugreifen,  zusehen bzw. zuwarten würde. 

Nun, ein solches Szenario
lag schon sehr weit außerhalb des Vorstellungsrahmens und blieb daher bis in den November hinein noch so gut wie unvorstellbar, weswegen das absolut treffendste und am meisten herausgestoßene Wort in dieser verrückten Nacht der Maueröffnung dann ja auch ein ganz bestimmtes war.

Nämlich das
schön langgezogene  
WAAAAAHNSINN !!! 

War echt eine irre Zeit
damals - und ist nun so lang schon Geschichte. 

Die Spannung dieser Tage,
die Aufbruchstimmung, die ungeheure Dynamik war damals förmlich mit den Händen zu greifen. Und ist  inzwischen längst verflogen … Doch wert, daß man sich wieder daran erinnert.

Und so ist denn auch
zu diesem besonderen Anlaß nun ein Buch erschienen, eine Anthologie mit Geschichten verschiedener Autoren, welche allesamt um ebendieses Thema kreisen, von der Zeit, als die Mauer noch unerschütterlich stand und Berlin teilte bis zum Tag, als die Mauer schließlich Risse bekam und dann gänzlich zu Fall gebracht wurde.

Die Idee zu SCHATTENSPRÜNGE
- Geschichten rund um die Berliner Mauer, entstand  übrigens im LI-LA Literatur-Laden, im Rahmen der kreativen Schreibwerkstatt, wie ich nicht ohne Stolz vermerken möchte, und geht vor allem auf Kiri zurück, die als Übersiedlerin von Ost- nach West-Berlin das Leben auf beiden Seiten der Mauer erfahren hat. 

Das Buch mit knapp 100 Seiten
kostet 10 € und ist erhältlich im LI-La Literatur-Laden und kann auch bestellt werden (zzgl Versandkosten). 


 
 
 
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Ja, und wer selbst Lust
bekommen hat aufs Schreiben, aber dafür eines kleinen Motivationsschubs bedarf,  um es wirklich auch zu tun, und außerdem nützliche Anregungen und Tips sich wünscht, dem sei gesagt, daß im November wieder neue Schreibkurse im LI-LA Literatur-Laden beginnen werden. ( 6 Kursabende / Kursgebühr 85 €).

Lassen Sie Ihre Fantasie
sprudeln. Schreiben ist ein Schlüssel dazu. Näheres unter 030 / 344 45 59 oder per Email.


... Musikspur: Jan Garbarek + Hilliard Ensemble - O salutaris hostia ...




Mittwoch, 1. Oktober 2014

Sprüche-Fundgrube




Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 30. 9. 2014 -


Wollte ja erst noch weitere
bayerische Impressionen anfügen, weil da gottlob noch nicht alles ganz so kaputt und verkommen ist und von da her allein schon der Erwähnung wert; aber die heb ich mir lieber für ein Andermal auf .

Dafür dann ein wenig 

der Spontaneität freien Lauf lassen und ein wenig recherchieren, wie’s in Sachen Kalendersprüche so ausschaut. Denn es wird nun Zeit, die Kalendersprüche 2015 abzuschließen.

Einen davon für das nächste Jahr

hatte ich letztens schon mal gebracht - ja genau,  der mit den Schuldbürgern - aber dann wollte ich doch mal wissen, was denn so angezeigt wird, wenn ma von jetzt auf gleich die Suchmaschine befragt.

Bei Gugel/Bilder also KALENDERSPRÜCHE 

eingegeben und sehe zu meiner Verwunderung, daß ich mit eigenen Sprüchen schon in der ersten angezeigten Bilderzeile gleich zweimal vertreten bin ...

in der zweiten Bilderreihe
übrigens gar dreimal, in der dritten zweimal, in der vierten ebenso, in der fünften (was unter Seite 2 firmiert) einmal, in der sechsten auch einmal, aber mit eim Dreier, in der siebten und achten jeweils zweimal …

Das dünkt mir doch nicht gerade
ein schlechtes Ergebnis und zeigt wohl auch, daß die Kalendersprüche aus Eos Wörter- und Sprücheschmiede nun so langsam beim Publikum ankommen.

