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Mittwoch, 14. Januar 2015

Scheinwerte und Scheinfrieden


Spontan-Cartoon: Eo Scheinder





Ost-Ennerich (VSE)
- Di - 13. 1. 2015 -


In diesen aufgeregten Zeiten,
wo die Politker sichtlich am Rotieren sind und mehr an aufgeschreckte Hühner im Hühnerstall denken lassen, an dem ein Fuchs vorbeischleicht, wäre es zu überlegen, doch etwas häufiger hier mit eigenen Gedanken Präsenz zu zeigen.

Präsenz zeigen
ist zweifelsohne das Erfolgsrezept jener, die es dann auch bis zur Verg… also bis zum Exzeß praktizieren, daß es schon längst in Aufdringlichkeit ausartet, und war mir deshalb auch seit jeher zuwider.

Aber da die Zeiten nun einmal
so sind, wie sie sind, ist es wohl unerläßlich, sch auch solcher Mittel zu bedienen wie ein Ritter, der auf unfaire Mittel zurückgreifen muß, wenn er auf unfaire Weise attackiert wird. 



.:.".:.


Das dekretierte Weltbild
bekommt nun deutlich Risse, die trotz aller Bemühungen nicht mehr zu kitten sind. Aber das sollte einen nicht groß beunruhigen, sondern mit einer gewissen Hoffnung erfüllen.

Wenn das bekannte Weltbild
zerreißt und dann abgestoßen wird, ist dies vergleichbar mit dem Häutungsprozeß einer Schlange, denn darunter kommt ein neues, straffes und besser passendes zum Vorschein.



- -:- -


Angefügt sei dann noch 
ein frisch geschöpfter Text von Sonntagabend:



Alles Show.
Und alles wird instrumentalisiert. Vor allem natürlich von den Mächtigen, gleichviel ob live auf der Bühne oder mehr im Hintergrund.

Aber so wird nun einmal
Politik gemacht, indem man die Masse emotionalisiert und diese aufgestachelten Gefühle dann bewirtschaftet und für eigene Zwecke dann zu massieren beginnt.

Zu diesem Zwecke
eignen sich besonders gut Angst und Empörung und nicht zu vergessen Betroffenheit, um nicht zu sagen Betröpfeltheit.

Und so ist dann am Ende
eine Art atheistischer Gottesdienst unter freiem Himmel daraus geworden, der die verlogenen Scheinwerte von Multikulti und Globalisierung, also der einen Welt und der NWO und der großen Verwirbelung beschwört, und ebenso einen Scheinfrieden als Basis gesellschaftlichen Zusammenlebens ausruft.

Und im selben Atemzug,
versäumt man nicht, alle die eim solchen Zukunftskonzept mißtrauen und neu diskutiert und verhandelt sehen wollen, eben als Störenfriede, Populisten, Nazis, Brandstifter usw. gleich neben  mordende Terroristen stellt, bzw. eine direkte Verbindung zieht.

Welche ja dann
von von einer zivilen Streitmacht von 88.000 Mann alle drei zur Strecke gebracht wurden.

Klappe zu, Affe tot.
Hat gewiß den unbestreitbaren Vorteil, daß ma den Fall schnell zu den Akten legen und die Kosten für einen langwierigen Prozeß zur Wahrheitsfindung einsparen kann ...




Montag, 28. Februar 2011

... unsers Unglücks Schmied.

Ost-Ennerich (VSE)
27. 2. 2011, So

Warum soll es uns eigentlich
besser ergehen als so vielen Generationen vor uns, sintemal wir (als Gesellschaft gesprochen) insgesamt durch unser Tun und Lassen (zumindest Mit-)Verantwortung tragen, für das, was geschieht, und irgendwann einmal letztlich konkret dann uns selber geschieht.

So sind wir denn auch
in modischer Umkehrung lange gültiger Werte und Sprüche sozusagen unsers Unglücks Schmied.

Was uns dereinst ereilt,
(oder schon demnächst, wenn der Aufruhr endlich auch nach Europa überschwappt ?!) dürfte bei nicht wenigen pures Entsetzen auslösen, denn es wird mehr zu Bruch gehen als nur so manch beschränktes Weltbild und vieleviele rosarote Brillen.