Schließlich gibt es die KALENDER-SPRÜCHE
ja schon seit 2007. Übrigens hatte ich den einen oder anderen Spruch daraus immer mal diversen Printmedien, also Zeitungen und Zeitschriften zur Veröffentlichung angeboten wie zB. dem Steinthaler Blättchen, aber da sie dort so unhumorig sind, wie der Befrager vom Dienst selbst einmal freimütig bekundete oder besser durchblicken ließ, hatte man für derlei Sentenzen keine Verwendung.

Und damit ich hier nicht bloß
im Metabereich über Sprüche und so herumfabuliere, will ich diese bei Gugel angezeigten Sprüche lieber schön der Reihe nach hier aufführen, sintemal ich mich nicht um Urheberrecht und dergleichen groß scheren muß, da ich selber ja der Urheber all der hier folgenden  Kalendersprüche bin. 

Und so nun also schön 

der Reihe nach, so wie Gugel sie nebst anderen Bildern auflistet.



1. Die große Schwäche der Blonden ist nun mal ihre Blauäugigkeit

2. Leben heißt lernen - erfahren und erleiden am eigenen Leib.

3. Wer versucht die Natur zu korrigieren, wird von der Natur korrigiert werden.

4. Der Winter hustet dem Klimawandel was

5 (ein Dreierblock>):Stell dir vor, es ist Wahl - und keiner geht hin !  / Das Leben ist im gleichen Maße schön, wie es grausam ist / Nicht nur Bäume haben Wurzeln.

6. Die Lage ist hoffnungslos - aber eben noch immer nicht ernst.

 
7. Der Feminismus hat bekanntlich die Frauen befreit. Schon wahr; und zwar vor allem von ihrer Weiblichkeit.

 
8. Was jetzt kommt, sind Jahre der Entscheidung - im großen wie im kleinen wie im ganzen.

9. Wenn die Welt zu sehr aus den Fugen gerät, braucht es wieder die Dichter.

 
10. (Dreierblock - Ausw von 2013) Das ganze Elend begann damit, als die Frauen anfingen - fast immer und überall - Hosen zu tragen /  Der Schatten des Ruhms. Oder wenn Madonna heute vom Pferd fällt, weiß es morgen die halbe Welt. / Noch schlimmer aber als fiese Feinde sind falsche Freunde.

11. Die Trägheit der Masse resultiert aus ihrer massiven Trägheit.

 
12. Der “Endsieg” von heute, an den wir alle glauben sollen, heißt INTEGRATION

13. (Dreierblock - Auswahl von 2014) mit dem Spruch über die Blauäugigkeit / Wer allzu offen ist, der kann nicht ganz dicht sein. / Langzeitstrategien erkennt man an der Salamitaktik

14. Je später die Zeit, umso herber die Sprüche

15. Parallelgesellschaften laufen solange parallel nebeneinander her, bis eines bösen Tages frontal zusammenstoßen.

 
16. Die Ankunft der Spötter markiert den Anfang vom Ende der Götter.

17. Zufall ist wie Fußball - nämlich immer wieder für eine Überraschung gut.

 
18. Wer den Raucher nicht ehrt, ist der Tabaksteuer nicht wert.

 
19. Mit leichten Mädchen hat mann nur selten auf Dauer auch leichtes Spiel.

 
 

Und mit den letzten beiden Sprüchen
ist ma gerade einmal bei Seite 4 - 1. Zeile angelangt …  Natürlich gibt es für 2015 auch wieder die KALENDER-SPRÜCHE von Eo. Sind Ende Oktober dann zu haben.

Und noch etwas - 

all diese Kalendersprüche sind ebenso als Aufkleber erhältlich, wie etwa die vulkanischen Farben, allerdings in kleinerem Format (als der Kalender) und zwar nicht hochkant wie das Kalenderblatt sondern im Breitformat.



Mittwoch, 24. September 2014

Hutwetter ...






Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 23. 9. 21014 -

Ach, es stauen sich mal wieder
die Texte, daß ich nicht weiß, welchen ich nehmen soll …

Etwa den zum Verblendungszusammenhang
oder doch lieber den über die doppelte Gedankenführung. Oder meine Ausführungen zum schmutzigen Faktor; aber das ist schon mehr eine kleine Serie  .