Fehleinschätzungen können tödlich sein.
Und Fehlbesetzungen ebenso. Mit Sicherheit aber sind sie fatal, da sie sich über kurz oder lang auswirken, sofern sie nicht rechtzeitig ersetzt und die Fehler korrigiert werden.

Doch das ist viel zu theoretisch,
denn die Praxis hier und heute sieht ganz anders aus. Wenn offenkundige Fehler und Fehleinschätzungen weder erkannt werden noch benannt werden dürfen, erscheint jede Korrektur als rein illusorisch.

Dann wird es wieder die Natur sein,
die alles richtet mit ihren bewährten brachialen Methoden und die den in utopische Höhen entschwebten Menschen der Moderne höchst unsanft auf den Boden der Tatsachen wieder zurückholen wird.

Und dann dürfte es wieder in oberster Priorität
um nur einige, wenige elementare Bedürfnisse gehen, wie es den schlechten Zeiten eben gemeinsam ist, nämlich um die eigene Unversehrtheit, um eine einigermaßen regelmäßige Ernährung, um ein halbwegs gesichertes Zuhause und um ein bescheidenes Auskommen.

Alles darüber hinaus
wird dann als großer Luxus betrachtet werden. Nun, keine allzu erquickliche Vorstellung, aber im Bereich der Geschichte nichts ungewöhnliches, eher schon das normalste Sache von der Welt.

Geschichte hat zwar per definitionem
in erster Linie mit Vergangenheit zu tun, doch bleibt sie nicht darauf beschränkt, spiegelt sie doch in Gestalt wiederkehrender Muster zumindest in gewissen Aspekten und Akzenten auch die Zukunft.

Warum also sollte es uns eigentlich
besser ergehen ? Erschütterungen, Kriege, Zeiten der Not und des anhaltenden Verfalls, der Unterdrückung und Verfolgung sind nun nicht gerade selten im Verlauf der Geschichte oder etwas anschaulicher im Flug über die Jahrtausende.

Solche Verfalls- und Auflösungsphasen
stellen sich immer wieder aufs neue ein und halten sich unter Umständen hartnäckig; ja sie können ganze Kontinente betreffen, über lange Jahrhunderte sogar, wie das Beispiel Afrika zeigt.

Aber zurück zur einleitenden Frage.
Warum sollten wir verschont bleiben ? Weil wir so fortschrittlich und soviel klüger sind ? Schön wär’s.

Die Geschichte zeigt allerdings
ein anderes Bild. Denn würde man eine Meßlatte, auf der ein Menschenleben mit gut geschätzt 70 Jahren verzeichnet wäre, mal hier mal da auf die einzelnen Jahrhunderte mit ihren Ereignissen und Wirrnissen legen, so wird man schwerlich eine anhaltende Spanne über 70 Jahre finden, in der es ohne Not und Erschütterung abgegangen ist.

Entweder traf es die Beteiligten
n der Kindheit und Jugend, in den mittleren Jahren oder eben noch zuletzt im Alter. Irgendwann standen derartige Turbulenzen in der Vergangenheit jedenfalls immer an, die existenziellen Bedrohungen und Verwerfungen. Nichts neues unter der Sonne.

Also, warum soll es uns besser ergehen,
wo wir diesem Szenario aus Beschränktheit und Gutmichelei in der übergroßen Mehrheit auch noch tatkräftig zuarbeiten.



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|_ 102. _|

Nicht bloß
ein witziger Spruch
.

Auch schlechte Zeiten
haben ihre guten Seiten.



(September-Spruch aus:
Kalender-Sprüche 2007)


Könnte mir vorstellen, daß dieser Text hier zwar nicht alternativlos aber doch ein wenung hilfreich ist.


... Musikspur: Grace Jones - I’ve seen that Face before / Island Life …

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Ironie der Geschichte


Ost-Ennerich (VSE)
19. 10. 10 - Di


Im Leben geht nichts wesentliches
ganz ohne Brüche ab, und so manches Weltbild erfährt im Laufe der Zeit Sprünge wie eine alte Brille.
Oder wie’s Peter Rühmkorf mal anschaulich in eim epischen Gedicht ausdrückte, wenn es ein Volk in eine andere Lage drängt, wackelt nicht nur der Hausrat.