Oder bei Jowo Goethe anknüpfen,
wo ich doch gerade dem tieferen Geheimnis nachgespürt habe ?

Alles formidable Texte,
aber vielleicht etwas unvermittelt, um schnurstracks damit ins Haus zu fallen.

Dann doch besser den Text
von gestern, denn der nimmt Bezug zum natürlichen Wechsel und nicht zu irgendwelchen angeschobenen Machenschaften und fein ausgetüftelten Intrigen.




**********


Pünktlich zum Herbstbeginn
nun auch das entsprechende Wetter; man tun gut daran, vorsorglich einen Hut aufzusetzen.

So in etwa die Lektion,
die mir heute zuteil wurde. Um die Mittagszeit eben noch leichtsinnig - jaja, einige trügerische Sonnenstrahlen, als ich losging und hernach dann prompt in einen Schauer geraten.

Folglich war ich dann
bei meim zweiten Straßengang am Nachmittag vorgewarnt.

Wie fern sind da schon wieder
die beiden spätsommerlichen Tage am malerischen Chiemsee - gerade mal dreivier Tage her - Sonne satt bei herrlich blauem Himmel.

Was ist dies Bayern
doch für ein schönes, gottgesegnetes Land !  Hier scheint die Welt noch weitgehend in Ordnung, jedenfalls was die Dörfer und die kleinen Städte betrifft.

Kein Wunder, daß die Bayern
auf ihren Freistaat und ihre Lebensart so ausgesprochen stolz sind. Und sie haben auch jedes Recht dazu.

Ohne ausgeprägtes Selbstbewußtsein
- und das schließt eben den Stolz auf das Eigene und die (gepflegten) Traditionen mit ein -scheint ein blühendes Gemeinwesen, das sich seiner selbst erfreut, wohl nicht erreichbar.

Und das ist gerade der Punkt,
an dem es - auf das ganze Land bezogen - so sehr hapert. Doch über den deutschen Komplex ein ander Mal mehr. 


Aber halt !  
Da klingt mir grad jenes kleine Verslein im Ohr, das meine verehrte Großmutter des öfteren zu sagen pflegte:

Wer nichts ist
und nichts aus sich macht, der wird ausgelacht.


Wie wahr !
Denn nicht viel anders verhält sich nun mal die Sache. Über Italien lacht die Sonne - über Deutschland die ganze Welt.





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 //|   196.  |\\
 
 

Und ist der Hund
auch noch so klein,
an jeder Ecke 
hebt er doch sein Bein !
 

Und in Sachen Bayern
hat’s bei den Karten+Schildern ja noch einen lostigen Spruch (neben einer ganzen Reihe anderer), bei welchem der König von Preußen eine Rolle spielt. Wo doch grad das Bis-in-den-Oktober-Fest begonnen hat.

Muß ma nicht unduldsam
die Nase rümpfen, denn ab und an ein zünftiges Besäufnis ist schließlich gesünder als eine verbiesterte Enthaltsamkeit.




... Musikspur: Tanita Tickaran - Twist in my Sobriety ...

Mittwoch, 3. September 2014

... weder Freude noch Ehre ...


Starke Köpfe gibt’s bei Eo




Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 2. 9. 2014 -


Muß doch mal wieder öfter
einen Napf rausstellen ... - für die lieben Schnüffelhunde und die kleinen Trüffelschweine.

Obwohl meine Devise
ja eigentlich lautet - keine Pörlen vor die Soye (Über effiziente Soyhaltung demnächst), bzw. aquila non captat muscam.  In der Beziehung jedenfalls bin ich Lutheraner.

Und weiß ja auch,

daß der Doktor Martinus so einige kuhle, knackige Sprüche gemacht und gebracht hat, die bis heute im Umlauf seind. Darunter etliche voll krasse, die nicht mehr gern gehört werden oder dürfen. Aber lassen wir das.

Jedenfalls sind die recht süffig 

und drastisch und nach ächter deutscher Art, sintemal Luthers Ratschlag etwa dahin ging, eben dem gemeinen Mann aufs Maul zu schauen; und bei allem, was ma selber sagt und schreibt, besonders darauf zu achten, daß man eben auch von diesem verstanden wird.

Nun also endlich die Sache 
mal auf den Punkt gebracht. Was ?1 Ach so, diese elendige, letzthinnig gemeingefährliche Politische Beknacktheit ! 

Schon am frühen Morgen,
kaum daß ich das Radio angemacht habe, springt sie einen schon an. Bin ja noch immer meiner alten Gewohnheit treu geblieben, beim langsamen Wachwerden mit Kaffee, die neuesten Meldungen und Hintergrundberichte bei halbem Ohr durchrauschen zu lassen

Höre also Deutschlandfunk, 

um so langsam auf Betriebstouren zu kommen. Das ist aber so ziemlich die einzige Zeit am Tag, wo ich etwas von dem mitbekomme, was ma so gemeinhin Weltgeschehen nennt, da ich mit der Glotze schon lange gebrochen habe.

Für so genannte Fernsehunterhaltung
ist mir die Zeit am Abend einfach viel zu schade !  Ährlich. Die ewigen Krimis, die Infotainment-Nachrichten und die Tittitainment-Shows und -Magazine. 


Oder das öde Gequatsche 
in den sogenannten Torkshows !  Das trieft doch alles mittlerweile nur noch so von Politischer Beknacktheit, daß ma nackisch in die Buchs pinkeln könnt.

Aber manchmal,
um auf den DLF zurückzukommen,wenn es gar zu sehr nervt und Mitgliederinnenundmitglieder zur Abstimmung aufgerufen werden oder die gysische Sprechmaschine in Aktion tritt und wie ein Maschinengewehr losrattert, komme ich nicht umhin, auf jenen berühmten Knopf zu drücken, den viele heute nicht finden.

Und dann wünsche ich mir …
nun ja, in anderen Zeiten zu leben und nicht in solch einer politisch beknackten.

Tja, und so denke ich dann zuweilen,
wenn doch eine Fee kommen würde, eine liebe und liebreizende Fee, die mir dann am Ende noch drei Wünsche gewähren würde …

Ja, was wäre das toll !
Ich wüßte auch gleich, welche das wären.

Ob ich die denn auch hier nennen soll ? 
Nein, besser nicht; in diesen politisch-beknackten Zeiten soll doch wohl jeder aufpassen, was er so sagt.

Denn grad deswegen
hat ma den Quark überhaupt erst eingeführt und sich auf diese schreckliche Art an der Sprache vergriffen, um sogenanntes ‘altes’ Denken durch ‘modernes’ Denken zu ersetzen.

Damit es keine Vorurteile,
Diskriminierungen, Benachteiligungen - und was weiß ich nicht noch alles - nicht mehr geben tun soll usw. und die Menschen, wie immer sie auch sind und ausschauen, von nun an nur noch super miteinander auskommen sollen dürfen müssen.

Oder was sie sich sonst
in ihren vollidiologiserten und häßlichen Köpfen so vorstellen, damit erreichen zu wollen - die, denen wir die ganze grausige politische Beknacktheit und den damit verbundenen Folgen zu verdanken haben.

Und da mir ein guter Spruch heute
von keim geringeren als Jowo Goethe quasi vor die Füße fiel und der auch so schön paßt - also hier mal eben auf den Punkt gebracht, was der Dichter des FAUST, des großen Schlüsseldramas der Deutschen (und der abendländischen Geschichte) zum Thema beizusteuern hat:





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Mit den Irrtümern der Zeit
ist es schwer sich abzufinden;
widerstrebt man ihnen,
so steht man allein;
läßt man sich davon befangen,
so hat man auch
weder Freude noch Ehre davon.





Kleiner Hinweis zum Karpasia-Bildchen oben.
Weitere dieser schnellen und starken Köpfe, Collagen und Ent(en)würfe von Eo finden sich leicht und unverbindlich, wenn ma zB. bei Gugel mal ben  eo + Sprüche eingibt oder so was.

Bißchen Werbung
darf schließlich sein, wo gerade in Sachen Graphik und Comic das Nichtkönnertum triumphiert und ständig von Intelligenzblättern wie der Berliner Tagesspiegel abgefeiert und abgedruckt wird …




....  L Cohen - Passing through / Live Songs