Der meinte allerdings eine andere Völkerwanderung;
nämlich die, mit der die sogenannten Dark Ages, die dunklen Jahrhunderte, ihren Anfang nahmen. (Hatte zu diesem Thema, schon paar Jahre her, eine ungemein spannende Lesung im LI-LA Literatur-Laden - Die langhaarigen Merowinger mit Ausschnitten aus der zeitgenössischen Chronik des Gregor von Tours).

Jene Zeit des Niedergangs,
in der das einst mächtige und weltbeherrschende Rom endgültig kollabierte und damit vom Subjekt zum Objekt niedersank - eine ungeheure Konkursmasse, die immer mehr in Trümmer sank und zu Ruinen verfiel, mehr und mehr schutzlos verwegenen und tatendurstigen Eroberern aus dem Norden ausgeliefert. Immerhin, es waren eindrucksvolle Gestalten, kräftig und hochgewachsen und hellhaarig, von denen noch die germanischen Heldensagen künden. Aber eben Barbaren, die es aus dunklen Wäldern in lichte, südliche Städte zog.


Vorbei die ganze Herrlichkeit;
die Prunkbauten, der Komfort, die Organisation und die Struktur am Zerbröseln und in Auflösung begriffen. So kann’s gehen, auf einmal ist alles nur noch Vergangenheit. Sic transit gloria mundi. So vergeht der Ruhm der Welt. Aber Rom blieb trotzdem noch auf viele Jahrhunderte wirkmächtig als der Sehnsuchtsort schlechthin, als das Symbol überragender Größe und weltumspannender Macht auf die späteren Nachfolger ausstrahlend, die sich ja auch Kaiser nannten und von einer Restitutio Imperii träumten.

Stehen wir heute denn nun an eim ähnlichen Punkt ?

Oder haben wir vielleicht doch noch etwas von der Gunst des Schicksals zu erhoffen, weil nämlich in unseren Tagen alles um so vieles schneller abläuft als damals zu der seligen Römer Zeiten, die sich über etliche Jahrhunderte in der Dekadenz gemütlich einrichten konnten, bevor es dann endgültig ernst wurde.

Vielleicht ist ja der Weckimpuls
noch nicht ganz verkümmert und vollständig abträniert worden. Schließlich läuft das große Experiment erst seit zwei Generationen und die realen Erfahrungen sprechen der Propaganda inzwischen, wie überall derzeitig zu hören ist, eindeutig Hohn.

Tja, hätten sich die Brüder
noch für zehnzwanzig Jahre ruhig, unauffällig und einigermaßen servil verhalten, dann hätten sie die Sache ohne großes Aufheben nach Hause schaukeln können. Aber dafür reicht wohl ihre Geduld nicht. Ein bedenkenswerter Gedanke, der noch etwas Nachschlag verdient.


Daß uns womöglich ein ‘Sarazene’
vor der feindlichen Übernahme durch die Muselmänner errettet, dh. oder doch wenigstens das lange schon erhoffte, starke Signal aussendet und so das Ende der Geduld den feigen Kriechern in der Schaltzentrale gegenüber provokativ ankündigt, hat etwas ungemein bestechendes. Und klingt gar hübsch nach Ironie der Geschichte.



Letztens mal, nein eher vor drei Wochen etwa,
in eim dieser Bloggs flott diese Zeilen als Antwort hingeschrieben, weil mir gerade so nach Pointe war. Aber der Gedanke hat was, da von diesem Mann nicht allein ein starker Impuls und signifikante Wirkung ausgeht, wie erfreulicherweise zu konstatieren ist, sondern daß überdies dessen Namen auch zeichenhaft gedeutet werden kann.

Die Rationalisten mögen von mir aus abwinken,
aber es gibt da so einige Auffälligkeiten. Wer weiß denn schon, daß Bismarck fast genau an dem Tag gestorben ist, dem dann der Ausbruch des 1. Weltkriegs folgte, der sein Deutsches Kaiserreich wieder zerstören sollte. Oder daß Luther als eine große Schicksalsgestalt der deutschen Geschichte ganz dicht an jenem deutschen Schicksalstag im November geboren wurde; zwar nicht am 9. aber am 10. Und auch Adenauer und Hitler haben datenmäßig eine sehr enge Beziehung. (wiederum ist da nur ein Tag Differenz).



Übrigens, gerade gestern
auf ein türkisches Sprichwort gestoßen, das klar und ohne Schnörkel zum Ausdruck bringt, was für die mittelfristige Zukunft zu erwarten ist.


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C* 77 *)


Zehn Derwische
haben auf einem Teppiche Raum,
aber nicht zwei Könige in einem Lande.



Auch mal bei eos-o-ton nachschauen ?!


… Musikspur: Miles Davis - Time after Time ,,,

Donnerstag, 21. Mai 2009

Revolutionäre Umwälzungen


Ost-Ennerich (VSE)
20. 5. 09 Mi


Wenn man mich fragt, wird die Wissenschaft heute einfach, nein vielfach überschätzt,sowohl in ihren Methoden wie auch in ihren Zielen. Denn um zu tieferen Einsichten zu kommen, darf man nicht allzu einseitig vorgehen und sich nicht allein aufs Messen und Zählen verlassen, wie die Wissenschaft das mit Vorliebe tut. Was außerhalb des Meßbereichs und der Meßbarkeit liegt, kann nicht berücksichtigt werden und wird daher der Einfachkeit halber als für nicht existent angesehen. Oder wie es der Physiker Hans Peter Duerr einmal formulierte, so fein das Netz der Wissenschaft auch gestrickt sein mag, wird es doch immer noch winzige Teilchen geben, die wie die kleinen Fische durch die Maschen schlüpfen. Die Wissenschaft ist sozusagen auf eim Auge blind und damit einäugig, obschon das verbliebene Auge sich nach Kräften bemüht und stets an Schärfe dazugewonnen hat. Aber es ist allein auf das ausgerichtet, was als Materie im Raum repräsentiert ist und was man (bei Licht) auch sehen kann. Die Materie als das einzig Reale, weil grundlegende Bedingung für alles was ist wurde so zum maßgeblichen Gegenstand der Wissenschaft. Im Mittelpunkt daher die Materie, der dann die Schaftler des Wissens allein mittels des kausalen Nexus´, dem Prinzip von Ursache und Wirkung, auf die Schliche zu kommen trachteten. Dieser Ansatz also, nach einer eindeutigen Kausalität zu fahnden, galt solange unangefochten, bis sich schließlich die Atomphysiker in subatomare Sphären hineinwagten, pardon -dachten und erstaunliche, höchst widersprüchliche Entdeckungen auf der Quantenebene machten, die den Gesetzen einer ‘klassischen’ Physik geradezu hohnsprechen. Und plötzlich ist doch alles im Grunde ganz anders; oder das als sicher Geglaubte wird relativiert, mit der Folge, daß die bislang gemachten Erkenntnisse auf einen begrenzten Geltungsbereich eingeschränkt werden. Warum soll es der Wissenschaft besser ergehen ? Ihre Erklärungsmodelle sind immer als vorläufig zu betrachten und können quasi über Nacht überholt sein, wie ja das ein und andere Mal schon geschehen. Wie alle anderen Bereiche des Lebens so ist auch die Wissenschaft vor gelegentlichen Erschütterungen nicht gefeit und bleibt von Revolutionen oder schwarzrappig ausgedrückt von revolutionären Umwälzungen nicht verschont. Da diese nun zumeist nicht sehr blutig verlaufen, wiewohl doch sehr verbissen gekämpft und gestritten wird, nennt man dergleichen abrupte Wandel im Weltbild zumeist etwas vornehmer Paradigmenwechsel.


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10.

Die Strategien und Methoden des Aufruhrs
entstammen den alten und neuen Eiterherden der Weltpolitik.

…Musikspur: Libertango, Astor Piazzolla / Libertango….